12 St­un­den nichts als Lie­be

... und zwei Chi­ne­sen, die au­dio­vi­su­ell ganz neue We­ge ge­hen

In München - - INHALT - St­an­ley Be­a­m­ish

Seit über sechs Jah­ren ist Deep Con­tact ei­ne von Mün­chens her­aus­ra­gen­den Ver­an­stal­tun­gen für Drum&Bass. Da­bei steht DC kon­zep­tio­nell eher nicht für den knall­har­ten Knüp­pel­sound, son­dern bie­tet ger­ne auch mal Platz für fu­tu­ris­ti­sche Klän­ge und me­lo­di­sche, ex­pe­ri­men­tel­le DJ Sets. Die Lis­te der Boo­kings spricht für sich selbst und wäh­rend der Be­triebs­zeit las­sen die Jungs nichts un­ver­sucht um je­den Mo­nat min­des­tens ei­ne in­ter­na­tio­na­le Grö­ße für die Par­ty­crowd ins Glo­cken­bach­vier­tel zu lo­cken. Bis­he­ri­ge High­lights wa­ren Gäs­te wie Frac­tu­re, Bad Com­pa­ny, Dan­ny Scril­la, Pro­lix, MC Cop­pa u.v.a. dies­mal ge­hen an den Start: TEA5Y, Soundb woy2step, Fat­t­o­ny, 5Fin­ger­fuck und Ego­pol­lutah. (27.10. Glo­cken­bach­werk­statt)

Ei­ne rei­ne mu­si­ka­li­sche Zweck­ge­mein­schaft sind Tu­be & Ber­ger si­cher­lich nicht. Arndt und Mar­ko ken­nen sich seit dem Sand­kas­ten und ha­ben schon im­mer viel Zeit ge­mein­sam ver­bracht. Und schon im Schul­bus be­schlos­sen die bei­den der­einst „in Zu­kunft ’ne Men­ge Un­sinn zu­sam­men zu ma­chen.” Die­ser Un­sinn fin­det zu­erst mit 16 Jah­ren in ei­ner ge­mein­sa­men Punk­band statt. Spä­ter kon­zen­trie­ren sich die Mu­si­ker als Duo schließ­lich auf elek­tro­ni­sche Mu­sik. Und schon ih­re ers­te Ver­öf­fent­li­chung im Jahr 2003 „Ge­ra­de­aus“fin­det über­all Be­ach­tung und lan­det auf den Sam­plern der deut­schen Elek­tro­nik-Sze­ne. Gut zehn Jah­re spä­ter sind Tu­be & Ber­ger noch im­mer da und er­folg­rei­cher denn je: Mehr als 20 Mil­lio­nen Mal wur­de „Im­print Of Lo­ve“, ei­ner der be­kann­tes­ten Songs des Du­os bei Youtu­be ge­klickt. Je­des Wo­che­n­en­de rei­sen sie mitt­ler­wei­le durch die Welt und le­gen ih­re Mu­sik auf. Egal ob in New York, Lon­don oder Rio de Janeiro: in al­len Clubs sind sie gern ge­se­he­ne Gäs­te und wo sie ein­mal ge­spielt ha­ben, wer­den sie auch im­mer wie­der ein­ge­la­den. Ak­tu­ell ar­bei­ten sie an ei­nem Nach­fol­ge­al­bum zu „In­tro­lu­ti­on“, das sie mit­samt ei­ni­ger pro­mi­nen­ter Gast­bei­trä­ge 2012 ver­öf­fent­licht ha­ben. Ana­lo­ger soll es wer­den, wie man hört ... Wir sind ge­spannt. (27.10. Ro­te Son­ne)

Das größ­te Münch­ner Club­hop­ping geht nach den rie­si­gen Er­fol­gen der letz­ten Jah­re nun be­reits in die neun­te

Run­de. An­lass zu die­sem Me­ga-Spek­ta­kel ist mal wie­der Hal­lo­ween. Hier darf aus­nahms­wei­se bis min­des­tens 2 Uhr ge­tanzt und ge­fei­ert wer­den, be­vor dann das hei­ligs­te Al­ler­hei­li­gen al­len Froh­sinn zu­nich­te macht. Un­ter dem Ti­tel Die frü­hes­te Hal­lo­ween Nacht der Münch­ner Clubs gibt es in 13 Top-Lo­ca­ti­ons gleich­zei­tig ein bun­tes Sound-Spek­trum zu be­tan­zen, von HipHop über Tech­no und Charts bis Elec­tro, Cross­over und Ever­greens, bleibt kein Au­ge tro­cken und kein Füß­chen un­ge­rührt. Und da­mit es zü­gig von ei­ner Par­ty zur nächs­ten geht, ste­hen ins­ge­samt zehn Shut­tle­bus­se be­reit, die zwi­schen den teil­neh­men­den Dis­ko­the­ken hin- und her­pen­deln. Ab­fahrt im 20-Mi­nu­ten-Takt und oh­ne lan­ge War­te­zei­ten. Ein Club, ein Dan­ce, ein Drink ... und wei­ter geht es. Oder doch lie­ber noch blei­ben, weil gera­de geile Mu­sik läuft? Das bleibt frei­lich je­dem selbst über­las­sen ... Die Bus­se je­den­falls ste­hen je­der­zeit be­reit ... (31.10. ab 20 Uhr in Ro­te Son­ne, 089Bar, Film­ca­si­no, Pacha, Ru­by, Milch&Bar, Sweet, Call Me Drel­la, La Nuit, Neu­raum u.a.)

