Far­ben IM KÜNSTLERHAUS

Holiday & Lifestyle - - JOURNAL | FARBEN -

LA­GE: Das Stadt­haus mit klas­si­scher Zie­gel­fas­sa­de liegt im Süd­wes­ten Lon­dons. BE­SON­DER­HEIT: In­te­ri­or De­si­gne­rin Bea­ta He­u­mann ent­warf ein span­nen­des Farb­kon­zept. Je­der Raum ist völ­lig un­ter­schied­lich ge­stal­tet. BE­WOH­NER: Hier lebt ein Künst­ler­paar mit sei­nen Kin­dern.

„ holz­ver­tä­fe­lun­gen be­kom­men durch far­ben esprit.“BEA­TA HE­U­MANN

Für vie­le Lon­do­ner ist es ein be­son­de­res Ver­gnü­gen, durch die Stra­ßen in Wohn­ge­bie­ten zu schlen­dern, ei­nen Blick in die ge­pfleg­ten Vor­gär­ten zu wer­fen und viel­leicht ei­nen klei­nen Ein­druck von dem zu er­ha­schen, wel­cher Wohn­stil sich hin­ter den Fens­tern ver­birgt. Die­ses Haus im Süd­wes­ten der Stadt bleibt neu­gie­ri­gen Bli­cken lei­der ver­schlos­sen. Um­so grö­ßer die Span­nung, wenn man es zum ers­ten Mal be­tritt. Ei­nes steht fest: Hin­ter der gel­ben Zie­gel­fas­sa­de ver­birgt sich ein Zu­hau­se, das al­les an­de­re als ge­wöhn­lich ist. „Ich wür­de sa­gen, es ist ein Fest für al­le Sin­ne“, sagt Bea­ta He­u­mann, die als In­te­ri­or De­si­gne­rin mit der In­nen­ein­rich­tung und farb­li­chen Gestal­tung be­auf­tragt wur­de. „Kom­pro­miss­lo­ses De­sign, ein Hauch Thea­tra­lik und sprü­hen­de Ener­gie, das sind die Merk­ma­le, die die­ses Zu­hau­se aus­zeich­nen.“Na­tür­lich wohnen in die­ser bun­ten Mi­schung auch au­ßer­ge­wöhn­li­che Men­schen – in die­sem Fall ein Künst­ler­ehe­paar mit Kin­dern und ei­nem aus­ge­fal­le­nen Ge­schmack und ei­ner Vor­lie­be für star­ke Far­ben. Die Haus­be­sit­ze­rin träum­te schon seit ih­rer Kind­heit von ei­nem Zu­hau­se, in dem je­des Zim­mer in ei­nem an­de­ren Stil ge­stal­tet wer­den soll­te – mal ja­pa­nisch, mal chi­ne­sisch, mal ame­ri­ka­nisch. „Das war selbst mir ein we­nig zu viel“, lacht Bea­ta He­u­mann, „aber ich woll­te in die­sem Haus Platz schaf­fen für wech­seln­de Stim­mun­gen und Va­ria­tio­nen.“

Nor­mal­wei­se muss sie ih­re Kun­den zu et­was mehr Far­be er­mun­tern, hier war das Ge­gen­teil der Fall. „Es ist ei­ne Sa­che, et­was zu se­hen und es toll zu fin­den, dar­in zu le­ben, ist aber et­was an­de­res“, be­tont der In­te­ri­or­pro­fi. „Ich woll­te, dass das Zu­hau­se Le­bens­freu­de und Le­ben­dig­keit aus­strahlt, aber trotz­dem ge­müt­lich und nicht über­la­den wirkt.“

Die Bi­b­lio­thek mit sal­bei­grü­ner Holz­ver­tä­fe­lung, Öl­ge­mäl­de und hüb­schen Mu­schellam­pen aus Por­zel­lan wird manch­mal auch zum Abend­es­sen ge­nutzt. LESERAUM

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