Jörg St­ein­leit­ner

In München - - LITERATUR - Franz Furt­ner

Blu­ti­ge Beich­te – Der LKA-Prä­si­dent er­mit­telt

(Pi­per)

„Jetzt gibt’s scho wie­der an neu­en St­ein­leit­ner. Dies­mal schreibt der Ju­ris­ten-Schrei­ber­ling-Tau­send­sas­sa wie­der ei­nen Kri­mi über sei­nen Karl Zim­mer­schied, den Chef vom LKA. Den mag man als Fi­gur mit sei­ner gria­big-gran­ti­gen Art vo An­fang o echt gern. Aber erst amal zur Hand­lung: A Ad­junkt vom Mi­nis­ter­prä­si­den­ten wird auf of­fe­ner (Schil­ler-)Straß aufg­schlitzt und is hi. Dann pas­si­ern no a paar so grau­si­ge Sa­chen und übe­r­all fin­den‘s die­sel­be Tä­ter-DNS. Zeit­gleich schreibt an Zim­mer­schied a Frau o, die sogt, sie sei As­sis­ten­tin vom Prä­si­den­ten vo de USA und der möcht nach Münchn kum­ma und was Sche­ens er­le­ben. Prak­tisch Trump auf der oiden Ut­ting oder so. Pri­vat is beim Herrn LKA-Prä­si a viel los, weil sei Frau si im Ur­laub auf Ba­li ver­liebt hat und da mim Gs­pu­si jetzt a ober­bay­ri­sches Oben-Oh­ne-Ca­fé auf­gmacht hat ... Kurz: An sau­ber­nen Kraut­ver­hau hat er beinand, der Herr Po­li­zei­prä­si­dent. Wie des ois auf­glöst wird, ver­rat i na­tür­lich ned. Nur so vui: Des macht er wirk­le toll, der oide St­ein­leit­ner. Es is eh scho er­fri­schend, dass der Plot trotz star­kem Re­gio-Be­zug auch a bissl nach wei­ter Welt riecht. Des bist in dem Gen­re ge­nau so we­nig gwohnt, wia die kla­re und doch ele­gant-süf­fi­san­te Sprach‘ in der des gan­ze Durch­einand‘ er­zählt wead. No da­zua: Re­cher­chiert hat der Au­tor zsamm mim ech­ten LKA-Prä­si Ro­bert Heim­ber­ger und des merkst beim Le­sen. Da wird ne­ben dem Witz und der Span­nung, scho a ge­nau hig­schaut, wie ois funk­tio­niert und lafft. Des macht des Buch zu am Uni­kat am Bü­cher­tisch. Und in ei­ner Zeit, in der gfühlt meh­ra Mün­chen­kri­mis raus kum­ma, ois bei uns über­haupt Radl klaut wern, mu­asst des erst­mal schaf­fen. Re­spekt!“

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