Au­ßer­ir­disch mu­si­ka­lisch

Ein bun­tes Pro­gramm zün­det zum Ad­vent

In München - - CONCERTS -

Wie im­mer ver­kürzt Op­ti­mal Re­cor­ds die War­te­zeit aufs Christ­kind mit ein paar schö­nen Kon­zer­ten, die je­weils an den Ad­vents­sams­ta­gen um 19 Uhr im La­den statt­fin­den. Am 8. De­zem­ber kom­men Mu­rena Mu­rena vor­bei, man weiß nie, wel­che Sounds Da­ni­el Mu­rena und sei­ne je­wei­li­gen Mit­mu­si­ker auf der Büh­ne her­auf be­schwö­ren. Si­cher ist je­doch, dass es im­mer ein biss­chen nach Blues und New York klingt. Am 15.12. gibt sich Re­na­te Heil­mei­er aka DJ Zu­fall gibt die Eh­re, sie geht die Ta­ge noch mal in ih­rer Plat­ten­samm­lung durch, um ein schö­nes Set zu bie­ten. Oh­ne Em­ma nen­nen sich Ma­ria Haf­ner, The­re­sa Loibl und Ma­xi Pon­gratz, sie be­schlie­ßen dann am 22.12. den vor­weih­nacht­li­chen Rei­gen.

Trotz vie­ler Fans im Dark-Wa­veund Got­hic-La­ger pas­sen The Le­gen­da­ry Pink Dots aber ei­gent­lich nicht so ganz in die schwar­ze Sze­ne. Zwar ist ihr Sound dun­kel, die Ly­rics sind meist apo­ka­lyp­tisch und mys­tisch. Die aus­la­den­den Ar­ran­ge­ments und die viel­sei­ti­ge In­stru­men­tie­rung in Songs wie „Wait­ing For The Cloud“las­sen eher den Ver­gleich mit den Psy­che­de­lic Bands der 70er Jah­re wie Hawk­wind oder Van der Graaf Ge­ne­ra­tor zu. Seit bald 40 Jah­ren ist die anglo-nie­der­län­di­sche Band schon un­ter­wegs, nun wur­de ihr 1987er Klas­si­ker „Any Day Now“neu auf­ge­legt und live auf Tour al­ten und neu­en Fans prä­sen­tiert. (7.12. Back­s­tage)

Ei­ni­ge ken­nen Flo­ri­an Sievers als männ­li­chen Teil der Tal­king to Turt­les, zu­sam­men mit Clau­dia Göh­ler sorg­te er mit luf­tig-leich­ten In­die­pop (Glo­cken­spiel!) und dem Al­bum „Split“vor ein paar Jah­ren für Auf­merk­sam­keit. Un­ter dem Künst­ler­na­men Das Pa­ra­dies schreibt und singt Sievers das ers­te Mal in sei­ner Mut­ter­spra­che, und das macht er wie­der so be­ein­dru­ckend leicht, als hät­te er sein Le­ben lang nichts an­de­res ge­macht. Sievers Mu­sik ist von In­die­rock der Sor­te „Sla­cker von Welt­ruhm“ge­prägt und mit fei­nen Sound­tup­fern aus der Reg­gae-, Dub-und Dee­phou­se-Welt ver­se­hen. Sup­port: Al­brecht Schra­der (7.12. Mil­la)

Das spa­ni­sche All-Girl Lo-Fi-Pun­kPop-Quar­tett Hinds wi­der­setzt sich jeg­li­chen Kon­ven­tio­nen – so char­mant wie mög­lich. „Girl­band“sei kein Gen­re wie Punk oder Rock’n’ Roll, sa­gen die vier Frau­en aus Ma­drid völ­lig zu Recht. Die bei­den Band­grün­de­rin­nen, Sän­ge­rin­nen und Gi­tar­ris­tin­nen Car­lot­ta Co­si­als und Ana Gar­cía Per­ro­te, wol­len mit ih­ren Mit­strei­te­rin­nen Ade Mar­tín am Bass und Drum­me­rin Am­ber Grim­ber­gen ih­ren ei­ge­nen Sound ver­brei­ten, der char­mant zwi­schen SunshinePop und Ri­ot Girrrls-Punk an­ge­sie­delt ist. Sup­port: Sports Team (8.12. Strom)

