Raus aus der Un­mün­dig­keit

Men­schen­rech­te, Flus­sFil­mFest, Sio-Se-Pol

In München - - KURZ BELICHTET -

Be­reits zum 10. Mal wur­de in Nürn­berg der Deut­sche Men­schen­rechts-Film­preis ver­lie­hen. Aus­ge­wähl­te, prä­mier­te Fil­me kom­men nun bei der Lan­gen Nacht des Men­schen­rechtsFilms zur Auf­füh­rung in München. Ge­zeigt wer­den u.a. Espe­ran­za 43 von Oli­ver Stil­ler, ei­ne Do­ku über die 2014 im me­xi­ka­ni­schen Igua­la nach ei­nem Po­li­zei­ein­satz ver­schwun­de­nen 43 Stu­den­ten, die bis heu­te nicht auf­ge­fun­den wur­den. In Mor­gen­land ste­hen ju­gend­li­che Ge­flüch­te­te aus Sy­ri­en, dem Irak, aus Af­gha­nis­tan, Eri­trea und So­ma­lia ge­mein­sam mit Göt­tin­ger Ju­gend­li­chen, de­ren El­tern vor sech­zehn Jah­ren aus dem Ko­so­vo ge­flüch­tet sind, vor der Ka­me­ra. In dem ver­spiel­ten, sur­rea­len und gleich­zei­tig ab­grund­tief rea­lis­ti­schen Film in­sze­nie­ren sie sich selbst an Lieb­lings- und Sehn­suchts­or­ten so­wie in ih­ren Traum­be­ru­fen. Wer darf in Deutsch­land blei­ben, wer nicht? Whe­re to, Miss? von Manuela Bas­ti­an be­glei­tet die jun­ge In­de­rin Dev­ki durch drei un­ter­schied­li­che Le­bens­ab­schnit­te: Toch­ter, Ehe­frau, Mut­ter. Ihr größ­ter Wunsch ist es Ta­xi­fah­re­rin zu wer­den. Um ihr Ziel zu er­rei­chen, muss sie sich zu­erst ge­gen ih­ren Va­ter, dann ge­gen ih­ren Ehe­mann und schließ­lich ge­gen ih­ren Schwie­ger­va­ter durch­set­zen. (Mit Re­gie­ge­sprä­chen und Dis­kus­sio­nen, ARRI Ki­no, Mi, 8.2., Ein­tritt frei)

So schön ist’s an der Isar. Und so ge­fähr­lich! Für den Fluss. Für die Flo­ra, die Fau­na, die Land­schaft ... Die Grü­ne Li­ga, das Netz­werk Öko­lo­gi­scher Be­we­gun­gen, prä­sen­tiert das Flus­sFil­mFest München. Ei­nen gan­zen Tag lang geht es um al­pi­ne Wild­flüs­se in Eu­ro­pa, Kraft­werks- und Stau­damm­bau, Re­na­tu­rie­rung, mit the­ma­ti­schen Ein­füh­run­gen, Dis­kus­si­ons­run­den mit Fil­me­ma­chern und Um­welt­ak­ti­vis­ten.

Damnation et­wa zeigt, dass Stau­damma­briss und Fluss­re­na­tu­rie­rung in den USA das Ge­bot der St­un­de sind, um Lach­se und an­de­re Fi­sch­ar­ten zu er­hal­ten und Flüs­se wie­der frei flie­ßen zu las­sen. (Mu­se­um Licht­spie­le, So 5.2.)

Par­vis Kar­im­pour ist ein Flücht­ling, il­le­gal ein­ge­reist. Nur noch ein paar Mo­na­te blei­ben ihm, das hat sein Arzt dia­gnos­ti­ziert. Des­halb be­ginnt er nach sei­ner Toch­ter Nas­rin zu su­chen, die in Madrid woh­nen soll, mit der er sich vor sei­nem Tod aus­söh­nen will. Sio-So-Pol – Die letz­ten Ta­ge des Par­vis K. de­s­Ham­bur­ger Re­gis­seurs Hen­rik „Hen­na“Pe­schel ist ein Drama über De­mut und Men­sch­lich­keit. Haupt­dar­stel­ler Ra­min Yaz­da­ni prä­sen­tiert den prä­mier­ten Film im Werk­statt­ki­no. (Sa 4./So 5.2.)

Das Le­ben selbst be­stim­men: WHE­RE TO, MISS?

Flüs­se, die frei flie­ßen: DAMNATION

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