Roo Pa­nes

In München - - FRISCH GEPRESST -

Pa­per­weights

(Em­bas­sy Of Mu­sic)

Was wird da nicht wie­der al­les an Zah­len da­her­ge­klotzt: „60 Mil­lio­nen Plays auf Spo­ti­fy und über zwei Mil­lio­nen Youtube-Views“, im Üb­ri­gen die ein­zi­ge ge­fet­te­te Zei­le im gan­zen In­fo­text. Ja leck mich doch am Arsch! Ist die Wer­tig­keit von Mu­sik seit der di­gi­ta­len Um­rech­nung in Ein­sen und Nul­len nur noch an Zah­len zu mes­sen? Mir doch wurscht wie vie­le Views und Plays der hat, wirk­lich wich­tig an der gan­zen Sa­che ist, dass Pa­nes wun­der­schö­ne Fol­kund Pop­songs schreibt, die un­glaub­li­che Tie­fe ha­ben und vol­le Auf­merk­sam­keit ver­dient ha­ben. Dass er die­se in un­nach­ahm­lich wohl­klin­gen­der und zu­rück­hal­ten­der Art und Wei­se und mit an­ge­nehm so­no­rer Stim­me dar­bie­tet, die ge­le­gent­lich so­gar die Schwe­re und Dun­kel­heit ei­nes Mark La­ne­gan er­reicht, sei nur der Voll­stän­dig­keit hal­ber er­wähnt. Gre­go­ry Al­len Isa­kov sei ge­nannt als Ori­en­tie­rungs­hil­fe, aber auch Glen Han­sard und Gus Black selbst­ver­ständ­lich, viel­leicht so­gar Nat­ha­ni­el Rate­liff, als Folk­sän­ger ver­steht sich, nicht als Soul­man. Und wenn der Pa­nes nicht bald min­des­tens so groß ist wie der Pas­sen­ger, dann, dann ... Dann be­wer­tet Mu­sik ein­fach wei­ter da­nach wie vie­le Plays und Views sie hat ... (15.2. Fei­er­werk Oran­ge­hou­se)

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