Ja­mes Bla­ke

In München - - FRISCH GEPRESST -

The Co­lour In Any­thing

(Po­ly­dor)

Es ging Bla­ke al­lem An­schein nach nicht so gut in der Ent­ste­hungs­pha­se zu sei­nem neu­en Kunst­werk. Den Kopf muss­te er frei be­kom­men, um sein see­li­sches Gleich­ge­wicht wieder her­zu­stel­len. So ist es kol­por­tiert und so soll es sich zu­ge­tra­gen ha­ben, dass der Kopf al­so im­mer lee­rer wur­de, wäh­rend­des­sen ihm nach und nach ers­te Song­ide­en in den Sinn ka­men. Zu­dem hat er sich mit dem HipHop-Schwer­ge­wicht Frank Oce­an an­ge­freun­det, der ihm auch kom­po­si­to­risch et­was un­ter die Ar­me griff. Ent­stan­den ist dann un­ter der Fuch­tel des rau­sche­bär­ti­gen Pro­du­zen­ten-Frei­geis­tes Rick Ru­bin, ein an Span­nung und Ein­falls­reich­tum kaum zu über­bie­ten­des Deep-Pop-Al­bum. Ein ex­pe­ri­men­tel­les Schmuck­stück, das sich un­ter­schied­lichs­ter Ein­flüs­se be­dient, egal ob Dub oder Elec­tro, bal­la­desk oder sym­pho­nisch, Mi­ni­mal-Pop oder Deep-Hou­se. Es ist ein Rausch der Sin­ne und der Sounds, kla­re Struk­tu­ren sind bes­ten­falls zu er­ah­nen, sel­ten aber zu er­ken­nen. Wer sich dar­auf ein­lässt, wird reich be­lohnt.

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