Mar­kus F. Strie­der: „12“

Heuberger Bote - - SPAICHINGE­N -

(pm) - Der Stadt­kunst­ver­ein und das Pro­jekt Stadt­künst­ler stre­ben zum 20-jäh­ri­gen Be­ste­hen die­ses Pro­jekts ei­ne be­son­de­re Schau mit Wer­ken der bis­he­ri­gen 13 Stadt­künst­ler im Jahr 2020 auf dem Drei­fal­tig­keits­berg an. Un­ter­stüt­zen soll ei­ne Auk­ti­on mit klei­nen Skulp­tu­ren, die am 17. No­vem­ber in der Pa­ra­cel­sus-Apo­the­ke ver­stei­gert wer­den. Wir stel­len hier in ei­ner Se­rie noch ein­mal al­le Stadt­künst­ler – und die zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Wer­ke – vor.

Mar­kus F. Strie­der

war 2007 Gast der Stadt und des För­der­ver­eins. In Inns­bruck in Ös­ter­reich ge­bo­ren, in Stuttgart aus­ge­bil­det, lebt er heu­te vor­wie­gend in Frank­reich. Strie­ders Stahl­skulp­tur „12“vor dem Be­rufs­schul­zen­trum durch­lief ei­nen auf­wän­di­gen Ent­ste­hungs­pro­zess: Stahl­qua­der wur­den bis zum Glü­hen er­hitzt und dann mit ton­nen­schwe­ren Werk­zeu­gen ge­schmie­det, ver­formt und da­mit in neue, fast or­ga­nisch an­mu­ten­de For­men ver­wan­delt. Die ein­zel­nen Ele­men­te sta­pel­te er schließ­lich auf­ein­an­der zu ei­ner dy­na­misch be­weg­ten Säu­le, die zu tan­zen scheint, ob­wohl die Ma­te­ria­li­tät das nie­mals zu­las­sen wür­de. In die­sem Pa­ra­do­xon liegt die be­son­de­re Kraft von Strie­ders Kunst: Das Un­mög­li­che zu ver­hei­ßen - und gleich­zei­tig die Il­lu­si­on vor Au­gen zu füh­ren. In den bei­den zur Ver­stei­ge­rung zur Ver­fü­gung ge­stell­ten klei­nen Stahl­ar­bei­ten setzt er sein bild­haue­ri­sches Kon­zept kon­se­quent fort. Re­du­ziert, aber den­noch prä­sent, chan­gie­ren sie zwi­schen Schwe­re und Leich­tig­keit.

FOTO: ATELIER_PHOTO

„Mo­ve­ment“heißt ei­nes der bei­den Kunst­wer­ke, die Mar­kus Strie­der zur Ver­stei­ge­rung zur Ver­fü­gung ge­stellt hat.

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