Zar­te Pa­s­tell­tö­ne

ele­gant in Sze­ne ge­setzt

Homes & Gardens (Germany) - - JOURNAL -

Die De­si­gne­rin An­na von Man­goldt sorgt mit ih­ren Far­ben für fri­schen An­strich bei Mö­beln und Wän­den. Jetzt be­wies sie ihr Kön­nen bei der Gestal­tung ei­ner Alt­bau­woh­nung.

Woh­nen, das ist schon lan­ge nicht mehr nur das ru­di­men­tä­re und not­wen­di­ge Zu­sam­men­spiel von ein paar Wän­den und ei­nem Dach über dem Kopf. Da­mit wir in ei­nem Zu­hau­se an­kom­men, muss die At­mo­sphä­re und das Le­bens­ge­fühl stim­men. Far­be ge­hört da­bei zu der Wahl der Mit­tel, wenn es dar­um geht, die­ses Ge­fühl sicht­bar und er­leb­bar zu ma­chen. Dass es da­bei um viel mehr geht, als Räu­me ein­fach bunt zu ge­stal­ten, be­wies die Farb­de­si­gne­rin An­na von Man­goldt jüngst mit ih­rer Ar­beit für ei­ne Ber­li­ner Alt­bau­woh­nung.

Nor­ma­ler­wei­se ent­wi­ckelt An­na von Man­gold, die seit acht Jah­ren Far­ben kre­iert und ver­treibt, Farb­kon­zep­te im­mer in en­gem Kon­takt mit den Be­woh­nern der Räu­me, die sie ge­stal­ten soll. Bei ih­rer Tä­tig­keit für die Alt­bau­woh­nung in der Riehl­stra­ße in Ber­lin war das an­ders. Hier lebt noch nie­mand und so muss­te die Krea­tiv­schaf­fen­de mit ih­rer Ar­beit qua­si ins Blaue hin­ein star­ten und sich die Be­woh­ner vor­stel­len, die hier ei­nes Ta­ges ein­zie­hen könn­ten. Ein Ber­li­ner Pro­jekt­ent­wick­ler hat­te bei An­na von Man­goldt an­ge­fragt, die­se zum Ver­kauf ste­hen­de Mus­ter­woh­nung mit­zu­ge­stal­ten. Die Un­ter­neh­me­rin war so­mit fe­der­füh­rend, be­zie­hungs­wei­se pin­sel­füh­rend, was das Farbkonzept der Räu­me an­be­langt.

An­na von Man­goldt hat­te jun­ge Fa­mi­li­en mit ei­nem Sinn für Far­be und mo­der­ne Mö­beln im Fo­kus, als sie mit dem Kon­zept be­gann. So ist der ein­la­den­de Ein­gang im Bl­au­ton „In­dian Oce­an“ge­stri­chen und setzt gleich ein far­ben­fro­hes State­ment. „Ich ha­be be­wusst ei­nen kräf­ti­ge­ren Ton ge­wählt, da die­ser Raum we­nig na­tür­li­ches Licht hat und die

star­ke Far­be wun­der­bar in die hel­le­ren Nach­bar­räu­me, die Kü­che und das Wohn­zim­mer, über­lei­tet“, er­klärt die Ex­per­tin ihr Vor­ge­hen. Der Kü­che ver­lieh sie mit dem zar­ten Aqua­ton „Scam­po­lo“viel Fri­sche. Die Far­be bringt das nö­ti­ge Licht und ei­ne Pri­se Fröh­lich­keit in den Raum.

Aber nicht nur an der Wand spie­len Far­ben bei An­na von Man­goldt ei­ne wich­ti­ge Rol­le, da­mit das Wohn­ge­fühl am En­de stim­mig ist. „Far­bi­ge Ac­ces­soires sind bei mei­nen Wohn­kon­zep­ten im­mer ent­schei­dend“, er­klärt die De­si­gne­rin. „Koral­len­far­be­ne Lam­pen, bun­te Blu­men und fröh­li­che Kom­bi­na­tio­nen an Kis­sen ge­ben den Räu­men ei­ne Leich­tig­keit, die vor al­lem durch Kom­ple­men­tär­kon­tras­te ge­schaf­fen wird.“Ein Blick in das Wohn­zim­mer mit all den ge­mus­ter­ten Kis­sen und Quilts ver­deut­licht die­se The­se. In die­sem Raum hat An­na von Man­goldt als Wand­far­be den pas­tel­li­gen Pfir­sich­ton „Apri­cot“ge­wählt. „Das ist ein war­mer Ton, der zu den Blau- und Aqua­far­ben der Kü­che und des Ein­gangs ei­nen har­mo­ni­schen Aus­gleich schafft.“Das ist vor al­lem auch dann wich­tig, wenn die Tü­ren von ne­ben­ein­an­der lie­gen­den Wohn­räu­men nicht im­mer ge­schlos­sen sein sol­len. Ge­ra­de in Alt­bau­woh­nun­gen wir­ken weit ge­öff­ne­te Flü­gel­tü­ren oft wie ei­ne will­kom­me­ne Ein­la­dung und sor­gen da­für, dass sich al­le wohl­füh­len. Auch der ru­hi­ge Pa­s­tell­ton „Apri­cot“wird zum Wohl­fühl­fak­tor. Er ist zu­dem viel­fäl­tig kom­bi­nier­bar und bril­liert zum Bei­spiel mit Grau, Weiß und Nuan­cen von Grün.

Auch die Bo­den­be­lä­ge soll­ten bei der Her­aus­ar­bei­tung ei­nes stim­mi­gen Farb­kon­zepts für ei­ne kom­plet­te Woh­nung be­rück­sich­tigt wer­den. „Ich ach­te bei al­len Far­ben, die ich wäh­le, im­mer dar­auf,

FAR­BEN-FAN Die Un­ter­neh­me­rin mischt und ver­treibt seit 2010 Far­ben. Über 150 sind es nun schon.

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