Let Me Feel Your Po­wer

Vor­weih­nacht­li­ches Mos­hen für Jung und Alt

In München - - METAL & MEHR -

Dass das ka­li­for­ni­sche Oran­ge Coun­ty ein gu­tes Pflas­ter ist, für Stil prä­gen­der Punk- und Hard­core-Bands, soll­te längst al­len klar sein. Ak­tu­ells­tes Bei­spiel sind Igni­te, die mit ei­ner sehr me­lo­di­schen Va­ri­an­te des Gen­res bril­lie­ren und zu­letzt so­gar hier bei uns mit ih­rem Al­bum „A War Against You“die hie­si­gen Charts stürm­ten. (3.12. Backstage Werk)

1979 ver­trei­ben viet­na­me­si­sche Trup­pen die Ro­ten Kh­mer aus Kam­bo­dscha, im Iran strebt ein re­li­giö­ser Fa­na­ti­ker na­mens Khomei­ni an die Macht und Marg­ret That­cher wird Pre­mier­mi­nis­te­rin. Die gu­te al­te Zeit halt… Grund ge­nug für den da­mals 28-jäh­ri­gen Pe­ter „Biff“By­ford dem tris­ten All­tag zu ent­flie­hen und ei­ne Band na­mens Sa­xon zu grün­den. 37 Jah­re und 20 Stu­dio­al­ben spä­ter steht ei­ner der mar­kan­tes­ten Me­tal-Sän­ger al­ler Zei­ten und mit­hin ein­zig ver­blie­be­nes Grün­dungs­mit­glied der bri­ti­schen Ro­ck­in­sti­tu­ti­on im­mer noch an vor­ders­ter Front um das so­eben er­schie­ne­ne Li­veal­bum „Let Me Feel Your Po­wer“zu pro­mo­ten, wel­ches 2015 in Brigh­ton, Chi­ca­go, und mit 13 Songs über­wie­gend auch in Mün­chen auf­ge­nom­men wur­de. (6.12. Backstage Werk)

Apro­pos Chi­ca­go: Oo­zing Wound kom­men von da. Zack Weil an Gi­tar­re und Ge­sang, Bas­sist Ke­vin Crib­bin und Drum­mer Kyle Reynolds ma­chen ver­dammt gu­ten, lu­pen­rei­nen, im­mer aber auch mit ei­nem kräf­ti­gen Au­gen­zwin­kern ver­se­he­nen Thrash-Me­tal. Ge­samt­s­ound und Stim­me er­in­nern da­bei ge­le­gent­lich et­was an Mil­le und Krea­tor in der Pitch­fork-Va­ri­an­te, au­ßer­dem hat sich das Trio in kür­zes­ter Zeit nicht nur im Chi­ca­go­er Un­der­ground eta­bliert und spiel­ten auf ih­ren aus­ge­dehn­ten Tour­ne­en mit Bands wie Ca­caw, Un­man­ned Ship, ZATH und Bad Drugs. (7.12. Ka­fe Kult)

Gent ist, nun ja, be­kannt für sei­nen Fuß­ball­club KAA. Bei den Fans hei­ßen sie „Buf­fa­los“, we­gen des et­was un­ge­wöhn­li­chen Wap­pens mit dem sti­li­sier­ten In­dia­ner­kopf. Zu­rück geht das Em­blem des bel­gi­schen Erst­li­gis­ten auf kei­nem ge­rin­ge­ren als Buf­fa­lo Bill, der En­de des 19. Jahr­hun­derts mit sei­nem Wes­tern­zir­kus zu Gast in der Stadt weil­te. Ei­ner der be­kann­tes­ten Söh­ne der Stadt ist, ne­ben dem um­strit­te­nen Sport­funk­tio­när Jac­ques Rog­ge, der, zu­min­dest un­ter Schla­ger­fuz­zis, un­um­strit­te­ne Hel­mut Lot­ti. Au­weia. Zeit, zu­min­dest mu­si­ka­lisch, ei­ni­ges gera­de zu bie­gen. Zeit auf Oa­th­brea­ker hin­zu­wei­sen. Und vor al­lem auf de­ren her­aus­ra­gen­de Sän­ge­rin Ca­ro Tang­he. Zu­sam­men mit ih­ren drei männ­li­chen Be­glei­tern hul­digt sie ei­ner eben­so vir­tuo­sen wie ver­ein­nah­men­den wie aber auch al­le Gren­zen ver­wi­schen­den Mi­schung aus Noi­se, Trash, De­ath, Hea­vy, Screa­mo, Punk, Hard­core, Sho­ega­zer, Crust und Sludge. (8.12. Fei­er­werk Kr­an­hal­le)

Un­ter dem Na­men Lost Soul be­gan­nen der heu­te als Front­mann von Avat­ar be­kann­te Sän­ger Jo­han­nes Ecker­ström und sei­ne Freun­de Co­ver­ver­sio­nen von Can­ni­bal Corp­se, In Fla­mes, Iron Mai­den, Slay­er und Hel­lo­ween zu spie­len. Erst spä­ter schrie­ben sie dann ei­ge­ne Songs und wur­den 2003 ent­deckt. Da­nach ging es Schlag auf Schlag und mitt­ler­wei­le ge­hört das Quin­tett aus Göteborg längst zum me­lo­di­schen De­ath-Me­tal-Esta­blish­ment. (9.12. Backstage Hal­le)

Ganz im Zei­chen des Me­tal- und Me­lo­dic-Co­re steht die Ga­ra­ge De­lu­xe, wenn die Dres­de­ner Lo­kal­ma­ta­do­ren Last Re­mai­ning Light ih­re Amps auf­dre­hen. Un­ter­stützt wer­den sie fach­män­nisch von As Ti­me Went By aus Lands­hut, Break The Anxie­ty aus Frei­sing und Ve­te­ris aus Burg­hau­sen. (10.12. eben­da)

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