Bio at its Best

Bay­erns bes­te Bio­pro­duk­te – die Ge­win­ner

In München - - INHALT - Lau­ra Ama­di

Seit 21.1. ist es amt­lich, die Ge­win­ner ste­hen fest. Ins­ge­samt 55 Pro­duk­te von 35 Fir­men wa­ren an­ge­tre­ten zur all­jähr­li­chen Wahl der bes­ten Bio­pro­duk­te Bay­erns. In­iti­iert 2012 von der Lan­des­ver­ei­ni­gung für den öko­lo­gi­schen Land­bau in Bay­ern er­folg­te auch heu­er wie­der die Prä­mie­rung an­läss­lich der Grü­nen Wo­che in Ber­lin (20. bis 29.1.). Ent­schie­den wur­de je­weils über den An­teil der re­gio­na­len Zu­ta­ten, Ge­schmack, Qua­li­tät, Ver­pa­ckung, Mar­ke­ting und In­no­va­ti­on so­wie Um­welt­und Na­tur­schutz und das so­zia­le En­ga­ge­ment des Un­ter­neh­mens. Ver­lie­hen wur­den je drei Aus­zeich­nun­gen in den Ka­te­go­ri­en Gold, Sil­ber und Bron­ze und ein In­no­va­ti­ons­preis: www.bay­erns-be­s­te­bio­pro­duk­te.de

Gam­mel­fleisch, Tier­quä­le­rei, Hor­mon- und Arz­nei­mit­tel­rück­stän­de, viel Ekel­er­re­gen­des, viel Un­schö­nes, viel Un­er­freu­li­ches. Durch­aus er­freu­lich und Be­leg da­für, dass Fleisch­ge­nuss auch an­ders geht, sind die bei­den Ver­tre­ter auf den obers­ten Sie­ger­trepp­chen: Gold gab es dies­mal u.a. für die Tag­werk-Bio-Metz­ge­rei aus dem Land­kreis Frei­sing (Bio­land-Be­trieb) mit ih­rem Ros­mar­in­schin­ken. Zar­te Schwein­e­len­de, aus­schließ­lich von Bio-Tie­ren aus der Re­gi­on und stress­frei ge­schlach­tet. Das so­ge­nann­te Warm­fleisch­ver­fah­ren er­mög­licht hier­bei den Ver­zicht auf jeg­li­che Zu­satz­stof­fe (z.B. Ni­trit­pö­kel­salz), er­for­dert je­doch ei­ne zeit­na­he, al­so schlacht­fri­sche Ver­ar­bei­tung oh­ne zwi­schen­ge­schal­te­te Trans­port­we­ge. Den fei­nen Schin­ken und an­de­re Pro­duk­te gibt es u.a. in den 12 Vol­lCor­n­er­märk­ten in München. www.voll­cor­ner.de www.tag­werk­bio­metz­ge­rei.de

Ein wei­te­res – recht au­ßer­ge­wöhn­li­ches –Fleisch­pro­dukt reich­te Ma­ri­us Wit­tur (Un­te­rei­sen­heim, Fran­ken) ein, der be­reits 2015 und 2016 mit Bron­ze aus­ge­zeich­net (Quit­ten­sec­co, Quit­ten­brot) wur­de und im­mer wie­der durch sei­ne Krea­ti­vi­tät ver­blüfft. Heu­er ist ihm mit sei­nem Mus­tea Quit­ten­lamm der Sprung ganz nach oben ge­lun­gen (Gold). Die ge­schmack­lich fa­cet­ten­rei­che Lamm­brat­wurst in Glä­sern, ver­fei­nert mit den Früch­ten der über 100 hier kul­ti­vier­ten Sor­ten. Und au­gen­schein­lich fühlt sich das al­te Co­bur­ger Fuchs­schaf im Schat­ten der Obst­bäu­me be­son­ders wohl und dankt es mit ho­her Fleisch­qua­li­tät. Ei­ne Flo­ra-Fau­na-Li­ai­son für Gour­mets mit Öko­ge­wis­sen. Er­hält­lich on­li­ne. www.mus­tea.de

