COTTAGE-GAR­TEN

Ca­rol und Hugh Lind­say woll­ten im Al­ter ein paar Num­mern klei­ner gärt­nern. Sie ver­zich­te­ten da­her auf Flä­che, aber nicht auf Pflan­zen­pracht.

Homes & Gardens (Germany) - - INHALT - TEXT: STE­FA­NIE SYREN, AMBRA EDWARDS FO­TOS: LYNN KEDDIE

Präch­ti­ge Blu­men schmü­cken Hughs und Ca­rols grü­ne Oa­se.

Mit­ten­drin und doch für sich sind Ca­rol und Hugh Lind­say in ih­rem Cottage-gar­ten im Städt­chen Be­a­m­ins­ter. Die al­ten Mau­ern schüt­zen nicht nur vor Bli­cken, son­dern auch vor Wind und bie­ten den Pflan­zen bes­te Wachs­tums­be­din­gun­gen. Der satt­grü­ne Ra­sen wird von Buchs­he­cken ge­rahmt, die of­fen­sicht­lich we­der vom Buchs­baum­züns­ler noch vom ge­fürch­te­ten Buchs­baum­pilz be­fal­len sind. Man fühlt, dass hier die Gar­ten­welt noch in Ord­nung ist. Trotz­dem war es für Ca­rol und Hugh ei­ne Um­stel­lung, als sie vor sechs Jah­ren nach Be­a­m­ins­ter zo­gen.

Grü­ne Dau­men ha­ben bei­de und mit der Be­reit­schaft, je­de freie Mi­nu­te dem Gar­ten zu wid­men, hat­ten sie ihr ehe­ma­li­ges An­we­sen im Tal des Ri­ver Bri­de in ein grü­nes Ju­wel ver­wan­delt. Dass sie 2012 be­schlos­sen, das Land­le­ben auf­zu­ge­ben, hat­te ganz prak­ti­sche Grün­de. Im Al­ter woll­ten sie ih­re Ein­käu­fe und Arzt­be­su­che zu Fuß er­le­di­gen und nicht mehr auf das Au­to an­ge­wie­sen sein. Ihr Wunsch­do­mi­zil: Ein Haus in zen­tra­ler La­ge mit Cottage-gar­ten. Häu­ser gab es vie­le, doch den pas­sen­den Gar­ten für zwei lei­den­schaft­li­che Hob­by­gärt­ner zu fin­den, war schwie­rig. Als Ca­rol die Hoff­nung schon fast auf­ge­ge­ben hat­te, ent­deck­te sie „Sha­drack Hou­se“. Die ge­schütz­te La­ge des Gar­tens – von au­ßen

ist nur ein Blick auf ei­ne Ma­gno­lie zu er­ha­schen – weck­te bei Ca­rol Er­in­ne­run­gen an ei­ne be­hü­te­te Zeit: „Die­ser Ort hat ei­ne be­son­de­re Ma­gie und ver­mit­telt mir ein woh­li­ges Ge­fühl, wie ich es aus mei­ner Kind­heit ken­ne.“Die Pflan­zen für die­sen Gar­ten­t­raum hat die Gestal­te­rin Les­ley Co­oper sorg­fäl­tig kom­po­niert. Dass die ei­ne oder an­de­re Blü­ten­far­be da­bei nach Ca­rols Ge­schmack zu schrill ge­ra­ten war, sah sie ge­las­sen. Schließ­lich stimm­te die At­mo­sphä­re und mitt­ler­wei­le prä­gen mehr und mehr har­mo­ni­sche Ro­saund Blau­tö­ne die Bee­te.

HEILIGER RA­SEN Haus und Gar­ten lie­gen in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zur Kir­che St. Ma­ry. Vom grü­nen Tep­pich aus hat man den Glo­cken­turm stets im Blick.

EIN­LA­DEND UND ÜBERBORDEND Glo­cken­blu­men und Storch­schna­bel schei­nen die Bee­te zu über­wu­chern. Die­se wild­ro­man­ti­sche Üp­pig­keit ge­hört zum Cottage-gar­ten eben­so wie duf­ten­de Ro­sen.

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