CDU-Er­gän­zungs­an­trag: Kein end­gül­ti­ges „Aus“be­schlie­ßen

Frak­ti­on will aber Ver­la­ge­rung der gro­ßen Bet­ten­sta­tio­nen zu­stim­men – Zen­tral­kran­ken­haus wie­der auf dem Ta­pet

Heuberger Bote - - KREIS UND REGION -

SPAICHIN­GEN/KREIS TUTT­LIN­GEN (abra) - Die CDU-Frak­ti­on im Kreis­tag wird am Don­ners­tag ei­nen An­trag zur Zu­kunft der Spaichin­ger Kli­nik stel­len. Haupt­in­halt: Ver­la­ge­rung der In­ne­ren und der Ger­ia­trie wie ge­plant, aber kein Grund­satz­be­schluss zum Fahr­plan des Gut­ach­ters, was die ver­blei­ben­den klei­nen Ab­tei­lun­gen kon­ser­va­ti­ve Or­tho­pä­die und plas­ti­sche Chir­ur­gie an­geht. Da­mit sol­le ver­hin­dert wer­den, dass der Kreis­tag ein end­gül­ti­ges Aus für den sta­tio­nä­ren Be­trieb be­schlie­ße. Die For­mu­lie­rung lau­tet, dass die ver­blei­ben­den Ab­tei­lun­gen „bis auf Wei­te­res“er­hal­ten blei­ben sol­len. Zwar wird der Zeit­punkt nicht kon­kre­ti­siert, es muss sich aber um nach 2024 han­deln, denn schon das Obe­ren­der­pa­pier spricht von ei­ner Ver­la­gung erst zu An­fang 2024. Au­ßer­dem soll­ten wei­te­re An­ge­bo­te im Be­reich der sta­tio­nä­ren Me­di­zin ge­prüft wer­den, et­wa Pal­lia­tiv­me­di­zin.

Er­gän­zend zum Be­schluss­vor­schlag

der Ver­wal­tung für ein In­te­grier­tes Ge­sund­heits­zen­trum (IGZ, ei­ne Pfle­ge­sta­ti­on oh­ne 24-St­un­denArzt­prä­senz) soll der Um­set­zungs­zeit­punkt auf 2020 fest­ge­legt wer­den. Der Kreis sol­le Trä­ger sein.

Neu be­an­tragt die CDU ei­ne „Mach­bar­keits­stu­die zur Schaf­fung ei­nes zen­tra­len Kli­ni­kums für den Land­kreis Tutt­lin­gen an ei­nem stra­te­gisch güns­ti­ger ge­le­ge­nen Stand­ort zwi­schen Tutt­lin­gen und Spaichin­gen“, so der Wort­laut des vom

Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Mar­kus Hug­ger un­ter­zeich­ne­ten An­trags.

In der Ein­lei­tung schreibt die CDU: „Uns treibt es um, dass ge­ra­de ein­mal die Hälf­te der Kreis­ein­woh­ner un­se­re Kli­nik über­haupt nutzt. Au­ßer­dem kri­ti­siert die CDU-Frak­ti­on das Gut­ach­ten: „Wir be­dau­ern, dass es dem Gut­ach­ter nicht ge­lun­gen ist, ein Sze­na­rio zu ent­wi­ckeln, das dem Stand­ort Spaichin­gen auch in den kom­men­den Jah­ren ein Kran­ken­haus mit sta­tio­nä­ren Kli­nik­bet­ten

si­chert.“Und wei­ter: „Wir be­dau­ern, dass die öf­fent­li­che Dis­kus­si­on über die Zu­kunft ei­nes Kran­ken­haus­stand­orts be­gon­nen wur­de, oh­ne ei­ne ech­te Zu­kunfts­per­spek­ti­ve für Spaichin­gen auf­zei­gen zu kön­nen.“Da sich in­zwi­schen die Per­so­nal­si­tua­ti­on zu­ge­spitzt ha­be, stim­me die Frak­ti­on ei­ner Ver­la­ge­rung der sta­tio­nä­ren Ver­sor­gungs­an­ge­bo­te, näm­lich der me­di­zi­ni­schen und ger­ia­tri­schen Bet­ten, zu, so Hug­ger für die CDU-Frak­ti­on.

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