SOHN

Ren­nen (4AD)

In München - - FRISCH GEPRESST -

Dass hier ei­ner mu­si­ziert und pro­du­ziert, der ne­ben dem ab­so­lu­ten Ge­hör auch noch die ab­so­lu­te Ah­nung zu ha­ben scheint, hört man gleich beim Ope­ner „Hard Li­quor“. Ein Elec­tro-R’n’BGos­pel-De­stil­lat, dass Be­gehr­lich­kei­ten weckt. Be­gehr­lich­kei­ten, die beim in­halt­lich eher düs­te­ren „Con­rad“teil­wei­se und spä­tes­tens beim dar­auf­fol­gen­den „Si­gnal“voll und ganz er­füllt wer­den. Näm­lich, dass „Ren­nen“ein Meis­ter­werk der mo­der­nen elek­tro­ni­schen Pop­mu­sik dar­stellt, wel­ches am En­de nicht nur sein welt­weit um­ju­bel­tes De­büt „Tre­mors“in den Schat­ten stellt, son­dern zu­gleich auch den wür­di­gen Nach­fol­ger des in vie­len 2016er-Hit­lis­ten ganz oben ste­hen­den Bon Iver-Al­bums „22, A Mil­li­on“an­tre­ten könn­te. Das Jahr 2017 ist mu­si­ka­lisch be­trach­tet noch jung und un­ver­braucht, aber wenn zum Schluss ab­ge­rech­net wird, könn­te SOHN das Ren­nen um die Po­le-Po­si­ti­on in den Jah­res­charts dies­mal für sich ent­schei­den. (14.2. Tech­ni­kum)

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