Eher die Klas­si­ker auf dem mitt­ler­wei­le so bun­ten Bio­markt sind die Milch­pro­duk­te. He­u­milch – das Re­sul­tat si­la­ge­frei­er Füt­te­rung, al­so aus­schließ­lich fri­sches Wei­de­gras im Som­mer bzw. Heu im Win­ter –ist die Ba­sis der nächs­ten bei­den Sil­ber- bzw. Bron­ze­ge­win­ner: Der Milch­hof Lerf in Ot­to­beu­ren (Sil­ber) ver­ar­bei­tet sie zu Vor­zugs­milch, die di­rekt nach dem Mel­ken auf vier Grad run­ter­ge­kühlt und dann we­der ho­mo­ge­ni­siert noch pas­teu­ri­siert ab­ge­füllt wird. So kön­nen auch die au­ßer­ge­wöhn­lich hoch­wer­ti­gen In­halts­stof­fe voll­stän­dig er­hal­ten blei­ben. Die Sell­thür­ner Käs­kü­che im All­gäu (Bron­ze) kre­iert aus der re­gio­na­len He­u­milch (bis 20km Um­kreis) ih­re rie­si­gen Lai­be Bio-Äl­pler­glück, ei­nen kräf­tig-wür­zi­gen Berg­kä­se, der wäh­rend sei­ner 20-mo­na­ti­gen Rei­fe­zeit drei­mal wö­chent­lich ge­schmiert wird. Im Bio-Ein­zel­han­del und on­li­ne. www.milch­hof-lerf.de www.ka­e­se­alp.de

Schon längst ist der Bi­o­fun­ke auch auf un­se­re Brau­er über­ge­sprun­gen und wie­der ein­mal hat der Ne­u­mark­ter Lamms­bräu aus der Ober­pfalz sich sein Plat­zerl in der Ober­li­ga ge­si­chert. Sil­ber für das EdelHell, 90 Ta­ge ge­reift. Der Na­tur­land­be­trieb ist üb­ri­gens ein al­ter Öko­ha­se und ver­folgt im­mer­hin seit 30 Jah­ren kon­se­quent ein kom­plett nach­hal­ti­ges Un­ter­neh­mens­kon­zept. Bei uns er­hält­lich in vie­len Ge­trän­ke­märk­ten oder on­li­ne. www.lamms­bra­eu.de

Den Mam­mut­an­teil der Be­wer­ber bil­det al­ler­dings tra­di­tio­nell im­mer noch die Gruppe der Ge­trei­de­pro­duk­te – auch im wei­te­ren Sinn. So hat es un­se­re Hof­p­fis­te­rei – auch ei­ner der hie­si­gen Vor­bild-Bio­pio­nie­re – mit ih­rem Na­tur­sau­er­teig­brot Pfis­ter Öko-Licht­korn bis in die Rei­hen der Sil­ber­ge­win­ner ge­schafft. Ein saf­ti­ges, duf­ti­ges Rog­gen­brot mit kräf­ti­ger, aro­ma­ti­scher Krus­te. www.hof­p­fis­te­rei.de

Die Bo­ari­schen Hanf­we­ckerl zum Sel­ber­ba­cken aus der Öko­mo­dell­re­gi­on Wa­gin­gRu­per­ti­win­kel lie­gen mit ih­rer Bron­ze­be­wer­tung nur kurz da­hin­ter­und sind auf­grund ih­rer at­trak­ti­ven Schich­tung der Zu­ta­ten in an­spre­chen­den Fla­schen auch ori­gi­nel­le Mit­bring­sel. Die­ses Fla­schlbrot von Jes­si­ca Lin­ner gibt es in meh­re­ren Sor­ten im Chiem­gau­er Ein­zel­han­del und on­li­ne. www.fla­schlbrot.de

In un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft, in der Nä­he von Trost­berg (Land­kreis Traun­stein) be­wirt­schaf­ten Ju­lia Rei­mann und Ste­fan Schmutz seit ei­ni­gen Jah­ren recht er­folg­reich ih­ren Na­tur­land­be­trieb –und Chiem­gau­korn steht auch 2017 wie­der ganz vor­ne (Gold). Der Chiem­gau­er Knus­per­ta­ler „Ge­mü­se­gar­ten“aus ge­schro­te­tem Buch­wei­zen und Ge­mü­se ist ei­ne Art Con­ve­ni­ence Food, die Mi­schung ist ge­brauchs­fer­tig und ein­fach zu­zu­be­rei­ten. www.chiem­gau­korn.de