Dass Bil­ly Bragg Fan ist, ver­steht sich von selbst und er hat sie auch auf die Left­field Sta­ge in Glas­t­on­bu­ry 2017 ein­ge­la­den: mit Sha­me ist mal wie­der ei­ne rotz­fre­che Punk­rock Band am Start, wie sie nur von der In­sel kom­men kann. Es gin­ge nicht dar­um, auf der Büh­ne zu ste­hen und schö­ne Lie­bes­lie­der zu sin­gen, son­dern um Kon­fron­ta­ti­on, Ener­gie, Ad­re­na­lin und An­ar­chie, so Sän­ger Char­lie Steen. Das Quin­tett aus Lon­don hat sich in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit be­reits ei­nen Sta­tus als ei­ne der emo­tio­nals­ten und auf­re­gends­ten Live Bands in UK er­ar­bei­tet, man darf ge­spannt sein, ob das auch in Mün­chen zün­det. (10.12. Strom)

Mit ih­rem Hit „I Couldn’t Ca­re Less“ist Les­lie Clio vor fünf Jah­ren ein we­nig in die Fuß­stap­fen von Amy Wi­ne­hou­se ge­tre­ten. Mitt­ler­wei­le ist die sym­pa­thi­sche Ham­bur­ge­rin auch schwer im Fern­se­hen prä­sent, ne­ben Mark Fos­ter und Ju­dith Ho­lo­fer­nes war sie in der fünf­ten Staf­fel von „Sing mei­nen Song“da­bei – am liebs­ten sieht man sie und wahr­schein­lich auch sie sich selbst aber doch auf der Büh­ne. Nach „Gla­dys“, „Eu­re­ka“und „Pur­p­le“soll nächs­tes Jahr das vier­te Al­bum er­schei­nen. Ei­ni­ge ih­rer neu­en Songs wird man aber si­cher be­reits auf der ak­tu­el­len Tour schon hören kön­nen. Sup­port: Ma­rie Both­mer (11.12. Am­pe­re)

Chan­son und Dis­ko-Pop, Elec­troPunk und Schmu­se­bal­la­den, fran­zö­si­sche, eng­li­sche, spa­ni­sche und deut­sche Tex­te – all das ist Ste­reo To­tal. Un­zäh­li­ge Al­ben, EPs und ver­schwit­ze Gigs in den letz­ten 25 Jah­ren, ein Vier­tel­jahr­hun­dert Band fei­ern Françoi­se Cac­tus und Bre­zel Gö­ring aka Françoi­se van Ho­ve und Hart­mut Zieg­ler in die­sem Jahr. Und da­bei hat sich nur ei­nes nicht ver­än­dert: der Charme und die lo­cker-lus­ti­ge Büh­nen­prä­senz des Du­os, das von Frei­heit und Lie­be singt, und vom Tan­zen und der kran­ken Welt. Und Hits ha­ben sie auch im Ge­päck: „Lie­be zu dritt“, „Du bist gut zu Vö­geln“oder „Zu schön für dich“– bes­ter deutsch-fran­zö­si­scher Trash-Pop. Als pas­sen­der Sup­port mit da­bei: Les Mil­lion­nai­res (13.12. Ro­te Son­ne)

