LAU­ES LÜFT­CHEN

Die In­te­ri­or De­si­gne­rin Na­ta­lee Bo­wen hat sich die Hamp­tons nach Aus­tra­li­en ge­holt: Mit viel Weiß, Blau und ma­ri­ti­mer De­ko wirkt ihr Zu­hau­se in Perth ent­spannt und le­ger.

Holiday & Lifestyle - - INHALT - TEXT: AN­NA FLANDERS, LUITGARD AUSBURG FO­TOS: ANGELITA BONETTI

In­te­ri­or De­si­gne­rin Na­ta­lee hat die Hamp­tons nach Aus­tra­li­en ge­bracht.

Fünf Jah­re stand die­ses Haus schon zum Ver­kauf. Nie­mand sah das Po­ten­zi­al, kei­ner wag­te sich an ei­nen Um­bau. Bis Na­ta­lee Bo­wen kam. Die In­te­ri­or De­si­gne­rin und Toch­ter ei­nes Ar­chi­tek­ten kam zur Be­sich­ti­gung, wäg­te den Auf­wand der Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten ab und schlug kurz­ent­schlos­sen zu. „Noch be­vor ich das Haus ver­las­sen hat­te, hat­te ich schon ei­nen Plan im Kopf, wo spä­ter die Mö­bel ste­hen soll­ten“, er­in­nert sie sich la­chend. Nach Jah­ren in Bang­kok und Ja­kar­ta war es an der Zeit, Wur­zeln zu schla­gen – da kam das Haus nörd­lich von Perth ge­ra­de recht. Das neue Zu­hau­se soll­te ein un­kom­pli­zier­tes, ge­müt­li­ches und sty­lis­hes Nest für die gan­ze Fa­mi­lie wer­den, die – ab­ge­se­hen von Ehe­mann Mark und den Töch­tern Da­ko­tah (11) und In­dia­nah (7) – mitt­ler­wei­le auch noch Hun­de, Kat­zen, Ka­nin­chen und ei­ne Maus um­fasst. Na­ta­lee ist In­ha­be­rin der De­si­gn­fir­ma In­dah Is­land und hat wäh­rend ih­rer Zeit in Asi­en vie­le Ein­drü­cke und In­spi­ra­tio­nen ge­sam­melt. Und doch war es ein Ur­laub, der ih­re See­le und ihr Herz be­rühr­te und den Grund­stein für ih­re Lei­den­schaft fürs In­nen­ein­rich­ten leg­te. „2009 wa­ren wir das ers­te Mal in den Hamp­tons. Das Licht, die Luft, die Far­ben und der Le­bens­stil fas­zi­nier­ten mich auf An­hieb. Ich wuss­te so­fort: Das ist mei­ne Welt!“Na­ta­lee war über­zeugt, dass der le­gen­dä­re Hamp­tons-Style si­cher auch an­ders­wo auf der Welt sei­ne ma­gi­sche Wir­kung ent­fal­ten wür­de.

Frisch, leicht und läs­sig

– so lau­te­te Na­ta­lees Ma­xi­me für das Haus in Perth. „Ich wuss­te, ich muss­te den Grund­riss ent­spre­chend än­dern, da­mit sich von der Rück­sei­te bis zur Vor­der­sei­te des Hau­ses neue Aus­bli­cke aufs Was­ser und den Ha­fen er­ga­ben. Mit ei­ner neu­en, har­mo­nisch ab­ge­stimm­ten Farb­pa­let­te und zu­sätz­li­chen ar­chi­tek­to­ni­schen Ele­men­ten konn­te der Hamp­tons-Look dann Ein­zug hal­ten.“

