ÜBER­RA­SCHUNG!

Holiday & Lifestyle - - INHALT - TEXT: AMELIA ADAMO, LUITGARD AUSBURG FO­TOS: LI­NA EIDENBERG ADAMO/HEI­DI HOL­DING

Kunst und Far­ben do­mi­nie­ren Ame­li­as schwe­di­sches Fe­ri­en­haus.

Das neue Fe­ri­en­haus von Amelia Adamo sprüht vor Ein­falls­reich­tum.Auf der In­sel Dalarö hat sich die er­folg­rei­che Jour­na­lis­tin ein lich­tes Zu­hau­se ge­schaf­fen.

Den ein­zig wah­ren Wohn­stil, der sich wie ein ro­ter Fa­den durchs Haus zieht, sucht man bei Amelia Adamo ver­ge­bens. Statt­des­sen ent­puppt sich die Ein­rich­tung als Füll­horn krea­ti­ver, char­man­ter und ex­tra­va­gan­ter Ide­en. Kost­pro­be ge­fäl­lig? Auf den So­f­a­be­zü­gen tum­meln sich bun­te Vö­gel, aus der Leuch­te über dem Ess­tisch sprie­ßen Blät­ter und Blu­men und auf der Ter­ras­se be­her­ber­gen Über­töp­fe mit Lö­wen­ge­sicht die Topf­pflan­zen. Nicht zu ver­ges­sen die bei­den leicht schrul­li­gen Da­men, die den Weg zum Haus säu­men. „Ich weiß nicht, ob ich über­haupt ei­nen Stil ha­be“, über­legt Amelia auf Nach­fra­ge. „Wahr­schein­lich will ich meis­tens ein­fach, dass am En­de al­les ein we­nig schräg und an­ders aus­sieht, dass die Din­ge in Be­we­gung sind und le­ben.“Das ist na­tür­lich et­was un­ter­trie­ben, denn ein ge­wis­ses Stil­emp­fin­den kann man der 70-jäh­ri­gen Jour­na­lis­tin, die in Schwe­den meh­re­re Zeit­schrif­ten – dar­un­ter ei­ne un­ter ih­rem Na­men – her­aus­gibt und als schwe­di­sche „Ma­ga­zin­kö­ni­gin“gilt, nicht ab­spre­chen. „Mei­ne Ein­rich­tung soll sich in­di­vi­du­ell an­füh­len, wie ich selbst auch. Al­le mei­ne Ein­fäl­le und Spon­ta­nei­tät er­ge­ben schluss­end­lich auch ei­ne Art Stil“, fin­det sie.

Der Weg zum Traum­haus war stei­nig und be­gann mit ei­ner Schei­dung – „von ei­nem Le­ben, ei­nem Mann und ei­nem ge­lieb­ten Haus“, wie Amelia er­zählt. „Ich hat­te zwar noch mei­ne klei­ne Woh­nung in Stock­holm, aber hier auf der In­sel Dalarö fühl­te ich mich schon im­mer hei­misch und woll­te ei­nen Neu­an­fang wa­gen.

Vier Jah­re dau­er­te die Su­che nach ei­nem neu­en Bau­grund­stück auf Dalarö. Als end­lich ei­nes zum Ver­kauf stand, schlug Amelia nach drei­tä­gi­ger Be­denk­zeit zu – und hat es bis heu­te nicht be­reut. Denn mit dem neu­en Haus kam das neue Glück. Clas Val­lin, ein be­freun­de­ter Ar­chi­tekt, ent­warf ein mo­der­nes Ge­bäu­de mit ge­ra­den Li­ni­en, das ei­nen be­wuss­ten Kon­trast zu den vie­len de­tail­ver­lieb­ten Häu­sern auf der In­sel setzt. „Ich mag, dass es so hell und luf­tig und so groß­zü­gig ist“, sagt Amelia. „Es macht mich al­lein schon glück­lich, durch die Haus­tür nach drin­nen zu ge­hen!“Im Haus wird vor al­lem die Vor­lie­be der Jour­na­lis­tin für Kunst deut­lich: Fast kein Zim­mer, in dem kein Kunst­ge­gen­stand zu fin­den ist – egal, ob Schwarz­weiß­fo­to­gra­fi­en, al­te Film­pla­ka­te, wit­zi­ge Skulp­tu­ren oder ex­tra­va­gan­te Lam­pen.

Mit dem neu­en Haus trat auch ei­ne neue Lie­be in Ame­li­as Le­ben. Lu­cio Ben­venu­to, sei­ne drei und ih­re zwei Kin­der aus ers­ter Ehe so­wie die En­kel­kin­der kom­men in re­gel­mä­ßi­gem Ab­stand zu Be­such und brin­gen das Haus zum Sum­men. „Zeit für die Fa­mi­lie und gu­te Freun­de ist uns bei­den sehr wich­tig“, so Amelia und Lu­cio. „Zum Glück ist un­ser Fe­ri­en­idyll groß­zü­gig ge­plant.“Der ganz per­sön­li­che Lu­xus der Schwe­din ist ei­ne ei­ge­ne Sau­na. Weil das Haus nicht di­rekt am Meer liegt, muss­te auch ein Kalt­was­ser­pool zum Ab­küh­len nach dem Sau­na­gang sein. „Da sprin­ge ich je­den Mor­gen hin­ein und tue so, als hät­te ich ein Strand­grund­stück“, lacht Amelia. Ur­sprüng­lich war das Haus als Haupt­wohn­sitz ge­dacht, doch als es be­zugs­fer­tig war, ent­schied sich die Jour­na­lis­tin an­ders. „Ich hat­te so ei­ne ro­man­ti- sche Vor­stel­lung von ei­nem ru­hi­gen Land­le­ben für Lu­cio und mich. Aber ich füh­le mich noch zu jung, um den Tru­bel der Stadt ganz hin­ter mir zu las­sen. Aber die Wo­che­n­en­den auf Dalarö ge­nie­ße ich be­son­ders!“

ZEI­T­REI­SE Stars im Bad: Nost­al­gi­sche Por­zel­land­ös­chen und ein Schmink­spie­gel in Kup­fer­op­tik.

RAUMWUNDER Sind die En­kel­kin­der zu Be­such, wird ganz ein­fach das Bett aus der Wand ge­klappt.

VITAMINKICK AM MOR­GEN Zum klei­nen Früh­stück im Bett wird fri­sche Grape­fruit auf dem Ta­blett ser­viert.

FAST FRI­VOL Schwarz­weiß-Fo­tos dür­fen in die­sem Haus ger­ne ei­ne sub­ti­le Ero­tik aus­strah­len.

GE­ZWIT­SCHER Al­le Vö­gel sind schon da – zu­min­dest auf den bei­den So­fas im Wohn­zim­mer. Und die Hän­ge­leuch­te er­in­nert an ei­ne Blu­men­wie­se.

GRÜN WIE GRAS Kla­re Li­ni­en und schlich­te For­men cha­rak­te­ri­sie­ren den mo­der­nen Bau. Hin­gu­cker ist der Glas­vor­bau mit grü­nen Ele­men­ten.

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