Die Schweiz wählt ein neu­es Par­la­ment

Heuberger Bote - - SEITE DREI -

Die Schwei­zer wäh­len an die­sem Sonn­tag, 20. Ok­to­ber, nach vier Jah­ren wie­der ein neu­es Par­la­ment, das aus dem

Na­tio­nal­rat und dem Stän­de­rat be­steht. Der Na­tio­nal­rat, die gro­ße Kam­mer, um­fasst 200 Ab­ge­ord­ne­te oder Na­tio­nal­rä­te und soll das ge­sam­te Volk re­prä­sen­tie­ren. Im Stän­de­rat, der klei­nen Kam­mer, auch

Stöck­li ge­nannt, sit­zen 46 Stän­de­rä­te. Je­der Kan­ton ent­sen­det zwei Stän­de­rä­te, sechs klei­nen Kan­to­nen wie Nid­wal­den steht nur ein Stän­de­rat zu. Bei­de Kam­mern wäh­len im De­zem­ber die Re­gie­rung, den sie­ben­köp­fi­gen Bun­des­rat. Die­ser ist nach dem Prin­zip der Kon­kor­danz or­ga­ni­siert, bis­lang sind die­se vier gro­ßen Par­tei­en

ver­tre­ten: zwei Bun­des­rä­te der Schwei­ze­ri­schen Volks­par­tei SVP, zwei Rä­te der li­be­ra­len FDP, zwei Rä­te der So­zi­al­de­mo­kra­ten SP und ein Rat der Christ­lich­de­mo­kra­ti­schen

Volks­par­tei. Ver­läuft die Wahl für sie er­folg­reich, könn­ten auch die Grü­nen künf­tig im Bun­des­rat ver­tre­ten sein. Die Schwei­zer Re­gie­rung ver­fügt nicht über die Macht­be­fug­nis­se wie Re­gie­run­gen an­de­rer west­li­cher Län­der. Zum ei­nen kennt die Eid­ge­nos­sen­schaft kei­nen Re­gie­rungs­chef mit Richt­li­ni­en­kom­pe­tenz wie et­wa in Deutsch­land. Zum an­de­ren ha­ben die Schwei­zer Bür­ger ein gro­ßes Mit­spra­che­recht über Volks­ab­stim­mun­gen und Re­fe­ren­den. (jdh)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.