Kul­ti­ge Schot­ten

Und gro­ße Feu­er

In München - - WELTMUSIK - Gus Pla­ne­ti

Vor­sicht, scharf! Ihr cha­rak­te­ris­ti­scher „Bagrock“Sound hat dem Du­del­sack ein brei­tes Pu­bli­kum be­schert und die Red Hot Chil­li Pi­pers in kür­zes­ter Zeit zu ei­nem ziem­lich glo­ba­len Phä­no­men ge­macht. Die Band bringt von Mel­bourne bis Mil­wau­kee Kon­zert­sä­le zum Ro­cken. Un­er­müd­lich plün­dert sie da­bei Rock ‘n Rol­lKlas­si­ker von AC/DC bis ZZ Top. Sie ist ei­ne Co­ver­band, aber was für ei­ne! Zu ei­nem Kon­zert ge­hö­ren Rock­hym­nen wie „We will rock you“und „Smo­ke on the Wa­ter“, es darf aber auch „Clocks“von Cold­play nicht feh­len – al­les im ty­pi­schen Chil­lisSound. Und Rob­bie Wil­li­ams‘ „Let me en­ter­tain you“hat man als „Bagrock“-Ver­si­on so si­cher auch noch nicht ge­hört. Und ge­nau dar­um gel­ten Du­del­sä­cke, Drums, Bass und ei­ne krei­schen­de E-Gi­tar­re in­zwi­schen als „Kult im Kilt“. (17.4. Tech­ni­kum)

M-Ma-Se, M-Ma-Sa, Ma-Ma­ko-Ssa“– der welt­be­kann­te Re­frain wur­de von Stars wie Michael Jack­son, Jay-Z, oder auch Ri­han­na be­nutzt. Ur­he­ber ist aber be­kannt­lich der ka­me­ru­ni­sche Sa­xo­pho­nist Manu Di­ban­go, dem mit „Soul Ma­kos­sa“sein in­ter­na­tio­na­ler Durch­bruch ge­lang. Es folg­ten zahl­rei­che Plat­ten­auf­nah­men und die Zu­sam­men­ar­beit mit Künst­lern wie Ser­ge Gainsbourg, Pe­ter Ga­b­ri­el, Sting, oder Yous­sou N’Dour. Die Mu­sik­grö­ße ließ sich noch nie in Schub­la­den ste­cken. Er mischt Soul, Jazz und Afri­ka­ni­sches – mit al­lem, was die Men­schen zwi­schen New York, der Ka­ri­bik und Afri­ka so zum Tan­zen bringt. Elek­tro-Funk, zar­te Kora-Har­fe, la­ko­ni­sche Sa­xo­phon-Riffs, schwar­zer Ch­or­ge­sang und Trom­mel-Tam­tam. Manu Di­ban­go lebt die Mu­sik und hat je­de Men­ge Feu­er und zwar so viel, dass der Sa­xo­fo­nist jetzt ein „Best of Al­bum“auf­ge­nom­men hat und auf Tour geht. Sei­ne Hits spielt er mit viel fri­schem Wind, der zum Tan­zen und Fei­ern ein­lädt. Ein­fach das Bes­te aus Ver­gan­gen­heit, Ge­gen­wart und Zu­kunft in ei­nem Topf. (5.4. Am­pe­re)

Nur das Bes­te! Am 25. März fei­er­te Gio­ra Feid­man sei­nen 80. Ge­burts­tag und zu­gleich sein 60-jäh­ri­ges Büh­nen­ju­bi­lä­um. Aus die­sem Be­deu­tung von HipHop in der Ge­sell­schaft so­wie die Rol­le der Frau dar­in. Die en­ga­gier­te Rap­pe­rin Akua Na­ru hat­te sich selbst wäh­rend ih­res Ur­ba­nis­tik-Stu­di­ums mit der Fra­ge aus­ein­an­der ge­setzt, in­wie­fern geo­gra­fi­sche und öko­no­mi­sche Fak­to­ren für die Be­nach­tei­li­gung von Men­schen an­de­rer Haut­far­be aus­schlag­ge­bend sind. All die­ses Wis­sen fließt in die ag­gres­si­ven Songs die­ser „First La­dy des Glo­bal HipHop“ein. (19.4. Am­pe­re)

Fri­scher Wind: MANU DI­BAN­GO

Gro­ßes du­deln: RED HOT CHIL­LI PI­PERS

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