Jo­an­ne K. Row­ling

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Jo­an­ne war tat­säch­lich so ein Mäd­chen, wie Sie es sich für ei­ne an­ge­hen­de Schrift­stel­le­rin vi­el­leicht vor­stel­len: Sie war ein zu­rück­hal­ten­des und schüch­ter­nes Kind. Bü­cher wa­ren ihr Ein und Al­les. Be­le­sen wie sie da­durch war, ge­hör­te sie in der Schu­le zu den Mäd­chen, die im­mer al­les bes­ser wuss­ten. Sie müs­sen jetzt an Her­mi­ne Gran­ger den­ken? Ge­nau, der Cha­rak­ter die­ser Haupt­fi­gur aus Har­ry Pot­ter gleicht nicht zu­fäl­lig dem der klei­nen Jo­an­ne. Die Ge­schich­te der Zau­ber­schu­le Hog­warts ent­warf Jo­an­ne in ih­ren Ge­dan­ken schon be­vor sie mit dem Schrei­ben über­haupt an­ge­fan­gen hat­te. Den Im­puls da­zu er­hielt sie wäh­rend ei­ner Zug­fahrt im Jahr 1990. Die al­lein­er­zie­hen­den Mut­ter, die auf So­zi­al­hil­fe an­ge­wie­sen ist, schreibt dar­auf­hin ei­nes der vi­el­leicht er­folg­reichs­ten Bü­cher der Zeitgeschichte. Ihr be­son­de­res Ge­heim­nis liegt da­bei in der Tie­fe, in die sie den Le­ser ein­tau­chen lässt. Sie er­zählt, als wä­re sie selbst da­bei ge­we­sen und hät­te zu­dem noch das ge­sam­te Wis­sen der Welt der Zau­be­rei ver­in­ner­licht. Meh­re­re Ver­la­ge lehn­ten das Buch an­fangs ab, und wä­re da nicht ihr stahl­har­ter Wil­len und die be­son­de­re Stand­fes­tig­keit ge­we­sen – vi­el­leicht hät­te die Welt nie­mals von Har­ry Pot­ter er­fah­ren. Doch 1996 er­schien der ers­te Band „Har­ry Pot­ter und der St­ein der Wei­sen“. Ihr Le­ben hat Jo­an­ne K. Row­ling schon jetzt so ge­lebt, dass sie ihr ei­ge­nes Zi­tat da­mit wahr­macht: „Ich möch­te als je­mand er­in­nert wer­den, der das Bes­te ge­macht hat aus den Ta­len­ten, die er hat­te.“

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