Mehr Ar­beits­lo­se, we­ni­ger Ver­mitt­lun­gen

Den­noch ist die Ar­beits­lo­sen­quo­te in der Re­gi­on um 0,1 Punk­te auf 2,7 Pro­zent ge­sun­ken

Heuberger Bote - - KREIS UND REGION -

(pm) Der Ar­beits­markt in der Re­gi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg hat sich im Ok­to­ber wie­der leicht po­si­tiv ent­wi­ckelt. „Die im­mer noch sta­bi­le Kon­junk­tur so­wie die jah­res­zeit­lich üb­li­che Be­le­bung der Nach­fra­ge lie­ßen die Ar­beits­lo­sig­keit in der Re­gi­on im Ok­to­ber wie­der sin­ken“, be­schreibt Tho­mas Dau­tel, Ge­schäfts­füh­rer der Agen­tur für Ar­beit Rott­weil-Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen, die ak­tu­el­le Ent­wick­lung.

Ins­ge­samt ver­rin­ger­te sich die Zahl der Ar­beits­lo­sen in den ver­gan­ge­nen vier Wo­chen um 205 oder 2,6 Pro­zent auf 7730 Men­schen. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te ging um ein Zehn­tel auf 2,7 Pro­zent zu­rück. Vor ei­nem Jahr gab es im Ok­to­ber 1135 Ar­beits­lo­se we­ni­ger, und die Quo­te lag bei 2,4 Pro­zent. Zum Ver­gleich: In Ba­den-Würt­tem­berg blieb die Quo­te un­ver­än­dert auf 3,2 Pro­zent.

Im Lau­fe des Be­richts­mo­nats muss­ten sich 2710 Men­schen ar­beits­los mel­den, 200 mehr als im Sep­tem­ber. 1285 ka­men un­mit­tel­bar aus ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit und 560 im An­schluss an ei­ne be­ruf­li­che oder schu­li­sche Aus­bil­dung zur Agen­tur für

Ar­beit. „Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat wa­ren es über 20 Pro­zent mehr Zu­gän­ge aus Er­werbs­tä­tig­keit“, so Dau­tel. „Mit ver­stärk­ter För­de­rung und be­ruf­li­cher Wei­ter­bil­dung ver­su­chen wir, die Chan­cen die­ser Men­schen zu ver­bes­sern. So nahm die Zahl der Teil­neh­mer bin­nen Jah­res­frist um gut 40 Pro­zent auf in­zwi­schen 935 Per­so­nen zu.“

Für 2930 Men­schen, 30 we­ni­ger als im Vor­mo­nat, ging die Zeit der Ar­beits­lo­sig­keit zu En­de. 910 Ar­beits­kräf­te fan­den ei­nen Job, in der Re­gel mit Un­ter­stüt­zung durch die Ver­mitt­lungs­fach­kräf­te der Agen­tur für Ar­beit und der Job­cen­ter.

895 Män­ner und Frau­en be­gan­nen dar­über hin­aus ei­ne be­trieb­li­che oder schu­li­sche Aus- oder Wei­ter­bil­dung. „Wir ha­ben im Ok­to­ber deut­lich mehr Men­schen in Maß­nah­men und Schu­lun­gen ver­mit­telt“, er­klärt Eri­ka Faust, Lei­te­rin der Agen­tur für Ar­beit Vil­lin­gen. Dar­aus re­sul­tie­re ur­säch­lich der Rück­gang der Ar­beits­lo­sen­quo­te.

Die re­gio­na­len Be­trie­be mel­de­ten den Ar­beit­ge­ber-Ser­vices in Rott­weil, Tutt­lin­gen und Vil­lin­genSchwen­nin­gen im Ok­to­ber genau 1300 freie Ar­beits­plät­ze, 115 we­ni­ger als im Sep­tem­ber. Ge­gen­über dem Ver­gleichs­mo­nat des Vor­jahrs gin­gen knapp 280 Stel­len­an­ge­bo­te we­ni­ger ein. Der Be­stand an frei­en Stel­len sank ge­gen­über dem Vor­mo­nat um 545 auf 5690.

Im Land­kreis Tutt­lin­gen wur­den im Ok­to­ber 2250 Ar­beits­lo­se ge­zählt, 20 we­ni­ger als im Vor­mo­nat. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te blieb dort ge­gen­über Sep­tem­ber un­ver­än­dert auf 2,8 Pro­zent.

Aus­ge­präg­ter war der Rück­gang im Kreis Rott­weil. Dort sank die Zahl der Ar­beits­lo­sen um gut 160 auf 1.850. Da­durch nahm die Quo­te um zwei Zehn­tel auf jetzt 2,3 Pro­zent ab. Im Schwarz­wald-Baar-Kreis gab es mit mi­nus 200 auf 3.630 ei­ne leich­te Ab­nah­me bei der Ar­beits­lo­sen­zahl. Die Quo­te blieb dort un­ver­än­dert auf 3,0 Pro­zent.

3235 Ar­beits­lo­se zähl­ten im Ok­to­ber im Be­zirk der Agen­tur für Ar­beit Rott­weil-Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen um Per­so­nen­kreis der er­werbs­fä­hi­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten, de­ren Be­treu­ung durch das Zwei­te Buch So­zi­al­ge­setz­buch (SGB II) ge­re­gelt ist. Ih­re Zahl hat ge­gen­über Sep­tem­ber um 180 ab­ge­nom­men.

Bei den SGB III-Ar­beits­lo­sen – die in der Re­gel Ar­beits­lo­sen­geld als Ver­si­che­rungs­leis­tung er­hal­ten oder ar­beits­los oh­ne Leis­tungs­be­zug ge­mel­det sind - wur­de ge­gen­über Sep­tem­ber ein Mi­nus von 25 auf knapp 4500 re­gis­triert, schreibt die Agen­tur für Ar­beit in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung.

FOTO: CARS­TEN REHDER

Mehr Ar­beits­lo­se, we­ni­ger Ver­mitt­lun­gen: Dass die Quo­te ge­sun­ken ist, liegt an der Ver­mitt­lung in Maß­nah­men und Schu­lun­gen.

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