Meis­ter­wer­ke

Und Stimm­a­kro­ba­ten

In München - - DER KLASSIKER -

Ita­li­en gilt mit Recht als das Ge­burts­land der Oper. Über Jahr­zehn­te hin­weg kon­kur­rier­ten dort zur Ba­rock­zeit meh­re­re Städ­te un­ter­ein­an­der, wer nur die präch­tigs­ten und vir­tuo­ses­ten Pro­duk­tio­nen auf die Büh­ne brach­te. Stets vor­ne mit da­bei war da­mals auch Nea­pel, wo all je­ne Opern ih­re Urauf­füh­rung er­leb­ten, aus de­nen nun Ba­rock­spe­zia­lis­tin Si­mo­ne Ker­mes ihr neu­es, mit hals­bre­che­ri­schen Ko­lo­ra­tu­ren ge­spick­tes Pro­gramm zu­sam­men­ge­stellt hat. Mu­sik von Por­po­ra, Per­go­le­si, Hän­del und Has­se, die ihr wie­der ein­mal Ge­le­gen­heit bie­tet, die Fle­xi­bi­li­tät ih­rer Stimm­bän­der un­ter Be­weis zu stel­len. Für den au­then­ti­schen Klang sorgt da­bei das En­sem­ble La ma­gni­fi­ca co­mu­ni­tà un­ter der Lei­tung von En­ri­co Ca­saz­za. (27.11. Phil­har­mo­nie)

Freun­de ba­ro­cker Stimm­a­kro­ba­tik ha­ben an die­sem Abend die Qu­al der Wahl. Denn auf der an­de­ren Sei­te der Isar kon­zen­triert sich zur sel­ben Zeit Mez­zo­so­pra­nis­tin Ce­ci­lia Bar­to­li ganz auf „Hän­dels Hel­din­nen“. Wo­bei die nicht nur mit dem „Ario­dan­te“schon mal ei­ne klei­ne Kost­pro­be ih­res nächs­ten Salz­bur­ger Fest­spiel­auf­tritts bie­tet, son­dern da­ne­ben auch mit kaum min­der vir­tuo­sen Aus­schnit­ten aus „Se­me­le“, „Ama­di­gi“oder „Te­seo“zu er­le­ben ist. Rü­cken­de­ckung kommt da­bei vom En­sem­ble Les Mu­si­ci­ens du Prin­ce. (27.11. Prinz­re­gen­ten­thea­ter)

In sa­kra­len Ge­fil­den be­wegt sich da­ge­gen Te­nor Ju­li­an Pré­gar­di­en mit Ari­en aus Hän­dels Ora­to­ri­en „Bels­haz­zar“, „Ju­das Macca­ba­eus“so­wie „Je­ph­ta“. Er­gänzt durch In­stru­men­tal­mu­sik von Boy­ce, Avi­son und Ar­ne. Be­glei­tet wird Pré­gar­di­en da­bei von den Ori­gi­nal­klang-Ex­per­ten der Aka­de­mie für Al­te Mu­sik Berlin un­ter der Lei­tung von Bern­hard Forck. (21.11. Prinz­re­gen­ten­thea­ter)

Ein Ora­to­ri­um welt­li­cher Prä­gung hat der Münch­ner Bach-Chor zum Kon­zert­ka­len­der bei­zu­steu­ern, der sich Schu­manns „Das Pa­ra­dies und die Pe­ri“vor­ge­nom­men hat. Mit da­bei sind bei die­sem lan­ge Zeit ver­nach­läs­sig­ten Meis­ter­werk der Ro­man­tik, das 1843

Ba­rock ge­wal­tig: SI­MO­NE KER­MES

Sa­kra­le Ge­fil­de: JU­LI­AN PRÉ­GAR­DI­EN

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