Wie schüt­zen sich Ver­brau­cher vor Fäl­schun­gen?

Heuberger Bote - - SEITE DREI -

Das wich­tigs­te Merk­mal: Mar­ken­wa­re hat trotz al­ler Ra­bat­te ih­ren Preis. Kos­ten die De­si­gner­ta­sche oder der Mar­ken-Snea­ker we­sent­lich we­ni­ger als die Hälf­te des Ori­gi­nal­prei­ses, ist Vor­sicht an­ge­bracht. Oft sieht die Ko­pie dem Ori­gi­nal zum Ver­wech­seln ähn­lich, sagt Gün­ther Hä­ring von der Ge­ne­ral­zoll­di­rek­ti­on in München. Ne­ben dem Preis ist et­wa bei Elek­tro­ar­ti­keln ein feh­len­des Prüf­kenn­zei­chen ein Hin­weis. Auch min­der­wer­ti­ge Ver­pa­ckun­gen und feh­len­de Ga­ran­tie­zer­ti­fi­ka­te soll­ten Käu­fer stut­zig ma­chen. „Aber das al­les muss nicht sein. Die Fäl­schun­gen wer­den im­mer bes­ser“, er­klärt Hä­ring. Bei man­chen Wa­ren merkt man erst im Ge­brauch, dass et­was nicht in Ord­nung ist. Stut­zig ma­chen soll­te zum Bei­spiel der Ver­kaufs­ort. In Ur­laubs­län­dern wer­den bil­li­ge Mar­ken­ko­pi­en auf der Stra­ße und am Strand ge­han­delt. Aber auch in Deutsch­land sind Fäl­schun­gen zu fin­den, et­wa auf Märk­ten. Aber der größ­te Marktplatz für Fäl­schun­gen und Pla­gia­te ist das In­ter­net. Für den Ver­brau­cher ist es nicht ein­fach zu er­ken­nen, ob er sich auf ei­ner ech­ten Web­site des Her­stel­lers oder Händ­lers be­fin­det oder ob es sich um ei­nen Fa­ke-Shop han­delt. Es sind zum Teil Ko­pi­en re­al exis­tie­ren­der Web­sites. Sie wir­ken da­her se­ri­ös und las­sen sel­ten Zwei­fel an ih­rer Echt­heit auf­kom­men. Die Ma­schen sind un­ter­schied­lich. Oft wer­den die Fäl­schun­gen mit Fo­tos von den Ori­gi­nal­her­stel­lern prä­sen­tiert. Beim Kauf im In­ter­net gibt es ei­ne ein­fa­che Faust­re­gel: Kein Kauf, oh­ne das Im­pres­sum zu prü­fen. Sind kei­ne An­ga­ben zum Ver­käu­fer zu fin­den, soll­te man ge­ne­rell die Fin­ger da­von las­sen. Aber auch Recht­schreib­feh­ler im Im­pres­sum und auf der Web­site kön­nen auf un­se­riö­se An­bie­ter hin­wei­sen. Und man soll­te das Schwarm­wis­sen des Net­zes nut­zen: Hilf­reich sind Nut­zer­be­wer­tun­gen. Schlech­te Be­wer­tun­gen, aber auch aus­schließ­lich über­schwäng­li­che Kom­men­ta­re soll­ten ei­nen miss­trau­isch wer­den las­sen. Auch ein un­ge­wöhn­li­cher Do­main-Na­me oder Do­main-En­dun­gen wie „to“kön­nen Hin­wei­se dar­auf sein, dass dort kei­ne Mar­ken­ar­ti­kel ver­kauft wer­den. Und es gilt: Im­mer auf ei­ne si­che­re Be­zahl­wei­se ach­ten und nie­mals in Vor­kas­se ge­hen.

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