John von Düf­fel

In München - - LITERATUR - Her­mann Barth

Ge­brauchs­an­wei­sung fürs Schwim­men

(Pi­per)

Big Splash. Tja, nor­ma­ler­wei­se, al­so einst, Mit­te Ju­no, war es Zeit für die Strand­lek­tü­re-Emp­feh­lun­gen. John von Düf­fel, der einst pro­fes­sio­nell auf Langstre­cke trai­niert hat, han­delt erst gar nicht vom Frei­bad, Bi­ki­nis, Köp­fern, Ste­ckerl-Eis und Eros auf der Lie­ge­wie­se ... son­dern nimmt die Sa­che mit dem Schwim­men ernst, sehr ernst so­gar. Geht’s über­haupt um’s Se­hen und Ge­se­hen­wer­den? Um Leis­tung? So wie im 50-Me­ter-Be­cken bei end­lo­sen Trai­nings-Run­den für rea­le oder ima­gi­nä­re Wett­be­wer­be? Oder ist nicht die SelbstEr­fah­rung, das Im-Was­ser, In-der-Welt- und BeiSich-Sein das wirk­lich Tol­le an der Schwim­me­rei? Schwim­men ist, wenn man nur ein we­nig dar­über nach­denkt, Kör­per­er­le­ben, Grenz­er­fah­rung, Schmerz, Angst und höchs­te Lust. Über­win­dung ge­hört da­zu, Kon­zen­tra­ti­on und Selbst­be­herr­schung, ziem­lich vie­le ho­he Gü­ter, die ah­nungs­lo­se Nicht-Schwim­mer auf an­de­ren We­gen nur in teu­ren Selbst­er­fah­rungs­kur­sen ler­nen kön­nen. Wer täg­lich sei­ne Run­den im Dan­te dreht, wer je im April ins „eis­kal­te“Was­ser ge­sprun­gen ist, wer ger­ne mal hin­über schwimmt, oder zu­min­dest schwim­men wür­de, über ei­nen der gro­ßen Se­en – hier ist der Text, der Sucht und Sehn­sucht de­tail­liert er­klärt.

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