Al­te Ha­sen, jun­ge Spun­de

Und je­de Men­ge Lär­mat­ta­cken

In München - - METAL & MEHR -

Das ist ja nun mal wie­der ei­ne Co-He­ad­liner-Show, wie man es sich nur wün­schen kann. Dann näm­lich, wenn die ka­li­for­ni­schen Prog-Me­tal-Göt­ter In­tro­naut auf die nor­we­gi­schen Black-Jaz­zEr­in­der Shi­ning tref­fen. Ers­te­re stel­len ihr neu­es Al­bum „The Di­rec­tion Of Last Things“vor, bei dem es sich nach ei­ge­nen An­ga­ben um das bru­tals­te, tech­nisch kom­pli­zier­tes­te und über­haupt furcht­lo­ses­te Werk ih­res OEv­res han­delt. Zwei­te­re sind schon län­ger da­für be­kannt, dass es sich bei ih­ren Li­ve­shows um hoch­en­er­ge­ti­sche, voll­ex­plo­si­ve Hap­pe­nings han­delt, bei de­nen Ener­gie, Schweiß und Ag­gres­si­on auf al­ler­höchs­te mu­si­ka­li­sche Prä­zi­si­on tref­fen. Der Fron­tal­an­griff auf die Sin­ne wird vom Sup­port Ob­si­di­an King­dom per­fekt ab­ge­run­det. (14.9. Strom)

YOB, so steht es in ih­rer Band­bio­gra­fie, sind maß­geb­lich von Bands wie Ca­the­dral, Sleep, Electric Wi­zard und Black Sab­bath be­ein­flusst. Den­noch aber wuss­ten sie sich von An­be­ginn ab­zu­gren­zen und de­fi­nier­ten stets ih­ren ganz ei­ge­nen Sound. Von solch zer­stö­re­ri­scher Wucht wird die­ser ge­tra­gen, dass am En­de selbst aus­ge­wie­se­ne Fach­leu­te zu­ge­ben muss­ten, bis­lang nix ver­gleich­ba­res ge­hört zu ha­ben. Auf ih­rem nach wie vor ak­tu­el­len Al­bum „Clea­ring The Path To As­cend“, er­forsch­ten die Bur­schen aus dem ame­ri­ka­ni­schen Eu­ge­ne nun ei­ne don­nern­de Doom-Di­men­si­on, die auf der ei­nen Sei­te sehr be­kannt und ver­traut, an­de­rer­seits je­doch durch Ein­flüs­se aus den Gen­res Pro­gRock und Dro­ne er­wei­tert wur­de und so­mit auch wie­der kom­plett neu und frisch klang. Al­ler Vor­aus­sicht nach, wer­den sie auch neu­es Ma­te­ri­al zum Bes­ten ge­ben und man darf jetzt schon ge­spannt sein, was sie sich dies­mal ein­fal­len ha­ben las­sen. (20.9. Fei­er­werk)

Auch nicht ge­ra­de von schlech­ten El­tern, was Born Of Osi­ris, be­nannt na­tür­lich nach dem ägyp­ti­schen Gott des Jen­seits, der Wie­der­ge­burt und des Nils, in Sa­chen Wucht zu bie­ten ha­ben. Vor al­lem ih­re Aus­rich­tung ins De­a­th­co­reGen­re kann ei­nen schon mal den Atem rau­ben. Hin­zu kommt, dass die Band aus der Nä­he von Chi­ca­go sich im­mer wie­der mal fre­aky Djent-Ele­men­te auf höchs­tem tech­ni­schen Ni­veau be­dient und zu­dem be­kannt da­für ist, ast­rei­nen Pro­gMe­tal voll An­mut, Gra­zie und Schön­heit zu kre­ieren. (26.9. Back­s­tage)

Kei­ne Sor­ge, auch wenn das im Fe­bru­ar er­schie­ne­ne bis­lang letz­te Al­bum von Steel Pan­ther „Live From Lexxi’s Mom’s Ga­ra­ge“ein in Los An­ge­les auf­ge­nom­me­nes, akus­ti­sches Li­veal­bum war, im Früh­herbst tre­ten sie wie­der mit all ih­ren Amps, Laut­spre­cher­tür­men, fet­tes­tem Drum­set und ih­ren schmu­cken Strom­gi­tar­ren an. So zu­min­dest ha­ben es Sän­ger Micha­el Starr, Sai­ten­flit­zer Sat­chel, Bas­sist Lexxi Fo­xx und Stix Za­di­nia am Schlag­zeug hoch und hei­lig ver­spro­chen. Ob­wohl, es könn­te na­tür­lich schon sein, dass sie in­mit­ten ih­res Sets mal kurz die Akus­ti­sche aus­pa­cken, sich an den Büh­nen­rand set­zen um ge­mein­sam mit dem Au­di­to­ri­um „De­ath To All But Me­tal“an­zu­stim­men. Hu­mor ha­ben die haa­ri­gen GlamMe­tal-Ur­vä­ter ja schon öf­ter be­wie­sen, was ih­nen nicht nur von be­ken­nen­den A-Pro­mi-Fans wie Ste­ven Ty­ler (Ae­ros­mith) über Pink und Gre­en Day bis hin zu Paul St­an­ley (Kiss) und Tom Mo­rel­lo (Ra­ge Against The Ma­chi­ne) stets hoch an­ge­rech­net wird. (30.9. Ze­nith)

Zum Schluss noch ein Ab­ste­cher zum dies­jäh­ri­gen

Hier ge­ben sich am ers­ten der bei­den Fes­ti­val­ta­ge die Münch­ner De­ath-Me­tal-Speer­spit­zen Hails­to­ne und Pe­quod die Eh­re. Sinn­voll er­gänzt wird das Li­ne Up von der Wai­b­lin­ger For­ma­ti­on Crim­son De­ath, die für Grad­li­nig­keit, Groo­ve und häm­mern­de Blast­beats steht, was nicht nur Ol­dSchool-Jün­ger zu be­geis­tern weiß. Tags drauf dann ist das „Cha­os Blast“bis auf die Re­gens­bur­ger Gäs­te Grand Mas­si­ve voll­kom­men in Münch­ner Hand. Von Pan­te­ra über Cor­ro­si­on Of Con­fir­mi­ty bis Kyuss be­ein­flusst ist der Sou­thernMe­tal-Rock von Smo­ke The Sky. Ähn­lich­kei­ten tun sich hier not­ge­drun­gen zu den un­um­strit­te­nen Sto­ner-Me­talLo­kal­ma­ta­do­ren Van Drun­nen auf, die mit zwei pro­mi­nen­ten Emil Bull­sMem­bers an Gi­tar­re und Schlag­zeug vor­züg­lich be­setzt sind. Last but not least schwin­gen noch Gods­ground die E-Gi­tar­ren ir­gend­wo zwi­schen Sto­ner, Sludge und Grun­ge. (30.9. + 1.10. Fei­er­werk)

Gla­mi­ger Hair-Me­tal: STEEL PAN­THER

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