KI­NO

Von al­lem et­was

In München - - INHALT -

Ein­fach nur die Lauf­rich­tung än­dern!

Goa Girls. Frei­da lädt ih­re ehe­ma­li­gen Col­le­ge-Freun­din­nen in ihr Haus in Goa ein – und über­rascht sie mit ih­ren Hoch­zeits­plä­nen. Die Hoch­zeits­ge­sell­schaft könn­te un­ter­schied­li­cher kaum sein: Su­ran­ja­na ist ei­ne toughe Ge­schäfts­frau und Mut­ter, Jo­an­na ei­ne auf­stre­ben­de Schau­spie­le­rin, Mad ei­ne auf­stre­ben­de Mu­si­ke­rin, Nar­gis ei­ne en­ga­gier­te Um­welt­ak­ti­vis­tin, und die ehe­ma­li­ge Spit­zen­stu­den­tin Pam ist in­zwi­schen Haus­frau. Um­sorgt wer­den al­le von Freid­as Haus­mäd­chen Laks­mi. Wäh­rend al­le über die Iden­ti­tät des Bräu­ti­gams rät­seln, be­gin­nen die sie­ben jun­gen Frau­en wild und aus­ge­las­sen über Gott und die Welt zu phi­lo­so­phie­ren - über Män­ner, Sex und ih­re Kar­rie­ren, über ih­re klei­nen Ge­heim­nis­se, Sehn­süch­te und Ängs­te. Pan Na­lins span­nen­de Agit-Prop-Dramö­die 7 Göt­tin­nen kommt, mit sei­nen sie­ben tol­len, selbst­be­wuss­ten Frau­en an­fangs da­her wie die in­di­sche An­wort auf „Sex and the Ci­ty“, da­nach wird es, ob der üb­len Män­ner-Ma­cho-Welt vor den Tü­ren, ernst. Frau­en­rech­te, Se­xis­mus, Ho­mo­se­xua­li­tät, Um­welt­schutz, Min­der­hei­ten­rech­te – In­de­pen­dent-Re­gis­seur Pan Na­lin („Sam­sa­ra“, das Mönchs­dra­ma von 2001) lehnt sich für in­di­sche Ver­hält­nis­se sehr weit aus dem Fens­ter. Sein Film ist, so, wie er aus­sieht, kas­ten- und gen­der-über­grei­fend, für ein brei­tes in­di­sches Pu­bli­kum ge­dacht. Un­ter­halt­sam, be­we­gend. „An­gry In­dian God­des­ses“heißt er im Ori­gi­nal. (Ab 16.6.)

Men­sch­wer­dung. Der jun­ge Da­vis (Ja­ke Gyl­len­haal) trau­ert hem­mungs­los um sei­ne töd­lich ver­un­glück­te Frau Ju­lia. Der ge­nerv­te Schwie­ger­va­ter Phil (Chris Co­oper) rät ihm, sein Le­ben in Ein­zel­tei­le zu zer­le­gen und oh­ne Ju­lia wieder neu zu­sam­men­zu­bau­en. Da­vis nimmt den Rat­schlag wört­lich, zer­legt ob­ses­siv Tü­ren, Com­pu­ter oder – mit ei­nem Vor­schlag­ham­mer – auch mal das ge­sam­te In­ven­tar sei­ner schi­cken Vil­la. Die Be­geg­nung mit Ka­ren (Nao­mi Watts) könn­te Ab­hil­fe schaf­fen. Die al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter er­hofft sich ei­nen rich­tig fes­ten Halt im Le­ben. Ihr ver­letz­li­cher Sohn Chris (span­nend: Ju­dah Le­wis) da­ge­gen ist ganz be­geis­tert von Da­vis‘ de­struk­ti­ven Trie­ben. De­mo­li­ti­on –Lie­be und Le­ben un­ter der sou­ve­rä­nen Re­gie des Ka­na­di­ers Je­an-Marc Val­lée er­weist sich als sehr ge­lun­ge­ne Tra­gi­ko­mö­die über Le­bens­lü­gen, Le­bens­sinn. (Ab 16.6.)

Herr­li­cher Mash-up. 1820er Jah­re. Die Ben­net-Schwes­tern, fünf ver­arm­te Lan­da­dels­töch­ter, wis­sen wir von Ja­ne Aus­ten, müs­sen nun mal un­ter die Hau­be. Für die hoch­mü­ti­ge Eliz­a­beth (Li­ly Ja­mes) bö­te sich da der nicht we­ni­ger hoch­mü­ti­ge Co­lo­nel Dar­cy (Sam Ri­ley) an. Der aber ist voll und ganz mit der Jagd auf Zom­bies be­schäf­tigt, die aus den bri­ti­schen Ko­lo­ni­en ins Herz des Em­pi­re vor­drin­gen. Aber: Eliz­a­beths ama­zo­nen­haf­te Tap­fer­keit fas­zi­niert ihn durch­aus. Die Mä­dels sind näm­lich al­le­samt in ei­nem Shao- lin-Tem­pel in chi­ne­si­scher Kampf­kunst aus­ge­bil­det. Burr Steers führt Re­gie bei Stolz und Vor­ur­teil & Zom­bies, ei­ner sehr char­man­ten, wit­zi­gen Mix­tur von Ro­man­tik und Kung-Fu-kom­pe­ten­ter Zom­bie­jagd nach dem gleich­na­mi­gen Best­sel­ler von Seth Gra­ha­me-Smith (der schon mit „Abra­ham Lin­coln, Vam­pi­re Hun­ter“sehr gut un­ter­hielt). (Ab 9.6.)