Obers­te Prio­ri­tät

hat­te das Wohn­zim­mer. Dank sei­ner sechs Me­ter ho­hen De­cken bot es ge­nü­gend Spiel­raum für ei­nen Um­bau und den Ein­zug ei­nes Zwi­schen­ge­schos­ses, in dem sich heu­te die Ar­beits­zim­mer von Na­ta­lee und Mark be­fin­den, die bei­de von zu Hau­se aus ar­bei­ten. Zwei Wän­de wur­den ent­fernt, um ei­nen of­fe­nen Wohn-, Koch- und Ess­be­reich ein­rich­ten zu kön­nen. Neu an­ge­brach­te Bal­ken ga­ran­tie­ren Sta­bi­li­tät. Das of­fe­ne Wohn­ge­fühl im Erd­ge­schoss wird durch das fri­sche, strah­len­de Weiß an den Wän­den und die wei­ßen Fens­ter­rah­men mit eben­falls wei­ßen La­mel­len­rol­los ver­stärkt. Über ei­nen Flur geht es zur Rück­sei­te des Hau­ses. Neue Falt­tü­ren füh­ren hier vom Wohn­zim­mer hin­aus auf die holz­ge­deck­te Ter­ras­se, die zum Was­ser und dem klei­nen Ha­fen hin aus­ge­rich­tet ist. Blick­fang im Erd­ge­schoss ist die ein­drucks­vol­le Wen­del­trep­pe, die ins Ober­ge­schoss mit El­tern­schlaf­zim­mer, ei­nem wei­te­ren Wohn­zim­mer und ei­nem Fit­ness- raum führt. „Schwar­ze Tritt­stu­fen und ein schwar­zes Ge­län­der set­zen zu den wei­ßen Trep­pen­ab­sät­zen und Stre­ben ei­nen tol­len Kon­trast und brin­gen ei­nen Hauch von Dra­ma­tik ins Spiel“, fin­det Na­ta­lee, die sämt­li­che Wän­de weiß strei­chen ließ, um ei­nen neu­tra­len Hin­ter­grund zu schaf­fen. Brei­te Ei­chen­die­len sind durch­gän­gig auf den Bö­den ver­legt, un­kom­pli­zier­te Sis­al­tep­pi­che de­fi­nie­ren ein­zel­ne Be­rei­che. Frei ste­hen­de Kon­so­len, An­rich­ten und je­de Men­ge Re­ga­le bie­ten aus­rei­chend Platz und Aus­stel­lungs­flä­che für Na­ta­lees De­ko­ra­tio­nen und Ac­ces­soires.

Stau­raum ist wich­tig,

„denn ich bin ei­ne lei­den­schaft­li­che Samm­le­rin“, lacht Na­ta­lee. Un­ter ih­ren Schät­zen sind tra­di­tio­nel­le Glas- und Por­zel­lan­ge­fä­ße mit De­ckel, Koral­len, mit Mu­scheln ge­füll­te Glä­ser, Strand­gut und vie­le Bild­bän­de. „Al­les ist im Fluss – manch­mal zum Leid­we­sen mei­nes Man­nes“, sagt die In­te­ri­or De­si­gne­rin au­gen­zwin­kernd.

Na­ta­lees In­tui­ti­on

hat­te sich als rich­tig er­wie­sen: Heu­te strahlt das lan­ge ver­schmäh­te Haus wie ein glit­zern­des Schmuck­stück in der Son­ne. An­ge­füllt mit Per­sön­lich­keit und mit stil­si­che­rer Hand ein­ge­rich­tet, ist aus dem Haus ein ge­müt­li­ches Nest für vier ge­wor­den. Die Son­ne flu­tet die Räu­me, in je­dem Win­kel und je­der Ecke ist die Lie­be zum Meer zu spü­ren und bei ge­öff­ne­ten Tü­ren und Fens­tern weht ein lau­es Som­mer­lüft­chen durchs Haus. Fragt man Na­ta­lee und Mark, was ihr Zu­hau­se für sie be­deu­tet, sind sich bei­de so­fort ei­nig: Das Pa­ra­dies auf Er­den! Für die bei­den ist ein Wunsch­traum Wirk­lich­keit ge­wor­den. „Wir sind in der glück­li­chen La­ge, von zu Hau­se aus ar­bei­ten zu kön­nen und ge­nie­ßen un­ser Zu­hau­se in vol­len Zü­gen – von mor­gens bis abends“, freut sich Na­ta­lee. Wenn es die Zeit er­laubt, las­sen die Bo­wens das Fa­mi­li­en­ka­jak vom Sta­pel und pad­deln rü­ber zum nächs­ten Re­stau­rant. „Manch­mal be­glei­ten uns so­gar Del­fi­ne auf dem Weg. Das ist für Da­ko­tah und In­dia­nah je­des Mal ein be­son­de­res High­light!“Wor­an man er­kennt, dass die Bo­wens end­gül­tig in Perth Wur­zeln ge­schla­gen ha­ben? Sie ver­mis­sen ihr Zu­hau­se, wenn sie im Ur­laub sind. „Spä­tes­tens auf der Rück­rei­se steigt die Vor­freu­de auf da­heim. Und wenn wir nach dem An­kom­men die Falt­tü­ren öff­nen und aufs Meer schau­en, sind wir rund­um glück­lich und zu­frie­den!“

BEACH-LOOK Na­ta­lee ge­nießt die un­kom­pli­zier­te At­mo­sphä­re und den läs­si­gen Charme Perths.

TRAUMKÜCHE Die Bar­ho­cker in der of­fe­nen Wohn­kü­che hat Na­ta­lee selbst ent­wor­fen und mit ei­nem Ralph Lau­ren-Stoff be­zo­gen.

MÄDELSABEND Da­ko­tah und In­dia­nah fin­den im Wohn­zim­mer im Ober­ge­schoss im­mer ein lau­schi­ges Plätz­chen zum Le­sen und Ent­span­nen.

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