Was will man mehr: Die Lo­ve Har­der Re­cor­ds-Cr­ew kehrt mit ei­ner wei­te­ren Edi­ti­on von 12 Hours Of Lo­ve zu­rück. Das Münch­ner La­bel steht da­bei vor al­lem für ei­nes und zwar für gren­zen­lo­se Viel­sei­tig­keit in­ner­halb der elek­tro­ni­schen Club­mu­sik. Und so ver­wun­dert es ei­nen nicht wei­ter, wenn sich zwi­schen strin­gent Funk’n’Soul ori­en­tier­ten Releases und strai­gh­ten Hou­se-Tu­nes auch mal trei­ben­der Tech Hou­se oder Aus­flü­ge in de­epe Ge­fil­de fin­den las­sen. Mit da­bei sind dies­mal die Münch­ner Ei­gen­ge­wäch­se Achil­les & One, des­sen neu­es­ter Re­lease „So­me­thing“über meh­re­re Wo­chen in al­len wich­ti­gen Afro Hou­se-Charts ver­tre­ten war, ge­nau­so wie die Kol­le­gen Fa­bi­que, der vor al­lem durch sei­ne en­er­gie­ge­la­de­nen Live-Sets so­wie club­bi­gen Pro­duk­tio­nen wie „Kaal“oder „Look“über­zeugt und Alex Mal­li­os, des­sen jüngs­te Ko­ope­ra­ti­on mit dem Ham­bur­ger-Duo Hard Dri­ve Li­bra­ry vor al­lem Fans von loo­pi­gen Nu Dis­co-Sounds noch im­mer im Ge­dächt­nis sein soll­te. Ve­ry Spe­cial Gu­est ist dann der Ham­bur­ger Dirr­ty­Dis­hes, der stets mit sei­nem strai­gh­ten und en­er­gie­ge­la­de­nem Sound präch­tig ab­lie­fert. (2.11. Pa­lais)

Hap­py Bir­th­day Mil­la!!! Sechs Jah­re… wie die Zeit ver­geht ... Grund zu fei­ern, wes­we­gen sich die Boo­king-Ab­tei­lung et­was ganz be­son­de­res ein­fal­len hat las­sen und das Se­pa­lot Quar­tet für ein Ge­burts­tags­ständ­chen en­ga­gie­ren konn­te. Se­pa­lot? Da klin­gelt’s doch vor al­lem bei der HipHop-Com­mu­ni­ty, oder? Genau, ist der Sound­bast­ler vom Blu­men­topf, der hier zu­rück­kehrt und ein paar fres­he Songs mit­bringt. Die Lie­be zur elek­tro­ni­schen Mu­sik bleibt be­ste­hen und auch der un­ge­schlif­fe­ne Druck des HipHop fin­det sich wie­der und doch steht al­les auf An­fang bei die­sem Pro­jekt. Ei­nen al­ten Be­kann­ten und ei­ni­ge neue Ge­sich­ter hat Se­pa­lot hier um sich ver­sam­melt, aber eins ha­ben al­le vier ge­mein­sam: Sie sind pas­sio­nier­te Mu­si­ker, die ihr Hand­werk aufs Bes­te ver­ste­hen ... Eklek­ti­sche Beats, pul­sie­ren­der Bass und Se­pa­lots Be­geis­te­rung für at­mo­sphä­ri­sches Sound­de­sign wer­den er­gänzt um das Ele­ment des Jazz. Ein ein­zig­ar­ti­ger Sound der sei­nes Glei­chen sucht und mit in­ter­na­tio­na­lem For­mat nach Hö­he­rem strebt. Da­nach wird un­ter der Ägi­de der Re­gu­lar-Re­si­dents von Funk Re­la­ted, Bumm Clack, Ghet­toBlas­terClas­sikz, Can you dig it, Mo­na­co’s Fi­nest läs­sig wei­ter­ge­tanzt. (2.11. eben­da)

Mes­me­ri­zing vi­su­als, clat­te­ring per­cus­sion, skit­te­ring rhyth­ms, found sounds and field re­cor­dings ... “Egal wel­che Ver­su­che man auch un­ter­nimmt, den Sound von Howie Lee zu be­schrei­ben ist mü­ßig, denn wenn die­ser durch den Club schallt, ist er eh’ nur schwer in Wor­te zu fas­sen ... Aber so viel ist schon mal klar: Tra­di­tio­nel­le chi­ne­si­sche Klän­ge mi­schen sich hier mit kon­tem­po­rä­rem Tech­no. Denn, Howie Lee ist ein Vi­sio­när und Vor­rei­ter der elek­tro­ni­schen Un­der­ground-Mu­sik aus Chi­na. Als DJ be­gann er die Pe­kin­ger Clubs zu er­obern, be­vor er 2011 das La­bel Do-Hits mit­be­grün­de­te. Seit­dem brach­te er welt­weit ge­fei­er­te EPs raus, spiel­te den ers­ten Boi­ler-Room in Chi­na und ar­bei­te­te mit in­ter­na­tio­na­len Grö­ßen wie Char­lie XCX zu­sam­men. In­spi­riert von der Ar­beit sei­ner Kol­le­gin und Ehe­frau, Vee­e­ky, un­ter­malt das Duo sein Schaf­fen am 3.11. im Har­ry Klein be­reits ab 21:30 Uhr mit über­wäl­ti­gen­den Vi­su­als, die mit gro­ßen Au­ge dann be­wun­dert …

Über­wäl­ti­gend: HOWIE LEE

Ma­chen ger­ne Un­sinn: TU­BE & BER­GER

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