Bäue­rin Ur­su­la Tre­de kommt zum Ge­gen­be­such: „Es brennt auf den Dör­fern“

Heuberger Bote - - WIRTSCHAFT -

An­ge­la Mer­kels Ein­la­dung zum Agrar­gip­fel war für Ur­su­la Tre­de so et­was wie ein Ge­gen­be­such. Im Som­mer 2018 war Mer­kel auf den Fa­mi­li­en­hof der Milch­bäue­rin ge­kom­men, die sie in ei­ner TV-Wahl­kampf­sen­dung auf zu nied­ri­ge Prei­se an­ge­spro­chen hat­te. Am Mon­tag war die 55-Jäh­ri­ge nun im Kanz­ler­amt da­bei. „Es ge­hen vie­le Be­trie­be ka­putt, die sa­gen, das tun wir uns nicht mehr an“, sag­te die Bäue­rin aus dem schles­wig-hol­stei­ni­schen Ni­en­bors­tel. Das kön­ne doch nicht ge­wollt sein. „Es brennt auf den Dör­fern. Frü­her wa­ren die Bau­ern die meis­ten im Dorf, heu­te gibt es noch zwei oder drei, al­le an­de­ren sind nicht mit der Land­wirt­schaft ver­bun­den. Das sei auch bei der Po­li­tik zu spü­ren. „Ich den­ke sehr wohl, dass wir für In­sek­ten und das

Kli­ma et­was tun müs­sen“, sag­te die Milch­bäue­rin. „Wir als Land­kön­nen wir­te, die täg­lich mit der Na­tur um­ge­hen, sind doch die Ers­ten, die ein In­ter­es­se dar­an ha­ben, dass es un­se­rer Na­tur gut geht. Aber wir

es nur dann gut ma­chen, wenn die Kos­ten ge­deckt sind. Wir wol­len fai­re Prei­se für un­se­re Pro­duk­te.“(dpa)

FO­TO: AXEL HEIMKEN/DPA

Hof­be­such: An­ge­la Mer­kel 2018 zu Be­such bei Bäue­rin Ur­su­la Tre­de (links) mit Milch­kuh Ma­rei­ke.

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