The Not­wist la­den zu­sam­men mit den Ten­nis­coats zur 3. Auf­la­ge der Alien Dis­ko. Wir er­in­nern uns: hier soll Bands und Künst­lern ein Fo­rum ge­bo­ten wer­den, die mu­si­ka­lisch zwi­schen al­len Stüh­len ste­hen, ein­fach sehr exo­tisch und avant­gar­dis­tisch sind oder von de­nen man schon län­ger nichts mehr ge­hört hat. Zur letz­ten Ka­te­go­rie zäh­len die New Wa­ve-Post-Punk-Funk-Da­da-Herr­schaf­ten von Pa­lais Schaum­burg, die An­fang der Acht­zi­ger Jah­re auch im Aus­land für Fu­ro­re sorg­ten und hier in der Ori­gi­nal­be­set­zung mit Ti­mo Blunck, Holger Hil­ler, Tho­mas Fehl­mann und Ralf Her­wig wie­der an­tre­ten. Des Wei­te­ren darf man sich ne­ben den Gast­ge­bern auf so il­lus­tre Künst­ler wie Sau­na Youth, Pier­re Bas­ti­en, Jel, Mal­phi­no, Ed­die Mar­con, Oto­mo Yo­shi­de & Ume­da Tet­s­u­ya, Micha Acher, Jo­han­nes En­ders & Gün­ther Ba­by Som­mer am 14.12. freu­en, da­nach gibt es die Gut­fee­ling-Dis­ko. Tags dar­auf spie­len dann Fri­ends Of Gas, Oshun, Tir­zah, The Pas­tels, Ben La­mar Gay, Ten­nis­coats, Moon Not War, Bill Wells und die Ali­enTran­sis­tor-Dis­ko lädt zum Tanz im Thea­ter. (14. und 15.12. Kam­mer­spie­le)

In Mün­chen kennt man den schlan­ken eng­lisch-fran­zö­si­schen Mu­si­ker mit der mar­kan­ten Stim­me be­reits, auch von sei­nen Auf­trit­ten mit der Blues­rock-Com­bo The Charles. Nach meh­re­ren Kon­zer­ten in Clubs und ei­nem rau­schen­den Abend beim Thea­tron Mu­si­kSom­mer hat­te sich sein Na­me be­reits her­um­ge­spro­chen und doch wa­ren vie­le er­staunt, als Xa­vier Dar­cy mit sei­nem Song „Jo­nah“bei der deut­schen Vor­ent­schei­dung zum Eu­ro­vi­si­on Song Con­test auf­trat und den zwei­ten Platz be­leg­te. Mit ei­ni­gen neu­en Songs wie der tol­len ak­tu­el­len Sing­le „My Ci­vil War“kehrt der quir­li­ge und sym­pa­thi­sche Mu­si­ker in die Clubs zu­rück, der Wahl­münch­ner ar­bei­tet be­reits an sei­nem nächs­ten Al­bum. (15.12. Am­pe­re)

