Bay­ern zahlt Jus­ti­zop­fer Moll­ath 600 000 Eu­ro

Heuberger Bote - - WIR IM SÜDEN -

(lby) - Im Streit um Ent­schä­di­gung für die un­be­rech­tig­te Un­ter­brin­gung in der Psych­ia­trie ha­ben sich das Jus­ti­zop­fer Gustl Moll­ath und der Frei­staat Bay­ern güt­lich ge­ei­nigt. Der Frei­staat „zahlt oh­ne An­er­ken­nung ei­ner Rechts­pflicht“ei­nen wei­te­ren Be­trag in Hö­he von 600 000 Eu­ro, wie das Land­ge­richt Mün­chen I am Di­ens­tag mit­teil­te. Da­mit sei­en al­le An­sprü­che ab­ge­gol­ten und der Rechts­streit be­en­det. Moll­ath war 2006 nach ei­nem Pro­zess we­gen an­geb­li­cher Ge­walt ge­gen sei­ne Ehe­frau in die Psych­ia­trie ein­ge­wie­sen wor­den – zu Un­recht, wie sich Jah­re spä­ter in ei­nem Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­ren her­aus­stell­te. 2747 Ta­ge – mehr als sie­ben Jah­re – hat­te er in der Psych­ia­trie ver­bracht.

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