Mein Ba­de­tag

Rich­tig ent­span­nen im hei­ßen Was­ser

Ich Bin - - Contents - RE­BEC­CA MANTELL

Er­in­nern Sie sich an ei­nen Mo­ment, in dem Sie sich von der Welt da drau­ßen ab­kap­seln und Ru­he fin­den konn­ten? Ei­nen Mo­ment, in dem Sie nur für sich wa­ren? Ho­len Sie die­ses Ge­fühl zu­rück, in­dem Sie sich ei­ne Wan­ne mit hei­ßem Ba­de­was­ser ein­las­sen, Ker­zen an­zün­den und für Be­su­cher nicht ver­füg­bar sind. Denn ein hei­ßes Bad wird nicht oh­ne Grund als das ul­ti­ma­ti­ve Werk­zeug der Ent­span­nung ge­prie­sen: In der Me­di­zin wer­den Bä­der ver­ord­net, Schwan­ge­ren wird ein war­mes Voll­bad ge­gen Rü­cken­schmer­zen emp­foh­len und klei­ne Kin­der sol­len nach dem Pl­an­schen im war­men Nass bes­ser schla­fen kön­nen. Zu­dem ist die hei­ße Ba­de­wan­ne ein Rück­zugs­ort von der Welt, ei­ne Mög­lich­keit, den Kopf frei zu be­kom­men und ei­ne Qu­el­le, um neue Ener­gie zu tan­ken. Ein hei­ßes Bad ver­än­dert Pro­zes­se im Kör­per. Die Mus­ku­la­tur wird er­wärmt, die Blut­ge­fä­ße wei­ten sich und die An­span­nung fließt förm­lich ab. Das Schwe­be­ge­fühl im Was­ser trägt zum Wohl­be­fin­den bei, so­dass der Geist zur Ru­he kom­men kann.

Ent­spannt zu­rück­leh­nen

Nach ei­nem lan­gen Ar­beits­tag kom­men Sie nach Hau­se und füh­len sich aus­ge­laugt. Sie wür­den am liebs­ten so­fort ins Bett ge­hen, wo Sie aber auch nicht ab­schal­ten kön­nen. Zu viel geht Ih­nen im Kopf her­um. Oder Sie spü­ren, wie sich lang­sam ei­ne Er­käl­tung an­bahnt – ge­ra­de in der dunk­len Jah­res­zeit lau­ern Vi­ren über­all. Ein ent­span­nen­des Bad ist jetzt ein Se­gen! Wäh­rend stim­mungs­vol­le Mu­sik und Be­leuch­tung Sie um­gibt, schwe­ben Sie sanft im Was­ser. Vi­el­leicht ha­ben Sie so­gar ein biss­chen Ba­de­schaum hin­zu­ge­fügt, den Sie sich von der Hand pus­ten. Ver­su­chen Sie mal, mit dem Schaum ei­ne Burg zu bau­en oder Ih­ren Kör­per ganz da­mit zu be­de­cken. Sie kön­nen sich auch ein­fach nur zu­rück­leh­nen, das schwe­re­lo­se Ge­fühl und die Wär­me ge­nie­ßen. Spü-

ren Sie die Stil­le, die Sie um­gibt? Schal­ten Sie ein­fach für ei­ne Wei­le ab. Gön­nen Sie sich die­se klei­ne Aus­zeit.

Läs­ti­ge Stö­run­gen ver­mei­den

Wer so rich­tig schön ent­spannt im war­men Was­ser schwebt und sanf­ten Klän­gen lauscht, kann in dem Mo­ment ei­ne Sa­che ganz und gar nicht ge­brau­chen: den Nach­barn, der an der Tür klin­gelt, die Freun­din, die über Whatsapp die nächs­te Par­ty pla­nen muss oder das Klein­kind, das spie­len will. Die­sen Un­ter­bre­chun­gen kön­nen Sie be­reits vor­ab wun­der­voll be­geg­nen, in­dem Sie Ih­re Ba­de­sit­zung so weit es geht vor­be­rei­ten. Fin­den Sie für Ih­re Kin­der ei­ne ge­eig­ne­te Be­treu­ungs­per­son – vi­el­leicht ha­ben Ih­re El­tern oder Schwie­ger­el­tern Zeit und Lust, ein Stünd­chen auf den En­kel auf­zu­pas­sen? Ihr Han­dy neh­men Sie am bes­ten gar nicht erst mit ins Ba­de­zim­mer. Wenn es sein muss, zum Bei­spiel um Mu­sik zu hö­ren, stel­len Sie die Ruf­tö­ne und auch die Be­nach­rich­ti­gun­gen von Whatsapp aus. Das hilft un­ge­mein beim Ent­schleu­ni­gen und Wohl­füh­len. Den klin­geln­den Nach­barn igno­rie­ren Sie ge­konnt oder stel­len die Klin­gel vor­her eben­falls aus. Die­se St­un­de Ba­de­zeit ge­hört nur Ih­nen al­lein

