EIN ALT­BAU-TRAUM

Als In­te­ri­or-Pro­fi hat­te die West­win­gG­rün­de­rin De­lia Fi­scher sehr ge­naue Vor­stel­lun­gen von ih­rem per­fek­ten Zu­hau­se. Im Münch­ner Os­ten konn­te sie nun ih­re Wün­sche rea­li­sie­ren.

Holiday & Lifestyle - - INHALT - TEXT: K. SONN­TAG FO­TOS: WESTWING/A.SAVASCU, J.PI­LAR­SKI

De­li­as Apart­ment in München ist char­mant und ge­müt­lich.

ICH LIE­BE DAS ELE­GAN­TE ALT­BAUF­LAIR DER RÄU­ME.“DE­LIA FI­SCHER

Woh­nungs­su­che ist in München al­les an­de­re als ein Kin­der­spiel. So brauch­te es ein Jahr, bis De­lia Fi­scher ihr Traum­do­mi­zil ge­fun­den hat­te. Und welch ein Zu­fall – den Glücks­griff lan­de­te die Grün­de­rin der bei­den In­ter­net-Shop­ping-Platt­for­men Westwing und West­win­gNow über ei­ne On­li­ne-Anzeige. Ihr neu­es Zu­hau­se liegt im Münch­ner Os­ten – stadt­nah und den­noch ru­hig im Grü­nen. „Die La­ge ist per­fekt für mich. Ich bin nicht weit von mei­ner Fir­ma ent­fernt und rasch in der Ci­ty, wenn ich das möch­te. An­de­rer­seits ge­nie­ße ich das grü­ne Um­feld, die Ru­he und die Nä­he zur Na­tur. Mit mei­ner Hün­din Lo­la bin ich schnell drau­ßen“, be­rich­tet De­lia Fi­scher. Auch der Grund­riss der 200 Qua­drat­me­ter gro­ßen Woh­nung kam der Westwing-Grün­de­rin ent­ge­gen: Die Re­prä­sen­ta­ti­ons­räu­me be­ste­hen aus ei­nem of­fe­nen Wohn- und Ess­be­reich mit an­schlie­ßen­der Bibliothek. Ein pri­va­ter Mas­ter­be­reich um­fasst Schlaf­zim­mer und Bad. Die groß­zü­gi­ge Kü­che be­sitzt ei­ne Essthe­ke für schnel­le Mahl­zei­ten in klei­nem Kreis. Und in den Som­mer­mo­na­ten bil­det die Ter­ras­se ein wun­der­ba­res „Zim­mer im Frei­en“. Kei­ne Fra­ge, dass ne­ben der La­ge und dem Grund­riss auch der be­son­de­re Charme der Jahr­hun­dert­wen­de De­lia Fi­scher auf An­hieb be­geis­ter­te. Mit vie­len zau­ber­haf­ten Ori­gi­nal-Ele­men­ten wie ei­nem be­ein­dru­cken­den of­fe­nen Ka­min, kas­set­tier­ten Wand­pa­nee­len, De­cken-Stuck­leis­ten, Spros­sen­fens­tern und Rund­bo­gen-Durch­gän­gen ent­fal­ten die Rä­um­lich­kei­ten ei­nen ganz ei­ge­nen Zau­ber. De­cken­hö­hen bis zu drei Me­tern ge­ben Raum zum At­men und las­sen ei­ne luf­tig-trans­pa­ren­te Stim­mung ent­ste­hen. Al­les in al­lem die per­fek­te „Lein­wand”, auf der De­lia Fi­scher ihr ganz per­sön­li­ches „Wohn­ge­mäl­de“er­schaf­fen konn­te.

Von Pflicht und Kür Doch vor der (Ein­rich­tungs-)Kür stand die (Re­no­vie­rungs-) Pflicht, die ei­ni­ge Wo­chen in An­spruch nahm. Die Kü­che be­durf­te ei­nes gründ­li­chen Face­lifts. Al­lein die wei­ßen Ein­bau­ten blie­ben er­hal­ten. Der al­te Bo­den wich ei­nem sty­lis­hen ame­ri­ka­ni­schen Flie­sen­bo­den mit Re­tro-Mus­ter. Die Ar­beits­plat­ten wur­den aus­ge­tauscht und die Grif­fe er­neu­ert – so prä­sen­tier­ten sich die ur­sprüng­li­chen Mö­bel mit ei­ner ganz neu­en An­mu­tung. Licht ist für De­lia Fi­scher be­son­ders wich­tig. Nicht nur, weil Westwing ein so zau­ber­haf­tes Sor­ti­ment an Lam­pen und Leuch­ten bie­tet. Um we­nigs­tens ei­ne klei­ne Aus­wahl in ih­rer Woh­nung zu in­stal­lie­ren und die Räu­me zum Strah­len zu brin­gen, muss­ten neue Lei­tun­gen ver­legt wer­den. Und na­tür­lich die Far­ben: Die Wän­de

