In­for­ma­ti­ker ar­bei­tet an Nach­bau des Flug­boots Do X

Heuberger Bote - - PANORAMA -

Von feh­len­den Ori­gi­nal­plä­nen lässt er sich nicht ab­hal­ten: Der In­for­ma­ti­ker Pe­ter Kiel­horn will am Bo­den­see das be­rühm­te Flug­schiff Do X nach­bau­en. Ge­mein­sam mit 34 Stu­den­ten der Dua­len Hoch­schu­le Ba­den-Würt­tem­berg ar­bei­tet der frü­he­re Dor­nierMit­ar­bei­ter seit 2014 an­hand al­ter Zeich­nun­gen und Fo­tos aus der Bau­pha­se an der Re­kon­struk­ti­on der Ma­schi­ne. Spä­ter soll die Do X dann im Maß­stab 1:1 nach­ge­baut wer­den – al­ler­dings als nicht flie­gen­des Aus­stel­lungs­stück. Sie soll bis zum 12. Ju­li 2029 fer­tig­ge­stellt wer­den, dem 100. Jah­res­tag des Erst­flu­ges der Ma­schi­ne. Um die Gel­der da­für ein­zu­trei­ben, will Kiel­horn ei­nen Freun­des­kreis grün­den. Wel­che Sum­me

er be­nö­tigt, will er nicht ver­ra­ten. „Viel Geld“, sagt er nur. Die Do X wur­de von dem Luft­schiff­pio­nier Clau­de Dor­nier ent­wor­fen, des­sen To­des­tag sich am 5. De­zem­ber zum 50. Mal jährt. Das Flug­schiff war das größ­te sei­ner Zeit, mit ei­ner Län­ge von 40 Me­tern, ei­ner Spann­wei­te von 48 Me­tern, 12 Trieb­wer­ken und 3 Decks. We­gen der schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen La­ge En­de der 1920er- Jah­re blieb der gro­ße Er­folg für die Do X al­ler­dings aus. Es wur­den nur drei Flug­schif­fe des Mo­dells ge­baut, nur noch ein­zel­ne Tei­le sind heu­te üb­rig, die Ori­gi­nal­plä­ne sind ver­schol­len. „Wir be­trei­ben luft­fahrt­his­to­ri­sche Archäo­lo­gie“, sagt Kiel­horn. (dpa)

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