Tech­nik kann nur er­folg­reich sein, wenn sie ak­zep­tiert wird

Pro­fes­sor Ha­di Mo­zaf­f­a­ri zum The­ma Tech­no­lo­gie­ta­ge

Heuberger Bote - - KREIS UND REGION -

(ajs) - Der Hoch­schul­cam­pus Tutt­lin­gen ver­an­stal­tet am Don­ners­tag, 14. No­vem­ber, ei­nen Tech­no­lo­gie­tag in der Stadt­hal­le. Von 9 bis 18 Uhr geht es um das The­ma Zu­kunfts­fä­hig­keit von Un­ter­neh­men. Ne­ben 32 Aus­stel­lern bie­tet der Tag ein Pro­gramm mit elf Vor­trä­gen und schließt ge­gen 17.30 Uhr mit ei­ner Ge­sprächs­run­de zum The­ma „Wo­hin geht die Rei­se?“ab. Für wen sich die­ser Tag eig­net und was er be­wir­ken soll, dar­über hat Re­dak­teu­rin An­ja Schus­ter mit Initia­tor, Pro­fes­sor Ha­di Mo­zaf­f­a­ri, ge­spro­chen.

Herr Mo­zaf­f­a­ri, Sie sind der Ver­an­stal­tungs­in­itia­tor des Tech­no­lo­gie­tags, wie kam es zu die­sem Ak­ti­ons­tag?

Die­se Ak­ti­on ist die Fort­set­zung ei­ner Ak­ti­vi­tät, die wir be­reits 2014 am Cam­pus Tutt­lin­gen ge­star­tet ha­ben. Da­mals ha­be ich den AWT-Ab­le­ger „Här­te­rei- und Werk­stoff­kreis Tutt­lin­gen“als Platt­form für Wis­sens­trans­fer und Aus­tausch zwi­schen Hoch­schu­le Furt­wan­gen und lo­ka­ler In­dus­trie für die The­men Werk­stoff und Fer­ti­gung ge­grün­det. Dort ist 2018 der Wunsch nach ei­nem in­ten­si­ve­ren Aus­tausch in Form ei­nes Kon­gres­ses ent­stan­den. AWT steht üb­ri­gens für die Ab­kür­zung „Ar­beits­ge­mein­schaft Wär­me­be­hand­lung und Werk­stoff­tech­nik“.

Der Tech­no­lo­gie­tag steht un­ter dem The­ma „Wo­hin geht die Rei­se?“. Da­bei geht es um die Fra­ge, wie sich Un­ter­neh­men in der Re­gi­on hin­sicht­lich des di­gi­ta­len Wan­dels auf­stel­len sol­len? Ha­ben Sie ei­ne Ant­wort auf die­se Fra­ge? Be­zie­hungs­wei­se, was wür­den Sie den Un­ter­neh­men ra­ten?

Ei­ne Ant­wort kann nur im ge­mein­sa­men Aus­tausch und in Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen den Un­ter­neh­men und den Ex­per­ten aus den Be­rei­chen der Hoch­schu­len, Uni­ver­si­tä­ten und For­schungs­ein­rich­tun­gen so­wie der Po­li­tik ent­ste­hen. Ei­ne wich­ti­ge Auf­ga­be der Be­trof­fe­nen ist es, vor­aus­schau­end stra­te­gi­sche For­schungs­fel­der zu iden­ti­fi­zie­ren und en­ge­ren Aus­tausch un­ter­ein­an­der zu be­trei­ben. Ge­nau das ist aber das Ziel die­ser Ver­an­stal­tung in Tutt­lin­gen.

Das Pro­gramm sieht elf Vor­trä­ge und ei­ne ab­schlie­ßen­de Ge­sprächs­run­de vor. Oben­drein be­tei­li­gen sich 32 Aus­stel­ler aus der Re­gi­on. Sind Sie mit die­ser Be­tei­li­gung zu­frie­den?

Ich bin sehr zu­frie­den. Wir ha­ben es ge­schafft, ne­ben der gro­ßen An­zahl an Aus­stel­lern nam­haf­te Ex­per­ten aus den Be­rei­chen Wis­sen­schaft und In­dus­trie aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet zu ge­win­nen. Die An­fra­gen sei­tens der Un­ter­neh­mer nach Aus­stel­lungs­flä­chen über­traf un­se­re Pla­nun­gen. Die aus­stel­len­den Un­ter­neh­mer kom­men haupt­säch­lich aus Tutt­lin­gen. Wir ha­ben aber auch ei­ni­ge Aus­stel­ler aus der Re­gi­on Stutt­gart be­zie­hungs­wei­se aus der Schweiz. In den Vor­trä­gen wer­den die The­men be­han­delt, die uns aktuell be­schäf­ti­gen. Hier­bei geht es bei­spiels­wei­se um die The­men­fel­der Elek­tro­mo­bi­li­tät, um in­no­va­ti­ve Fer­ti­gungs­pro­zes­se wie „Ad­di­ti­ve Fer­ti­gung“be­zie­hungs­wei­se um die Her­stel­lung und An­wen­dung von „In­tel­li­gen­ten Werk­zeu­gen“so­wie um mo­der­ne Werk­stof­fe und ih­re An­wen­dungs­po­ten­tia­le. Es han­delt sich um Qu­er­schnitts­tech­no­lo­gi­en, die vor al­lem für die lo­ka­le In­dus­trie re­le­vant sind. In­so­fern hof­fe ich, dass wir durch den ers­ten Tech­no­lo­gie­tag in Tutt­lin­gen mit über­zeu­gen­den Bei­spie­len viel Mo­ti­va­ti­on und Be­geis­te­rung aus­lö­sen kön­nen.

An wen rich­tet sich der Tech­no­lo­gie­tag und wie kön­nen die Be­su­cher mit den Aus­stel­lern ins Ge­spräch kom­men?

Im Grun­de an al­le Men­schen in un­se­rer Re­gi­on. Tech­nik und neue Tech­no­lo­gi­en kön­nen nur dann er­folg­reich in die Pra­xis um­ge­setzt wer­den, wenn sie von den Men­schen, die da­von be­trof­fen sind, ak­zep­tiert wer­den. Da­her rich­tet sich der Tech­no­lo­gie­tag an al­le Be­völ­ke­rungs­schich­ten: an die An­wen­der der Pro­duk­te, al­so die Kun­den, an die Her­stel­ler, al­so die re­gio­na­len Un­ter­neh­mer, und na­tür­lich an al­le Tech­nik­in­ter­es­sier­ten. Wer mit den Aus­stel­lern ins Ge­spräch kom­men will, muss sich über die un­ten ge­nann­te Adres­se an­mel­den. Ei­ne Al­ter­na­ti­ve ist es, sich di­rekt vor Ort in der Stadt­hal­le Tutt­lin­gen am 14. No­vem­ber an­zu­mel­den.

FO­TO: PR

Pro­fes­sor Ha­di Mo­zaf­f­a­ri

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