ließ De­lia Fi­scher in ei­nem mat­ten, grau­en Krei­de­ton strei­chen – als mo­der­nes State­ment in­mit­ten der zahl­rei­chen his­to­ri­schen Re­mi­nis­zen­zen. Ein Glücks­fall: Die raum­ho­hen maß­ge­schrei­ner­ten Re­ga­le be­fan­den sich be­reits in der Woh­nung – so war von An­fang an reich­lich Stau­raum vor­han­den, was der Be­woh­ne­rin mit ih­rem Bü­cher-Fai­b­le sehr ent­ge­gen­kam. Da­zu ge­sell­te sich ei­ne Ré­ca­mie­re – und fer­tig war die Bibliothek, De­lia Fi­schers „hap­py place“. Von dem kom­for­ta­blen Lie­ge­mö­bel fällt der Blick auf den fi­li­gra­nen „But­ter­fly“-Wand­spie­gel, der mit sei­nem ro­man­tisch-ver­spiel­ten De­sign ei­nes ih­rer ab­so­lu­ten Lieb­lings­stü­cke aus dem West­win­gNow-Sor­ti­ment ist.

Mix and Match Was De­lia Fi­schers In­te­ri­eur so span­nend macht, ist ihr in­di­vi­du­el­ler Stil­mix. Mit si­che­rer Hand kom­bi­niert sie Alt und Neu, klas­si­sche Form­ge­bung und mo­der­ne Stil­spra­che, Clea­nes und Eth­no. „Ich se­he in mei­ner Fir­ma je­den Tag so viel Neu­es und Schö­nes, dass ich gar nicht an­ders kann, als mög­lichst vie­le Stü­cke aus­zu­pro­bie­ren. So tref­fen bei mir bei­spiels­wei­se Mid-Cen­tu­ry-Lam­pen auf ei­nen hel­len ma­rok­ka­ni­schen Be­ni Ou­rain Tep­pich.“Das Er­geb­nis ist ein eben­so schi­ckes wie ge­müt­li­ches und per­sön­li­ches Wohn­um­feld. Die gro­ßen Ein­rich­tungs­ele­men­te sind be­wusst neu­tral in Weiß, Grau und Schwarz ge­hal­ten. Sie wer­den mit far­bi­gen Hin­gu­ckern in ele­gan­ten Bee­ren­tö­nen und fri­schem Tür­kis kom­bi­niert.

In­di­vi­dua­lis­mus Fragt man De­lia Fi­scher nach dem Un­ter­schied zwi­schen ei­ner Woh­nung und ei­nem Zu­hau­se, kommt die Ant­wort prompt: „Die Per­sön­lich­keit, die beim Ein­rich­ten mit ein­fließt. Je mehr man sich mit den Mö­beln und Ac­ces­soires, mit den Far­ben und Tex­ti­li­en be­schäf­tigt, des­to mehr spie­gelt die Woh­nung den ei­ge­nen Cha­rak­ter wi­der. Das zahlt sich aus: Denn wer sein Zu­hau­se liebt, den liebt es zu­rück – und dann fühlt man sich be­son­ders wohl!“Wer könn­te das wohl bes­ser wissen als In­te­ri­or-Pro­fi De­lia Fi­scher.

FACE­LIFT Mit neu­em Bo­den und hel­ler Ar­beits­plat­te be­kam die Kü­che ein zeit­ge­mä­ßes Ge­sicht.

IN­DI­VI­DUA­LI­TÄT State­ment-Stü­cke wie der fi­li­gra­ne „But­ter­fly“-Spie­gel aus dem West­win­gNo­wSor­ti­ment ge­ben dem In­te­ri­or ei­ne per­sön­li­che No­te.

MASSEINBAUTEN Maß­ge­fer­tig­te Re­gal- und Schrank­ein­bau­ten nut­zen Räu­me per­fekt, bie­ten ma­xi­ma­len Stau­raum und schaf­fen ei­nen op­tisch ru­hi­gen Hin­ter­grund. De­lia Fi­scher fand die Ein­bau­re­ga­le be­reits vor.

PU­RE ELE­GANZ In dem zu­rück­hal­ten­den Farb­sche­ma bil­det der Pouf von Mis­so­ni in Bee­ren­tö­nen ei­nen tol­len Eye­cat­cher.

DE­LIA FI­SCHER 2011 grün­de­te sie Westwing; 2015 folg­te West­win­gNow mit kon­stan­tem Sor­ti­ment.

TRAUMREICH Das Bett mit dem gla­mou­rö­sen Kopf­teil so­wie die Bank stam­men von West­win­gNow.

LICHTDUSCHE Clea­nes Weiß und sanf­te Cre­me­tö­ne be­stim­men das lich­te Am­bi­en­te im Bad.

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