Und ganz of­fen­sicht­lich sind die Ide­en der öko­lo­gi­schen Land­wirt­schaft im Süd­os­ten Bay­erns auf aus­ge­spro­chen frucht­ba­ren Bo­den ge­fal­len, denn auch der drit­te Bron­ze­kan­di­dat stammt aus der Re­gi­on. Ob­wohl die Wie­ge der Fir­ma Barn­hou­se ja ei­gent­lich in München stand (Krun­chy, 1979 das welt­weit ers­te Bi­oK­nus­per­müs­li), pro­du­ziert der

in­ha­ber­ge­führ­te, rei­ne Bio-Be­trieb heu­te in Mühl­dorf a. Inn. Krun­chys, Rie­gel und Früh­stücks­ce­re­a­li­en in 100 Pro­zent Bio. 40 Part­ner­land­wir­te aus den be­nach­bar­ten Öko­mo­dell­re­gio­nen (z.B. Isen­tal) bau­en für Barn­hou­se Din­kel und Ha­fer an und un­ter­stüt­zen so­mit die re­gio­na­len Wert­schöp­fungs­ket­ten.

Au­ßer­dem: Fi­nan­zie­rung ei­nes For­schungs­pro­jek­tes zum The­ma „Zwei-Nut­zen­feld“mit dem Ziel, Lein­dot­ter als Un­ter­saat zu Ha­fer zu pflan­zen und so­mit u.a. die Bo­den­qua­li­tät zu ver­bes­sern. Das Sie­ger­po­dest in Ber­lin hat Granola Saa­ten be­stie­gen, ein ge­ba­cke­nes Knus­per­müs­li oh­ne Aro­ma-, Zu­satz- und Hilfs­stof­fe –und deut­lich we­ni­ger süß durch die Ver­wen­dung von Reis­si­rup. Al­le Pro­duk­te im Bio­la­den oder on­li­ne. www.barn­hou­se.de

Bio ver­staubt und ein Re­likt der 70er? Von we­gen. Auch tren­di­ges Su­per­food gibt sich in­zwi­schen öko­lo­gisch ein­wand­frei. Für sei­ne Po­wer­Grä­ser darf sich das Kräu­ter-Gut Dworschak-Fleisch­mann bei Nürn­berg über den In­no­va­ti­ons­preis freu­en. Rand­voll mit Chlo­ro­phyll, An­ti­oxi­dan­ti­en und vie­len wei­te­ren ge­sun­den In­hal­ten mimt das Grün von Gers­te, Wei­zen und Co. den per­fek­ten Part­ner für Smoot­hies. www.kraeu­ter­gut.de

Raus aus München ak­tu­ell

Bio Stu­ten-und Zie­gen­pro­duk­te – Na­tur­kä­se­rei St. Ge­org: Jetzt steht auch der Re­zept­blog des Bio­land-Be­trie­bes –mit Zu­be­rei­tungs­mög­lich­kei­ten der hoch­wer­ti­gen Frisch­kä­se- und Mol­ke­pro­duk­te, kre­iert von un­ter­schied­li­chen Kö­chen. Auch Lai­en kön­nen Ih­re Kom­po­si­tio­nen ein­rei­chen, aus de­nen ei­nes zur Ver­öf­fent­li­chung aus­ge­wählt und be­lohnt wird. www.na­tur­ka­e­se­rei-st-ge­org.de /re­zep­te

Fa­sching im Wer­den­fel­ser Land: Kei­ne Papp­na­sen, kei­ne Schla­ger-Stim­mung, kein Ru­del­schun­keln. Nir­gend­wo in Ober­bay­ern wird Fa­sching noch so tra­di­tio­nell ge­fei­ert wie in den Ge­mein­den rund um Mit­ten­wald und Gar­misch. Die Fos­nacht star­tet hier auch nicht am 11.11., son­dern erst an Hl. Drei­kö­nig (6.1.). Zen­tra­les und über­aus le­ben­di­ges The­ma des Jahr­hun­der­te al­ten Brauch­tums sind die „Masch­ke­ra“, die mit ih­ren hand­ge­schnitz­ten Holz­lar­ven meist recht laut­stark durch die his­to­ri­schen Orts­zen­tren zie­hen. Und auch nicht täg­lich, er­laubt ist das Trei­ben nur sonn­tags, mon­tags, di­ens­tags und don­ners­tags. Hö­he­punkt ist der Un­sin­ni­ge Don­ners­tag (23.2.): Im­mer wie­der ein ganz be­son­de­rer Mo­ment, wenn die Schel­len­rüh­rer mit dem Mit­tags­schlag der Pfarr­kir­che den Mit­ten­wal­der Orts­kern in Be­schlag neh­men, um die ers­ten Früh­lings­geis­ter zu we­cken. Kur­ze Le­der­ho­sen, kunst­vol­le Mas­ken und die ty­pi­schen schwe­ren Och­sen­glo­cken um den Bauch. Ge­folgt von Go­aslschnal­zern, Pfan­nen­zi­a­chern und an­de­ren knor­ri­gen Ge­stal­ten. Je­de Ort­schaft der Al­pen­welt Kar­wen­del (Mit­ten­wald, Wall­gau, Krün) hat ih­re ganz ei­ge­nen Spiel­ar­ten der Fos­nacht ent­wi­ckelt. www.al­pen­welt-kar­wen­del.de Be­son­ders schö­ne al­te Mas­ken zeigt üb­ri­gens das Wer­den­fels Mu­se­um in Gar­misch. www.wer­den­fels-mu­se­um.de

