An­nenMayKan­te­reit

Schlag­schat­ten (Uni­ver­sal)

In München - - FRISCH GEPRESST - Ge­rald Hu­ber

Das ging ra­sant: Von der Stra­ßen­mu­sik über die Clubs bis in die größ­ten Hal­len und auf die Haupt­büh­nen fet­tes­ten Fes­ti­vals des Lan­des in­ner­halb von nur zwei Jah­ren. Zu­mal ih­re akus­ti­sche Mi­schung aus Pop, Folk, Chan­son und ein klein­we­nig pun­ki­ge Rot­zig­keit auch nicht be­son­ders tri­cky ist. Ganz im Ge­gen­teil: Ge­wöhn­li­che Be­set­zung, ge­wöhn­li­che Stim­me, ge­wöhn­li­che Songs, die oben­drein sehr ge­wöhn­lich ar­ran­giert sind. Lie­ben al­so des­we­gen so vie­le, vor al­lem jun­ge Men­schen, die Köl­ner weil sie so ge­wöhn­lich sind? Al­so so ge­wöhn­lich wie je­der ein­zel­ne von uns? Ist ge­wöhn­lich wo­mög­lich das neue hip!? Mag sein. Ab­ge­se­hen da­von ha­ben sie sich aber erst für den ver­meint­lich wei­chen Schoß ei­ner Ma­jor-Com­pa­ny ent­schie­den, als sie es schon sehr weit ge­bracht hat­ten. Da­für mei­nen Re­spekt, wenn auch nur ge­wöhn­li­chen ... (30./31.3. Ze­nith)

Und wer jetzt kurz vor Schluss noch auf der Su­che nach ei­nem stim­mungs­vol­len Weih­nachts­ge­schenk ist, hier ei­ne klei­ne Aus­wahl: Die Welt­klas­se-Jazz­sän­ge­rin Ly­am­bi­ko hat auf „My Fa­vou­rite Christ­mas Songs“al­le ih­re Lieb­lings­weih­nachts­lie­der zu­sam­men­ge­tra­gen und im Stil von „Sting und Si­mon & Gar­fun­kel“in eben­so fa­cet­ten­rei­chen wie hö­rens­wer­ten Akus­tik-Pop ge­packt. Tra­di­tio­nell zur Weih­nachts­zeit ist mitt­ler­wei­le schon ei­ne Ver­öf­fent­li­chung des schwe­di­schen Po­sau­nen-Ge­nies Nils Land­gren. „Christ­mas With My Fri­ends VI“ver­eint, ganz ge­nau, zum sechs­ten Mal be­reits, leicht an­ge­jazz­te Ei­gen- und Fremd­kom­po­si­tio­nen des Band­lea­ders und sei­ner Mit­strei­ter, als da wä­ren Ida Sand, Eva Kru­se, Sha­ron Dyall u.a. Last but not least „A Le­gen­da­ry Christ­mas“mit John Le­gend. Der mit Aus­zeich­nun­gen und Prei­sen von Em­my über Os­car bis Gram­my über­häuf­te R’n’BTau­send­sas­sa schaff­te es bei som­mer­li­chen Au­ßen­tem­pe­ra­tu­ren so­gar (the one and on­ly) Stevie Won­der ins Stu­dio zu lo­cken um ihn auf „What Christ­mas Me­ans To Me“die Mund­har­mo­ni­ka bla­sen zu las­sen. Fro­he Weih­nach­ten al­ler­seits!

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