Die rich­ti­ge At­mo­sphä­re

Das pas­sen­de Am­bi­en­te ist ein nicht ganz un­we­sent­li­cher Aspekt ei­nes gut­tu­en­den Ba­des. Es ist wie so oft im All­tag: Wenn die Stim­mung stimmt, er­holt sich der Kör­per fast von al­lein. Be­rei­ten Sie sich al­so auf Ihr Bad so vor, als hät­ten Sie ein Date mit sich selbst. Sor­gen Sie für ei­ne an­ge­neh­me Tem­pe­ra­tur im Ba­de­zim­mer. Für das pas­sen­de Licht eig­nen sich vie­le Ker­zen, da sie ei­ne sanf­te und war­me Stim­mung er­zeu­gen. Wenn Sie ger­ne Mu­sik hö­ren, kön­nen Sie jetzt Ih­re Lieb­lings­mu­sik star­ten oder Sie wäh­len ru­hi­ge Klän­ge wie bei ei­ner Me­di­ta­ti­on – man­cher Ba­der ent­spannt be­son­ders gut, wäh­rend er Na­tur­ge­räu­sche wie Mee­res­rau­schen ab­spielt. Ver­ges­sen Sie auch nicht, sich et­was zum Trin­ken ne­ben die Ba­de­wan­ne zu stel­len. Auf­grund der ho­hen Tem­pe­ra­tur des Ba­de­was­sers kommt schnell der Durst. Um ein an­re­gen­des Ba­de­er­leb­nis zu ge­nie­ßen,

gön­nen Sie sich doch ein Glas von Ih­rem Lieb­lings­wein. Da­zu noch ein schö­nes Buch und die ge­müt­li­che Ent­span­nungs­zo­ne ist per­fekt her­ge­rich­tet. Was­ser und Schaum: Zwei, die zu­sam­men­ge­hö­ren? Für ein rich­ti­ges Wohl­ge­fühl gön­nen sich vie­le ein or­dent­li­ches Schaum­bad. Viel Schaum, der die Was­ser­ober­flä­che be­deckt und sich sanft auf die Haut legt, wirkt lu­xu­ri­ös. Auch als Kind hat man die lus­ti­gen Schaum­bä­der ge­liebt. Da­mals ging es zwar eher dar­um, aus dem Schaum Fi­gu­ren zu mo­del­lie­ren. Doch auch heu­te ge­hört Schaum zum Ba­den da­zu. Al­ler­dings kön­nen Schaum­bä­der auch pfle­gen­de Zu­satz­stof­fe ent­hal­ten. Da sie grund­sätz­lich auf Sei­fen­ba­sis her­ge­stellt sind, ent­zie­hen sie der Haut die kör­per­ei­ge­nen Fet­te, in­dem sie die Li­pi­dschicht an­grei­fen. Da­her soll­ten Sie dar­auf ach­ten, Schaum­bä­der in Ma­ßen zu ge­nie­ßen und statt­des­sen zu Ba­de­zu­sät­zen mit Öl zu grei­fen.

Ein pfle­gen­des Bad für die Haut

Längst vor­bei sind die Zei­ten, in de­nen sich hart­nä­ckig das Ge­rücht hielt, Ba­den sei schlecht für die Haut. Wenn Sie es rich­tig ma­chen, ist Ba­den so­gar wohl­tu­end für Ih­ren Kör­per. Durch die gleich­mä­ßi­ge Ein­wir­kung des war­men Was­sers kön­nen sich die Po­ren sanft öff­nen, den Schmutz raus­las­sen und pfle­gen­de Stof­fe be­son­ders gut auf­neh­men. Bei der rich­ti­gen Tem­pe­ra­tur trock­net Ih­re Haut nicht mehr aus als wäh­rend ei­ner Du­sche – ganz im Ge­gen­teil, pfle­gen Sie sie so­gar bes­ser mit den pas­sen­den Wirk­stof­fen wie bei­spiels­wei­se Ölen.

Die rich­ti­ge Pfle­ge nach dem Bad

Nach ei­nem aus­gie­bi­gen Bad wird die Ent­span­nung fort­ge­setzt. Am schöns­ten ist es, sich in ei­nen ku­sche­li­gen Ba­de­man­tel zu hül­len und un­ter ei­ner wei­chen De­cke im Bett zu ver­schwin­den. Um die Haut im An­schluss noch ge­büh­rend zu pfle­gen, soll­te das Ein­cre­men eben­falls zum Bade­ri­tu­al da­zu­ge­hö­ren. Die ent­wi­che­ne Feuch­tig­keit muss der Haut wie­der zu­ge­führt wer­den. Am bes­ten eig­nen sich rück­fet­ten­de Pfle­ge­pro­duk­te, die den Säu­re­schutz­man­tel wie­der sta­bi­li­sie­ren. •

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