Man­ja Prä­kels kommt mit mu­si­ka­li­scher Un­ter­stüt­zung

Le­sung mit Heribert Prantl in den gro­ßen Saal ver­legt

Heuberger Bote - - VERANSTALT­UNGEN -

(sz) - Nur noch an zwei Aben­den läuft der „16. Tutt­lin­ger Literaturh­erbst“: Am Mitt­woch, 23. Ok­to­ber, um 20 Uhr liest Man­ja Prä­kels aus ih­rem preis­ge­krön­ten Ro­man­de­büt „Als ich mit Hit­ler Schnaps­kir­schen aß“(Deut­scher Ju­gend­li­te­ra­tur­preis 2018, An­na-Seg­hers-Preis). Nach die­ser mu­si­ka­lisch-sze­ni­schen Le­sung be­schließt am Mitt­woch, 6. No­vem­ber, um 20 Uhr Heribert Prantl die dies­jäh­ri­ge Le­se­rei­he mit sei­nem Buch „Vom gro­ßen und klei­nen Wi­der­stand“. Der Abend mit dem Lei­ter des Res­sorts Mei­nung der Süd­deut­schen Zei­tung wur­de we­gen der gro­ßen Nach­fra­ge in den Gro­ßen Saal der Stadt­hal­le ver­legt.

Die Wahl-Ber­li­ne­rin Man­ja Prä­kels, 1974 in Zeh­de­nick/Mark ge­bo­ren, er­zählt in ih­rem De­büt­ro­man vom Ver­schwin­den der DDR, dem Auf­tau­chen ver­lo­ren ge­glaub­ter Ge­spens­ter, von Freund­schaft und Wut, von Land­le­ben und Kle­in­stadt­idyll zwi­schen Lethar­gie und Le­bens­lust. Schau­platz ist die bran­den­bur­gi­sche Pro­vinz in den 1980ern und 1990ern.

Mi­mi und Oli­ver sind Nach­bars­kin­der und An­gel­freun­de. Sie spie­len Fuß­ball mit­ein­an­der, leis­ten den Pio­nier­schwur und be­rau­schen sich auf Fa­mi­li­en­fes­ten heim­lich mit den Schnaps­kir­schen der El­tern. Mit dem Mau­er­fall zer­bricht auch ih­re Freund­schaft, als Oli­ver un­ter dem Kampf­na­men Hit­ler zu ei­nem der An­füh­rer ma­ro­die­ren­der Ju­gend­ban­den wird … Jah­re nach der Wen­de er­in­nert sich Mi­mi an ih­re Kind­heit und an ih­ren Freund Oli­ver.

Die Au­to­rin, Mu­si­ke­rin und Sän­ge­rin wur­de 2018 für die­ses Buch un­ter an­de­rem mit dem An­na-Seg­her­sP­reis und dem Deut­schen Ju­gend­li­te­ra­tur­preis 2018 aus­ge­zeich­net. In der Ju­ry­be­grün­dung heißt es: „Prä­kels fas­zi­nie­ren­der, au­to­bio­gra­fisch ge­färb­ter Ro­man er­zählt mit do­ku­men­ta­ri­scher Ge­nau­ig­keit vom Auf­wach­sen in der DDR, den Vor­bo­ten der Wen­de und ih­ren Fol­gen.“

In Tutt­lin­gen geht Präk­les für ih­re sze­ni­sche Le­sung mit den Mu­si­kern Thors­ten Mül­ler (Stim­me, Kla­ri­net­ten, Xy­lo­phon) und Ben­ja­min Hie­sin­ger (Kon­tra­bass) auf die Büh­ne.

Heribert Prantl

In den Gro­ßen Saal wird we­gen der Nach­fra­ge der Ab­schluss­ter­min der Rei­he mit Heribert Prantl ver­legt. „Wir brau­chen kei­ne Stim­mun­gen, son­dern Wer­te“, sagt Prantl, der aus sei­nem Buch „Vom gro­ßen und klei­nen Wi­der­stand“liest und meint: „Wenn die Wür­de des Men­schen wie­der im Kon­junk­tiv steht, wenn der Ras­sis­mus wie­der auf­lebt – dann ist der Auf­stand der En­kel und Er­ben der Wei­ßen Ro­se auf­ge­ru­fen. Die­ser klei­ne Wi­der­stand ist wich­tig, weil es nie mehr da­zu kom­men darf, dass es den gro­ßen Wi­der­stand braucht.“

FO­TO: VERLAGSFOT­O

Man­ja Prä­kels er­hielt den Deut­schen Ju­gend­li­te­ra­tur­preis 2018, An­naSeg­hers-Preis.

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