Dieb in der Tru­he

Heuberger Bote - - TROSSINGEN -

Die­ses Mal hat ei­ne Mel­dung von 1919 von der Hei­den­hei­mer Alb un­se­re Auf­merk­sam­keit auf sich ge­zo­gen. Was aus dem Dieb wur­de, ist nicht über­lie­fert.

„Als kürz­lich in ei­nem Dörf­lein der Hei­den­hei­mer Alb ei­ne Bäue­rin ih­re Vor­rats­kam­mer be­trat, be­merk­te sie, dass ih­re Tru­he of­fen stand. Sie er­schrak nicht we­nig, als sie ei­nen Men­schen dar­in lie­gen sah. Sie hat­te aber noch die Geis­tes­ge­gen­wart, den De­ckel der Tru­he rasch zu­fal­len zu­las­sen, so dass der un­ge­be­te­ne Gast ein­ge­schlos­sen war. Ei­ni­ge hand­fes­te Män­ner der Nach­bar­schaft be­frei­ten ihn aus sei­ner Ge­fan­gen­schaft und ver­ab­reich­ten ihm zum Ab­schied ei­nen ge­hö­ri­gen Denk­zet­tel. Der fre­che Ein­dring­ling hat­te kurz zu­vor in ei­nem na­hen Dorf ei­nen Geld­dieb­stahl aus­ge­führt und sich hier im Wirts­haus bei ei­ner Fla­sche Wein wohl sein las­sen.“

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