Speed-Schach. Ge­ne­sis Po­ti­ni (Cliff Cur­tis) war ein welt­weit er­folg­rei­cher Meis­ter die­ses Fachs. Als Ma­o­ri, als nicht-wei­ßer Neu­see­län­der, auf­ge­wach­sen im so­zia­len Ghet­to, und mit ei­ner bi­po­la­ren Stö­rung al­ler­dings nicht ge­ra­de auf der Son­nen­sei­te des Le­bens. Er grün­det ei­nen Schach­klub für be­nach­tei­lig­te Ju­gend­li­che, die er für den Wett­be­werb in Auckland trai­niert, wäh­rend er sich mit sei­nem Ro­cker­bru­der her­um­schlägt und ge­le­gent­lich in der Psych­ia­trie lan­det. Ja­mes Na­pier Ro­bert­son setzt ihm mit Das Ta­lent des Ge­ne­sis Po­ti­ni ein be­we­gen­des, auf vie­len in­ter­na­tio­na­len Fes­ti­vals ge­fei­er­tes Denk­mal. (Ab 16.6.)

Sinn­su­che, neu­er An­fang. Ro­my (Dia­ne Kru­ger) und ihr fran­zö­si­scher Ehe­mann Richard (Gil­les Lell­ou­che) rei­sen durch die USA. Ih­re Ehe ist am En­de. Als Richard in ei­ner Bar zwei Frau­en an­bag­gert, kommt’s zum hand­fes­ten Streit. Ro­my glaubt, Richard ge­tö­tet zu ha­ben und irrt ta­ge­lang um­her. Bis sie sich stellt und er­fährt, dass er noch lebt. Den­noch: Sie trampt nach Las Ve­gas, lernt dort den Kriegs­ve­te­ra­nen Die­go (Norman Ree­dus) ken­nen, und reist ihm nach auf sei­ne ab­ge­le­ge­ne Farm ... Sky – Der Him­mel in mir ist ein un­prä­ten­tiö­ses ro­man­ti­sches Dra­ma und Road Mo­vie von Fa­bi­en­ne Bert­haud. Schau­spie­l­er­ki­no. (Ab 9.6.)

Auf der Wel­le. Katsu­s­hi­ka Ho­ku­sai ist ei­ner der be­rühm­tes­ten Ma­ler und Holz­schnitt­künst­ler Ja­pans. 1814 lebt er, nur an sei­ner Kunst in­ter­es­siert, in der spä­te­ren Haupt­stadt To­kio. Den All­tag und die Ge­schäf­te be­strei­tet sei­ne Toch­ter O-Ei, die sein Ta­lent ge­erbt hat, ihm bei vie­len sei­ner Bil­der hilft – aber den­noch ver­sucht, ein ei­gen­stän­di­ges Le­ben zu füh­ren. Der ja­pa­ni­sche Animationsfilm Miss Ho­ku­sai be­ruht auf dem gleich­na­mi­gen Man­ga von Hi­na­ko Su­gi­ura, ori­en­tiert sich an den Wer­ken des Meis­ters und wur­de bei in­ter­na­tio­na­len Ani­ma­ti­ons­fes­ti­vals be­geis­tert auf­ge­nom­men. (Ab 16.6.)

Bö­se Fal­le. Richard Haig (Pier­ce Bros­nan) un­ter­rich­tet Li­te­ra­tur im ge­die­ge­nen Cam­bridge und pflegt ein flot­tes Lie­bes­le­ben. Als Stu­den­tin Ka­te (Jes­si­ca Al­ba) schwan­ger wird, hei­ra­ten die bei­den und zie­hen aus­ge­rech­net nach L.A.. Ka­te lernt ei­nen jün­ge­ren Mann ken­nen, zieht aus und ver­pflich­tet ih­re Stief­schwes­ter Oli­via (Sal­ma Hay­ek), die sich um den Sohn und den ver­las­se­nen Gat­ten küm­mern soll. Das tut Oli­via en­ga­giert. Tom Vaughns Pro­fes­sor Love ist ei­ne Cul­tu­re-Clash-Rom-Com, in der, wie man das kennt, bri­ti­sche und US-ame­ri­ka­ni­sche Le­bens­art hef­tig auf­ein­an­der­pral­len, und sich der ar­me Richard auch noch spitz­zün­gi­ge Wort­ge­fech­te mit sei­nem al­ten

Mar­ti­al Arts: STOLZ UND VOR­UR­TEIL & ZOM­BIES

Ero­ti­sches Rau­bein: SKY – DER HIM­MEL IN MIR

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