Pa­ti­ent stirbt we­gen Rau­cher­pau­se des Pfle­gers

Heuberger Bote - - WIR IM SÜDEN -

(lsw) - Der frü­he­re Pfle­ger ei­nes jun­gen Man­nes ist in Stutt­gart zu ei­ner Be­wäh­rungs­stra­fe von ei­nem Jahr und fünf Mo­na­ten ver­ur­teilt wor­den, weil sein Pa­ti­ent we­gen ei­nes lee­ren Ak­kus am Be­at­mungs­ge­rät er­stickt war. Der 52-jäh­ri­ge An­ge­klag­te hat­te In­ten­siv­pa­ti­en­ten in ei­ner so­ge­nann­ten Be­at­mungs-WG be­treut. Im ver­gan­ge­nen No­vem­ber hat­te er sich mit zwei Kol­le­gen beim Rau­chen auf der Feu­er­lei­ter aus­ge­schlos­sen und nicht be­merkt, dass der Ak­ku des Ge­räts am Roll­stuhl des 23 Jah­re al­ten Mus­kel­kran­ken leer lief. Zwar ha­be der Pfle­ger in der Nacht noch meh­re­re Schlüs­sel­diens­te und die Feu­er­wehr an­ge­ru­fen. Er ha­be da­bei aber nicht auf die Not­la­ge auf­merk­sam ge­macht, wie das Amts­ge­richt am Mitt­woch mit­teil­te. Der 23-Jäh­ri­ge ha­be we­gen des Sau­er­stoff­man­gels so star­ke Hirn­schä­den er­lit­ten, dass er knapp drei Wo­chen spä­ter ge­stor­ben sei.

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