EIN KÜCHENGARTEN

Ge­mü­se kön­nen Sie selbst auf kleins­tem Raum ern­ten. Für den ei­ge­nen An­bau sind Sor­ten ge­fragt, die gu­ten Ge­schmack und Schön­heit ver­ei­nen.

Homes & Gardens (Germany) - - INHALT - TEXT: STE­FA­NIE SYREN FO­TOS: PFLANZENFREUDE.DE

Auf Bal­kon und Ter­ras­se ge­dei­hen vie­le tol­le Ge­mü­se­sor­ten.

Zu­ge­ge­ben, zum Selbst­ver­sor­ger wer­den Sie mit dem Ge­mü­se nicht, das in Kü­beln oder Käs­ten wächst. Zum Na­schen, für ei­nen fri­schen Sa­lat oder das ei­ne oder an­de­re le­cke­re Ge­richt reicht es aber al­le­mal. Zu­dem sieht das Ge­mü­se je nach Sor­te sehr de­ko­ra­tiv aus, da­her gibt es selbst auf ei­nem klei­nen Bal­kon in der Stadt kei­nen Grund, auf den Ge­nuss Mar­ke Ei­gen­bau zu ver­zich­ten. Wer im Früh­ling ge­sät und ge­pflanzt hat, kann sich da­her der­zeit dop­pelt freu­en. Vor­aus­ge­setzt, die Töp­fe stan­den an ei­nem son­ni­gen und ge­schütz­ten Platz.

Ern­ter­eif sind To­ma­ten, wenn sie rot sind? Das stimmt meis­tens – al­ler­dings bil­den man­che Sor­ten auch gel­be, pur­pur­far­be­ne und grü­ne Früch­te. To­ma­ten soll­ten da­her ge­zupft wer­den, wenn sie sich ganz leicht von der grü­nen Ri­s­pe lö­sen las­sen. Von Ih­rer Lieb­lings­sor­te kön­nen Sie gleich ein paar Sa­men für die nächs­te Sai­son auf­be­wah­ren: Ein­fach ei­ni­ge Ker­ne auf et­was Kü­chen­krepp ge­ben, trock­nen las­sen und im nächs­ten März wie­der aus­sä­en. We­ni­ger wich­tig ist der Ern­te­zeit­punkt bei Gur­ken: Sie kön­nen auch als klei­ne „Ba­by­gur­ken“ge­pflückt wer­den und pro­du­zie­ren dann um­so flei­ßi­ger Nach­schub. Die Sa­men der Gur­ken sind erst bei über­rei­fen Früch­ten keim­fä­hig, wenn die Scha­le gelb ist. So lan­ge soll­ten Sie mit der

Ern­te nicht war­ten, son­dern bei Be­darf lie­ber neue Sa­men kau­fen.

Be­son­ders bunt ist die Ern­te bei Chi­lis und Pa­pri­ka. Die­ses Ge­mü­se kann in ver­schie­de­nen Sta­di­en ge­ern­tet wer­den: Wer grü­ne Pa­pri­ka be­vor­zugt, ern­tet un­rei­fe Früch­te, denn grü­ne Sor­ten gibt es nicht. Al­ler­dings schme­cken die rei­fen, meist ro­ten Sor­ten sü­ßer. Auch bei Chi­lis sind die grü­nen Früch­te un­reif, aber ver­wend­bar. Die Ker­ne der Chi­lis kön­nen Sie ent­fer­nen und dann als Saat­gut auf­be­wah­ren. Bei schar­fen Sor­ten ist dies oh­ne­hin rat­sam. Chi­lis schme­cken näm­lich oh­ne Sa­men deut­lich mil­der.

FRISCH GE­PFLÜCKT Pa­pri­ka, Chi­lis, To­ma­ten und Gur­ken aus ei­ge­ner Ern­te.

2 2 WÜCHSIG Gur­ken sind Klet­ter­künst­ler und brau­chen Rank­hil­fen wie Stä­be oder Schnü­re für den Weg nach oben.

3 FEU­RIGDie grü­nen Chi­lis die­ser Pflan­ze sind an­ders als die ro­ten nicht reif, kön­nen aber ge­ges­sen wer­den.

1 1 ARO­MA­TISCH Am bes­ten schme­cken Pa­pri­ka mit fri­schen Kräu­tern wie Pe­ter­si­lie und Ba­si­li­kum, die auch im Topf wach­sen.

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