Lahm kri­ti­siert Bun­des­trai­ner

Löw soll „kol­le­gia­len Füh­rungs­stil“än­dern

Illertisser Zeitung - - Fußball-wm 2018 - (dpa)

Aus­ge­rech­net Löws eins­ti­ger Mus­ter­schü­ler Phil­ipp Lahm hat sich als nächs­ter Eh­ren­spiel­füh­rer nach Jür­gen Klins­mann und Lothar Mat­thä­us un­ge­wöhn­lich deut­lich zu Wort ge­mel­det. Kurz vor sei­nem Auf­tritt als Po­kal-Pre­sen­ter am Sonn­tag beim Fi­na­le im Mos­kau­er Lu­sch­ni­ki-Sta­di­on, al­so dort, wo Löw gern Fuß­ball-Ge­schich­te ge­schrie­ben hät­te, ana­ly­sier­te Lahm bei lin­ke­din.com den deut­schen WM-K.-o. un­ter der Über­schrift: „Wenn aus­blei­ben­de Ve­rän­de­run­gen Er­folg ver­hin­dern.“

Löw taucht da­bei na­ment­lich erst im letz­ten Ab­satz auf, doch das Ur­teil ist klar: „Ich bin über­zeugt da­von, dass Jo­gi Löw sei­nen kol­le­gia­len Füh­rungs­stil der letz­ten Jah­re än­dern muss, wenn er mit der neu­en Ge­ne­ra­ti­on von Na­tio­nal­spie­lern wie­der Er­folg ha­ben möch­te. Das ist kein Zei­chen der Schwä­che, son­dern der Wei­ter­ent­wick­lung“, schrieb Lahm. Sei­ne Ana­ly­se im Ge­wand ei­nes Bei­trags für ein Füh­rungs­kräf­te­se­mi­nar kommt in der Form über­ra­schend. Ge­ra­de er hat­te im­mer ei­ne gro­ße Nä­he zu Löw und war in Ent­schei­dungs­pro­zes­se als Ka­pi­tän bis zu sei­nem Rück­tritt nach der Krö­nung mit dem WM-Sieg 2014 in Bra­si­li­en eng ein­ge­bun­den.

Als Bot­schaf­ter der Be­wer­bung des DFB für die Eu­ro­pa­meis­ter­schaft 2024 ist der ehe­ma­li­ge Ka­pi­tän der Na­tio­nal­elf eng mit der Ver­bands­spit­ze um Prä­si­dent Rein­hard Gr­in­del und Na­tio­nal­mann­schafts­di­rek­tor Oli­ver Bier­hoff ver­ban­delt, vie­le se­hen ihn für bei­de Pos­ten ei­nes Ta­ges als aus­sichts­rei­chen Kan­di­da­ten.

Phil­ipp Lahm

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