Spielt sei­ne Lie­der – „My Songs“von und mit Sting (10.7. Toll­wood Mu­sik-Are­na) +++ Seit je­her ver­bin­det die Com­bo von Band­lea­der Kurt Wa­gner un­ter­schied­lichs­te Gen­res wie Folk und Coun­try mit Soul und Ur­ban Elec­tro­ni­ca zu ei­nem ganz ei­ge­nen, un­nach­ahm­li­chen Sound: Lambchop (18.4. Muf­f­at­hal­le) +++ Die Stim­me der Wie­ne­rin An­ja Plaschg aka So­ap&Skin ge­hört zu den ein­dring­lichs­ten, die man im Pop so fin­den kann. Ihr neu­es Al­bum chan­giert zwi­schen or­ches­tra­ler Gran­dez­za und emo­tio­na­lem Mi­ni­ma­lis­mus (10.4. Muf­f­at­hal­le) +++ Die Ham­bur­ger In­die-Ro­cker To­co­tro­nic dre­hen noch ei­ne Run­de mit ih­rem ak­tu­el­len, all­seits hoch­ge­lob­ten Al­bum „Die Unend­lich­keit“und spie­len na­tür­lich auch an­de­re Hits aus ih­rer be­weg­ten Ver­gan­gen­heit. Sup­port: Pel­zig (30.6. Rat­haus­platz Dach­au) +++ Mit ih­rer eben­so eklek­ti­schen, wie kel­ti­schen Mi­schung aus Pop, Folk und World Mu­sic hat Lo­ree­na McKen­nitt bis­lang weit über 14 Mil­lio­nen Al­ben welt­weit ver­kauft (15.7. Toll­wood Mu­sik-Are­na) +++ Be­ein­flusst von Cros­by, Stills & Nash bis Mo­town und vom Folk der 60er und 70er Jah­re, zählt der schnu­cke­lig-lo­cki­ge Sin­ger/Song­wri­ter Jack Sa­vor­et­ti seit ge­rau­mer Zeit zu den ab­so­lu­ten Szene­lieb­lin­gen (4.5. Muf­f­at­hal­le) +++ Sei­ne un­ver­wech­sel­ba­re Stim­me, sein Stil und sein Cha­ris­ma ha­ben Rod Ste­wart zu ei­nem der er­folg­reichs­ten Sän­ger und En­ter­tai­ner al­ler Zei­ten ge­macht (19.6. Olym­pia­hal­le) +++ Tief-düs­te­re, eben­so raue wie so­g­haf­te Songs zwi­schen Folk, Blues, Ame­ri­ca­na und Free Jazz: Chris­ti­an Kjell­van­der (17.2. Mil­la) +++ Bei dem in Süd­afri­ka ge­bo­re­nen Aus­tra­li­er Troye Si­van mischt sich Dream­pop mit Elec­tro­ni­ca und Sin­ger/Song­wri­ter mit R’n’B (13.3. Ton­hal­le) +++ Ein ku­rio­ser Mix aus Spa­ghet­tiWes­tern­gi­tar­ren, House-Beats, Ita­lo-Schla­ger und 80er-Pop: Mo­no­bo Son (28.12. Am­pe­re) +++ But­ter­wei­cher Schmu­se-Pop mit Sän­ger und Chef­char­meur Hart­mut Eng­ler und sei­ner Trup­pe: PUR (14.7. Klos­ter Be­ne­dikt­beu­ern) +++ „Song Book“ist das Er­geb­nis der au­ßer­ge­wöhn­li­chen mu­si­ka­lisch-li­te­ra­ri­schen Zu­sam­men­ar­beit von Schrift­stel­ler Mar­tin Su­ter und Chan­son­nier Ste­phan Ei­cher (22.3. BMW Welt) +++ Schmach­ten­de Pop­songs mit dem nach wie vor schöns­ten Sän­ger Ita­li­ens: Eros Ra­maz­z­ot­ti kün­digt ei­ne Zu­satz­show an (18.2. Olym­pia­hal­le) +++ Ein eklek­ti­scher, ziem­lich pa­cken­der NoWa­vePunk­rock-Bas­tard ir­gend­wo zwi­schen The Stoo­ges, Birthday Par­ty, De­vo, Bl­urt und The Fall: V**gra Boys (12.2. Fei­er­werk) +++ Stellt sein neu­es So­lo-Al­bum vor: Max Her­re (20.7. Toll­wood Mu­sik-Are­na) +++ Seit mehr als ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert ge­hö­ren die Schwe­den zur fes­ten De­fi­ni­ti­on von Skate­punk: Mil­len­co­lin (5.5. Muf­f­at­hal­le) +++ „Ba­re­foot to the moon – An acoustic Tri­bu­te to Pink Floyd“mit der Tri­bu­te-Band echoes um den Gi­tar­ris­ten und Sän­ger Oli­ver Hartmann (20.1. Carl-Orf­fSaal Ga­s­teig) +++ Der Lin­kin Park-Front­mann Mi­ke Shi­n­o­da stellt sein So­lo-Al­bum „Post Trau­ma­tic“vor und ver­ar­bei­tet dar­auf den Tod sei­nes sin­gen­den Kol­le­gen Ches­ter Ben­nington (18.3. Ze­nith).

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