Lie­ber Hund statt Han­dy beim Gas­si ge­hen

Heuberger Bote - - TIERE -

(dpa) - Zu­neh­mend schen­ken Frau­chen und Herr­chen beim Spa­zier­gang mehr ih­rem Han­dy Auf­merk­sam­keit statt ih­rem Hund. Der Vier­bei­ner merkt aber schnell, dass jetzt ge­ra­de kein An­schluss un­ter die­ser Num­mer auf der Stirn des Hal­ters ste­he. Das be­deu­tet für den Hund in der Re­gel ab­so­lu­te Nar­ren­frei­heit, warnt die Tier­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on „Ak­ti­on Tier“. „Die Tie­re spü­ren die geis­ti­ge Ab­we­sen­heit und su­chen sich ih­re ei­ge­ne Be­schäf­ti­gung“, er­klärt Hun­de­trai­ne­rin Ann Ka­ri Sie­me. So be­mer­ke der Hal­ter kaum, dass der Hund sich löst und fahr­rad­fah­ren­den Kin­dern hin­ter­her jagt oder mit­ten auf dem Geh­weg ei­nen rie­si­gen Hau­fen hin­ter­lässt.

Be­son­ders für un­si­che­re Hun­de kön­ne es pro­ble­ma­tisch wer­den, wenn der Hal­ter Si­gna­le des Hun­des nicht wahr­nimmt. Oh­ne Feed­back sei der Hund sich selbst über­las­sen, kön­ne sich bei Be­geg­nun­gen mit an­de­ren Hun­den zum Lei­nen­pöbler ent­wi­ckeln. Für ei­ne gu­te Bin­dung zum Hund müs­se der Hal­ter er­reich­bar sein. „Ich muss ihm im­mer wie­der be­wei­sen, dass es sich lohnt sich an mir zu ori­en­tie­ren“, rät Sie­me.

FOTO: FOTALIA/FA­BI­AN FA­BER

Passt Herr­chen oder Frau­chen nicht auf, be­deu­tet das Nar­ren­frei­heit für den Hund.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.