Mut zum Auf­bruch

Wo­hin? Wie lan­ge? Und vor al­lem wie?

Ich Bin - - Inhalt - FRAN­ZIS­KA DAUME

Aus­stieg, Neu­an­fang, un­be­kann­te Län­der er­kun­den und den ei­ge­nen Träu­men nach­ja­gen. Ei­ne Aus­zeit vom nor­ma­len All­tag und der Be­ginn ei­nes neu­en Aben­teu­ers. Was am An­fang als ei­ne blo­ße Idee in die Ge­dan­ken ge­wan­dert ist, hat sich im­mer mehr und mehr kon­kre­ti­siert. Nun ist die­ses Vor­ha­ben nicht mehr weg­zu­den­ken. Es weckt ei­ne in­ne­re Be­geis­te­rung und Vor­freu­de auf das, was kom­men wird. Aber im­mer wie­der schlei­chen sich Be­den­ken und Zwei­fel in die bun­ten und schil­lern­den Tag­träu­me aus der Fer­ne. Die einst so po­si­ti­ve Ein­ge­bung wird nun von Un­si­cher­hei­ten be­schat­tet. Soll ich das wirk­lich tun? Bin ich in der La­ge, auf ei­ne län­ge­re Rei­se ins Aus­land zu ge­hen? Was pas­siert, wenn …?

Re­den hilft!

Ein gu­ter Weg, sich sei­ner ei­ge­nen Ab­sich­ten be­wuss­ter zu wer­den und zu re­flek­tie­ren, wel­che ei­gent­li­chen Grün­de hin­ter den ei­ge­nen Zwei­feln und Un­si­cher­hei­ten ste­hen, ist ein Ge­spräch mit Fa­mi­lie und Freun­den. Je­man­den zu fin­den, dem von den an­ste­hen­den Plä­nen be­rich­tet wer­den kann, ist kein schwie­ri­ges Un­ter­fan­gen. Sei es die bes­te Freun­din, die ge­sprä­chi­ge Mut­ter oder die al­ters­be­tag­te und er­fah­re­ne Groß­mut­ter. Aber es ist nicht völ­lig un­er­heb­lich, mit wem man die­se Idee be­spricht. Um Ent­täu­schun­gen zu ver­mei­den, ist es hilf­reich, sich kurz vor Au­gen zu hal­ten, was für ei­ne Re­ak­ti­on vom Ge­gen­über er­hofft wird. Soll die ei­ge­ne Vor­freu­de ge­teilt wer­den? Er­hofft man sich ein biss­chen

Die Fer­ne ruft laut­stark und ent­facht ei­ne Lust auf ei­ne län­ge­re Aus­lands­rei­se. Und doch steht der Ver­su­chung, sich da­von mit­rei­ßen zu las­sen, et­was ent­ge­gen. Es sind ei­ge­ne Zwei­fel und Un­si­cher­hei­ten. Aber kei­ne Angst, Hil­fe naht!

Er­mu­ti­gung und Ver­ständ­nis, was die Gr­ü­be­lei­en be­trifft? Je nach­dem, wel­cher Grund hin­ter dem Be­dürf­nis liegt, sei die Wahl des Ge­sprächs­part­ners gut über­legt.

Ge­sprächs­part­ner fin­den

Auch die ge­sam­mel­ten Er­kennt­nis­se an­de­rer Rei­sen­der hel­fen da­bei, den ei­ge­nen Wunsch zu be­stär­ken und ge­ben Kraft sei­ne Plä­ne zu ver­wirk­li­chen. Sie neh­men ein we­nig die ei­ge­ne Angst vor dem kom­men­den Un­er­war­te­ten. Fün­dig wird man auf al­le Fäl­le bei der Su­che nach Rei­se­er­fah­run­gen, vor al­lem und am schnells­ten im In­ter­net. Im Netz gibt es un­zäh­li­ge Fo­ren und Grup­pen, in de­nen sich In­ter­es­sier­te in glei­chen Si­tua­tio­nen über ent­spre­chen­de Fra­gen aus­tau­schen. Ein ers­ter An­lauf­punkt könn­te so zum Bei­spiel das so­zia­le Netz­werk Face­book dar­stel­len, das mit ei­ner Viel­zahl von un­ter­schied­li­chen Grup­pen

ei­ne gu­te Grund­la­ge bil­det, um Gleich­ge­sinn­te zu fin­den. So kön­nen Sie nicht nur Bei­trä­ge in Grup­pen ver­fol­gen, son­dern auch gleich mit be­trof­fe­nen Per­so­nen kom­mu­ni­zie­ren. Wenn Face­book für Sie kei­ne Op­ti­on ist, bie­tet sich als wei­te­re Mög­lich­keit das Le­sen von Rei­se­b­logs an. Un­zäh­li­ge Men­schen füh­ren On­li­ne­ta­ge­buch über Er­leb­nis­se und Aben­teu­er auf ih­rer Rei­se. Da­durch kön­nen Sie sich zum ei­nen In­spi­ra­ti­on für Pla­nun­gen ho­len und ge­lan­gen zum an­dern an hilf­rei­che Tipps und Tricks, auf die Sie ach­ten soll­ten.

Sei­en Sie mu­tig!

Der ei­ge­ne Mut ist un­wei­ger­lich auch mit der ei­ge­nen Angst ver­knüpft. Wie Ying und Yang be­din­gen sich die­se bei­den Ge­gen­sät­ze und ma­chen uns Men­schen da­mit voll­kom­men. Um die Kraft aus dem Selbst zu schöp­fen, auf­zu­bre­chen und den in­ne­ren Träu­men zu fol­gen, muss ge­klärt wer­den, was Sie da­von ab­hält. Oft sind es kei­ne re­el­len Be­fürch­tun­gen, son­dern Über­trei­bun­gen, die sich da­hin­ter ver­ber­gen oder ein­fach die Angst vor dem Un­be­kann­ten, dem Un­wäg­ba­ren. Es ist wich­tig, das für sich selbst her­aus­zu­fin­den und ei­nen ge­sun­den Um­gang da­mit zu pfle­gen. Hilf­reich da­bei ist der po­si­ti­ve Blick auf die ei­ge­ne Mo­ti­va­ti­on: Was treibt Sie an? Ist es die kind­li­che Fas­zi­na­ti­on, zu rei­sen und frem­de Or­te zu ent­de­cken? Un­be­kann­te Kul­tu­ren er­le­ben und dar­in ein­tau­chen? Die Welt und mich selbst neu ent­de­cken? Mir per­sön­lich ha­ben in die­sen Mo­men­ten klei­ne Er­in­ne­run­gen in Form von Ta­lis­ma­nen ge­hol­fen, die mich im­mer an mein ei­ge­nes Vor­ha­ben er­in­nern sol­len. Ein herz­för­mi­ger Hand­schmeich­ler, der in je­de Ho­sen­ta­sche passt oder ein kel­ti­scher An­hän­ger, der mich an lang er­sehn­te Träu­me er­in­nert, und mir half, den ei­ge­nen Mut nicht zu ver­lie­ren. Üb­ri­gens: Um zu Be­ginn nicht ver­zwei­felt und „ein­fach so im Nichts“im Aus­land zu ste­hen, ist ein gro­bes Ge­rüst für die ers­ten Ta­ge un­er­läss­lich. Ma­len Sie sich aus, wie Ih­re ers­te Zeit aus­se­hen soll. Wo soll der Start­punkt sein und was ist es, das die­sen Ort für Sie per­sön­lich in­ter­es­sant macht. Der Rest geht dann viel leich­ter, ver­spro­chen! •

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.