Die Knack­punk­te beim Obe­ren­der-Pa­pier

Kli­ni­kinitia­ti­ve kri­ti­siert das „me­di­zin­stra­te­gi­sche Kon­zept“

Heuberger Bote - - SPAICHINGE­N - Von Re­gi­na Braun­gart

- Zahl­rei­che Ge­sprächs­run­den ha­ben seit dem Vor­lie­gen des Obe­ren­der Stra­te­gie­pa­piers in ver­schie­de­nen Run­den statt­ge­fun­den. Der Kran­ken­haus­för­der­ver­ein hat das Pa­pier scharf kri­ti­siert.

Wor­um geht es vor al­lem in der Fra­ge, ob das Spaichin­ger Kran­ken­haus als sol­ches ge­schlos­sen wer­den und zum pri­mär am­bu­lan­ten Zen­trum um­funk­tio­niert wer­den soll?

Per­so­nal: Mit dem Aus­schei­den des Chef­arz­tes der In­ne­ren zum En­de des Jah­res ist die­ser Pos­ten va­kant. Der de­si­gnier­te Chef­arzt hat ge­kün­digt, weil er, wie er auch die­ser Zei­tung sag­te, wo­an­ders ei­ne bes­se­re Per­spek­ti­ve se­he. Der neue Chef­arzt von Tutt­lin­gen über­nahm die Rol­le nicht für bei­de Häu­ser.

Hier sagt die Kli­ni­kinitia­ti­ve: Die feh­len­de Per­spek­ti­ve sei si­gna­li­siert wor­den – Spaichin­gen sei so­wie­so zur Dis­po­si­ti­on ge­stan­den.

Ger­ia­trie: Die Ärz­te der Ger­ia­trie be­für­wor­ten ein Zu­sam­men­le­gen der Ab­tei­lun­gen in Tutt­lin­gen aus me­di­zi­ni­schen Grün­den, Obe­ren­der stützt den Wunsch: Weil die al­ten Leute erst ver­le­gungs­fä­hig sein müss­ten, sei­en sie zu lange in den Akut­ab­tei­lun­gen.

Das, so die Kli­ni­kinitia­ti­ve, sei ein rein or­ga­ni­sa­to­ri­sches Pro­blem. Frü­he Ver­le­gun­gen sei­en über­all gang und gä­be. Im Gut­ach­ten sei über­dies die fal­sche Be­haup­tung auf­ge­stellt, dass die Kon­si­le, al­so die Be­ra­tun­gen, ob ein äl­te­rer Pa­ti­ent – et­wa mit Ober­schen­kel­hals­bruch in die Re­ha geht oder nicht – gar nicht haus­über­grei­fend statt­fän­den, son­dern im­mer da, wo sich der Pa­ti­ent be­fin­de.

Dass nur 51 Pro­zent der Pa­ti­en­ten sich in Tutt­lin­gen

Sin­ken­de Fall­zah­len:

oder Spaichin­gen be­han­deln las­sen, sei ka­ta­stro­phal, das fin­det auch die Kli­ni­kini­ta­ti­ve. Aber spre­che für ge­ne­rel­le man­geln­de Ak­zep­tanz.

In dem Po­si­ti­ons­pa­pier der Fir­ma Obe­ren­der gibt es pro­gnos­ti­zier­te deut­li­che Ne­ga­tiv­sprün­ge zwi­schen 2019 und 2020. War­um, das wer­de nicht be­grün­det, kri­ti­siert der frü­he­re Chef­arzt Dr. Al­brecht Dapp von der Kli­ni­kinitia­ti­ve.

Am Gra­vie­rends­ten ist al­ler­dings der Vor­wurf, bei der Fall­zahl­ana­ly­se nur die Abrech­nungs­zah­len bei der Ent­las­sung des Pa­ti­en­ten zur Grund­la­ge ge­nom­men zu ha­ben. Das ver­fäl­sche das Bild. Wenn ein Mensch zum Bei­spiel sechs Ta­ge in Spaichin­gen war und der Ge­rä­te we­gen zur Ab­schluss­un­ter­su­chung nach Tutt­lin­gen muss, wird er Tutt­lin­gen zu­ge­schla­gen. Tat­säch­lich sei­en die Zah­len der In­ne­ren in Spaichin­gen über die Jah­re sta­bil zwi­schen 2000 und 2200 Pa­ti­en­ten jähr­lich, so Dapp. Die Abrech­nungs­da­ten zur Grund­la­ge von Ana­ly­sen zu neh­men, sei ge­ne­rell üb­lich, ent­geg­ne­te der Obe­ren­der-Ge­schäfts­füh­rer am Mitt­woch,

Pro­gno­sen: Fall­zah­len:

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