Für Beck geht der Wahl­kampf wei­ter

Tutt­lin­ger OB ist über­rascht, ein­zi­ger Kan­di­dat bei Ab­stim­mung am 3. No­vem­ber zu sein

Heuberger Bote - - TUTTLINGEN - Von Matthias Jan­sen

- Der Amts­in­ha­ber geht als ein­zi­ger Kan­di­dat ins Ren­nen: So­viel steht seit der Sit­zung des Ge­mein­de­wahl­aus­schus­ses für die Wahl zum Tutt­lin­ger Ober­bür­ger­meis­ter am Sonn­tag, 3. No­vem­ber, fest. Das Gre­mi­um hat am Mon­tag fest­ge­stellt, dass nur die Be­wer­bung von OB Micha­el Beck wäh­rend der 45-tä­gi­gen Be­wer­bungs­frist ein­ge­gan­gen ist.

„Wir ha­ben kei­ne wei­te­re Be­wer­bung er­hal­ten. Das ha­ben wir über­prüft“, sag­te Emil Busch­le, Ers­ter Bür­ger­meis­ter und Vor­sit­zen­der des Wahl­aus­schus­ses, wäh­rend der Sit­zung. Zwar hät­ten drei Per­so­nen Un­ter­la­gen für die Be­wer­bung an­ge­for­dert, dann aber nichts ein­ge­reicht. Dass er der ein­zi­ge Be­wer­ber für die Wahl ge­blie­ben ist, hat Beck – der sei­ne Un­ter­la­gen schon zwei Ta­ge nach Be­ginn der Be­wer­bungs­frist im Au­gust ein­ge­reicht hat­te – selbst über­rascht.

„Ich ha­be schon da­mit ge­rech­net, dass ich ei­nen Mit­be­wer­ber be­kom­me“, sagt das Tutt­lin­ger Stadt­ober­haupt, das nach 16 Jah­ren als Ober­bür­ger­meis­ter vor sei­ner drit­ten Amts­zeit steht. Sei­ner Ver­mu­tung nach von Sei­ten der AfD. So hat­te Emil Sän­ze, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter der AfD aus Rott­weil, er­klärt, dass er nach ei­nem Kan­di­da­ten für die OBWahl in Tutt­lin­gen su­chen wol­le. Bis zum Ablauf der Frist hat sich kein Ge­gen­kan­di­dat zu er­ken­nen ge­ge­ben. Un­ge­ach­tet des­sen will Beck „wei­ter sei­nen Wahl­kampf ma­chen. Es geht auch dar­um, ei­ne gu­te Wahl­be­tei­li­gung zu ha­ben“, sagt er. Und Busch­le un­ter­streicht, dass es sich trotz des bis­her ein­zi­gen Kan­di­da­ten „nach wie vor um ei­ne Wahl han­delt“und, dass die Teil­nah­me an der Ab­stim­mung „ein Grund­prin­zip der De­mo­kra­tie“ist. Am 3. No­vem­ber wür­de auch über die Fra­ge ent­schie­den, ob die bis­he­ri­ge Ar­beit des Ober­bür­ger­meis­ters und des Ge­mein­de­rats wert­ge­schätzt wer­de, sagt der Ers­te Bür­ger­meis­ter.

Und die­se Ar­beit will Beck „zu En­de brin­gen“, wie er be­reits bei ei­nem Pres­se­ge­spräch An­fang Sep­tem­ber sag­te. Was in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in Tutt­lin­gen ge­macht wor­den sei, kön­ne man se­hen. Aber ei­ne Stadt hö­re in der Ent­wick­lung nie auf, er­klär­te er. Die Schaf­fung von al­ter­na­ti­ven Mo­bi­li­täts­for­men zum Au­to­ver­kehr, die Ent­wick­lung von Wohn­raum und öko­lo­gi­schen Aus­gleichs­flä­chen, die In­te­gra­ti­on von Zu­ge­wan­der­ten sind für Beck ge­nau­so The­men wie die Bil­dung, die Si­che­rung der ärzt­li­chen Ver­sor­gung samt der Stär­kung des Kli­nik­stand­or­tes in Tutt­lin­gen.

Er wird bei der of­fi­zi­el­len Kan­di­da­ten­vor­stel­lung der Stadt am Don­ners­tag, 17. Ok­to­ber, ab 19.30 Uhr in der Tutt­lin­ger Stadt­hal­le den Fra­gen der Bür­ger Re­de und Ant­wort ste­hen.

Bei der Wahl am 3. No­vem­ber muss Beck min­des­tens 50 Pro­zent der gül­ti­gen Stim­men be­kom­men, um er­neut zum Ober­bür­ger­meis­ter ge­wählt zu sein. Auch an­de­re Per­so­nen kön­nen – laut Aus­kunft von Emil Busch­le –, ob­wohl sie kei­ne Be­wer­bung ab­ge­ge­ben ha­ben, an dem Tag ge­wählt wer­den. Da­für muss die Per­son auf den Wahl­schein ge­schrie­ben wer­den und ein­deu­tig iden­ti­fi­zier­bar sein.

FO­TO: AR­CHIV

Am 3. No­vem­ber wird ent­schie­den, wer Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Tutt­lin­gen ist. Amts­in­ha­ber Micha­el Beck ist der ein­zi­ge Kan­di­dat, der ei­ne Be­wer­bung ab­ge­ge­ben hat.

FO­TO: PRI­VAT

Micha­el Beck

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