Gar­misch-Par­ten­kir­chen: Kein Jahr­hun­der­te al­ter Brauch, aber ein le­gen­där lus­ti­ges Spektakel ist die Tour de Ba­da­kurch am 26.2., Treff­punkt 12.00 beim Ju­we­lier Au­may­er. Ein sehr ver­gnüg­li­ches Masch­ke­ra-Radl­ren­nen von der Lud­wig­stra­ße zum Flo­ri­an­brun­nen. Ge­fah­ren wird nicht auf Pneus, son­dern auf den blan­ken Fel­gen. Mit Radl-DreiKampf – Fich­ten­sla­lom, Ge­schick­lich­keits­wip­pe und lo­kal­po­li­ti­schem Büch­sen­wer­fen. Na­tür­lich er­folgt zu­vor das Wie­gen der Mann­schaf­ten und ei­ne Do­ping­kon­trol­le. Ab 18.00 Sie­ger­eh­rung im Wer­den­fel­ser Hof. Au­ßer­dem: His­to­ri­sche Bob­wo­che 4. bis 12.2. www.ga­pa.de

Au­gus­ti­ner­kel­ler – kos­ten­los für DAV-Mit­glie­der: Hoch­ka­rä­ti­ge Vor­trags­rei­he für sei­ne Mit­glie­der, ver­an­stal­tet vom Deut­schen Al­pen­ver­ein (Sek­ti­on München & Ober­land) im Fest­saal der Tra­di­ti­ons­gast­stät­te in der Ar­nulf­stra­ße. Start 19.30, nächs­ter Ter­min 7.2. mit Ma­ri­na No­vi­ko­va und „Ge­or­gi­en – ei­ne Schatz­kam­mer zwi­schen Kau­ka­sus und Schwar­zem Meer“. Auf engs­tem Raum bie­tet das ehe­ma­li­ge So­wjet­ter­ri­to­ri­um reiz­vol­le Land­schaf­ten – von sat­ten Alm­wie­sen vor eis­ge­pan­zer­ten Ber­g­rie­sen bis zu Strän­den mit sub­tro­pi­scher Ve­ge­ta­ti­on. www.davp­lus.de/al­pi­ne-high­lights

Po­wer­Ta­ges­fahr­ten: Der Dau­er­bren­ner in die schöns­ten Ski­ge­bie­te der Al­pen. Kurz­fris­tig buch­bar zum güns­ti­gen Kom­plett­preis, je­den Sams­tag und Sonn­tag. Im­mer ab ZOB, Ar­nulf­stra­ße. Die nächs­ten Ter­mi­ne: Am 4.2. ins Zil­ler­tal (Are­na Zell) und am 5.2. in die Wild­schö­nau. Start je­weils 6.30 für 69 Eu­ro. Das ak­tu­el­le Pro­gramm on­li­ne: www.po­wer­ta­ges­fahr­ten.com

Va­len­tins­tag in der Ther­me Er­ding: Ver­wöhn­pro­gramm für die Zeit zu zweit am 14.2. mit z.B. Auf­guss „Sweet Lo­ve“im Ro­sen­pa­vil­lon oder Was­ser­gym­nas­tik zu Lo­ve­songs. Im­mer ei­ne Op­ti­on: Gut­schei­ne –die per­fek­te Lö­sung für das Ge­schenk­di­lem­ma. www.ther­me-er­ding.de/pro­gramm/events

Bay­erns bes­te Bio­pro­duk­te – Bron­ze für GRANOLA von BARN­HOU­SE

Gold

Sil­ber

Bron­ze

Gold

Gold

Sil­ber

Bron­ze

In­no­va­ti­ons­preis

Sil­ber

Höchs­te Qua­li­tät mit Ga­ran­tie – BIOVIELFALT AUS BAY­ERN

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.