45 Mi­nu­ten Glanz

Jun­ges DFB-Team führt 2:0 ge­gen Ar­gen­ti­ni­en, ist am En­de aber mit dem 2:2 gut be­dient

Heuberger Bote - - SPORT -

(fil) - Na­tür­lich konn­te auch der Fuß­ball an ei­nem Tag wie die­sem nicht so­fort zur Ta­ges­ord­nung über­ge­hen. Vor dem An­pfiff die­ses 2:2 (2:0) im Freund­schafts­spiel zwi­schen Deutsch­land und Ar­gen­ti­ni­en in Dort­mund, wur­de zu Ge­den­ken der Op­fer des an­ti­se­mi­ti­schen An­schlags von Hal­le/Saa­le ei­ne Schwei­ge­mi­nu­te ab­ge­hal­ten. Als wäh­rend­des­sen ein Sta­di­on­be­su­cher, die deut­sche Na­tio­nal­hym­ne in­to­nier­te, rief ein an­de­rer laut und deut­lich „Halt die Klap­pe“. Die ein­zi­ge an­ge­mes­se­ne Re­ak­ti­on, eben­so wie der an­schlie­ßen­de don­nern­de Ap­plaus von den – ins­ge­samt recht spär­lich – be­setz­ten Rän­gen.

Deutsch­lands An­grei­fer Ser­ge Gn­ab­ry konn­te sich da ei­nen Schmunz­ler nicht ver­knei­fen. Eben die­ser Gn­ab­ry, nicht nur we­gen sei­ner schwä­bi­schen Mut­ter und sei­nes ivo­ri­schen Va­ters, son­dern viel mehr noch we­gen sei­nes öf­fent­li­chen Ein­tre­tens für Gleich­be­rech­ti­gung in al­len Be­rei­chen ein idea­ler Bot­schaf­ter ei­nes Deutsch­lands, in dem kein Platz ist für Ras­sis­mus, An­ti­se­mi­tis­mus und Hass ist, wur­de bald auch auf dem Platz zum ers­ten Prot­ago­nis­ten ei­ner Par­tie, in der Deutsch­land fu­ri­os be­gann, je­doch auch stark nach­ließ.

Drei Frei­bur­ger De­bü­tan­ten

FO­TO: AFP

Ser­ge Gn­ab­ry (li.), der Prot­ago­nist der ers­ten Halb­zeit, spielt hier Juan Foyth aus.

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