Frau­en-Po­wer

Fan­ta­sy Film­fest Nights, Ar­bei­ter­fil­me, Ge­or­gi­sche Film­ta­ge & Da­ni­el­le Dar­rieux

In München - - KURZ BELICHTET -

Al­le spre­chen von der Frau­en­quo­te – und die Ver­an­stal­ter der Fan­ta­sy Film­fest Nights neh­men sich das zu Her­zen. Sie lie­fern, wenn auch nicht un­be­dingt im fe­mi­nis­tisch her­kömm­li­chen, po­li­tisch kor­rek­ten Sinn. Eher ist im Ki­no 3 des Cinemaxx vom 29. Bis zum 30. April geballte Frau­en-Po­wer an­ge­sagt, Girls al­ler Al­ters­schich­ten zei­gen den Ker­len wo der Ham­mer hängt – ob sie sich nun wie beim ein­schlä­gig vor­be­las­te­ten Álex de la Igle­sia ein­ge­sperrt in The Bar (Sa 29.4.) wie­der­fin­den, von Carles Tor­rens wie ein Haus­tier, ein Pet (So 30.4.), im Kä­fig ge­hal­ten wer­den, oder in Co­lin Mi­ni­hans It Sta­ins the Sands Red (Sa 29.4.) mut­ter­see­len­al­lein in der Wüs­te stran­den. Nicht zu ver­ges­sen die hoch be­tag­te Vam­pir-Oma in Eat Lo­cal (So 30.4.) die vor­treff­lich mit ei­ner Pump­gun um­zu­ge­hen ver­steht, der­weil in Sweet, Sweet Lo­nely Girl (Sa 29.4.) erst das rich­ti­ge Out­fit ein bra­ves Mäd­chen zur Re­bel­lin macht.

Um Ar­beit, Ar­bei­te­rIn­nen, Ar­beits­su­chen­de, Ar­beits­ver­wei­ge­rer, Ar­beits­lo­se und Ar­beits­scheue geht’s in der Rei­he Ar­bei­ter­fil­me aus al­len Kon­ti­nen­ten im Werk­statt­ki­no. Der Ar­bei­terKi­noKlub (AKK) prä­sen­tiert in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Tem­po­rä­ren Ar­chiv der Ge­gen­wart (T.A.G.) ei­nen glo­ba­len Über­blick über et­was, das uns al­le an­geht, Kon­ti­nen­te über­grei­fend und exis­ten­zi­ell. Je­der braucht es, vie­le ha­ben es, vie­le aber auch nicht. Am Ta­ge der Ar­beit gibt es Chris Mar­kers Do­ku­men­tar­film Le jo­li mai (Mo 1.5.) zu se­hen, ei­ne so­zio­lo­gi­sche Stu­die der Me­tro­po­le Pa­ris im Mai 1962, ge­dreht im Stil des „ci­né­ma vé­rité“– und Yves Montand singt da­zu! Rau­er ist der Ton in Paul Schra­ders Blue Col­lar (Do 27.4.). Gangs­ter be­herr­schen die Au­to­in­dus­trie, mit von der Par­tie sind Richard Pryor, Har­vey Kei­tel und Ya­phet Kot­to. Nach Down Un­der führt Sam­son & De­li­lah (Mi 3.5.). Zwei zu­ge­kiff­te Abori­gi­nes su­chen nach ei­nem Job, der wei­ße Mann denkt nicht dar­in, ih­nen ei­nen zu ge­ben. Al­so wird ge­mein­sam ge­chillt...

Tea Cup Film­fes­ti­val –Ge­or­gi­sche Film­ta­ge fin­den vom 28. bis 30. April im Ki­no 1 des Mo­no­pol statt. Es lau­fen un­ter an­de­rem April in Pa­ris (Fr 28.4.), ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on über den ge­or­gi­schen Pia­nis­ten Kha-tia Bu­n­ia­tish­vili und den is­rae­li­schen Star­gei­ger Ivry Git­lis, Di­to Ts­int­s­ad­zes Der Freund (So 30.4.), die Ge­schich­te ei­ner frus­trier­ten, al­lein­er­zie­hen­den Mut­ter, in der – nach der Lek­tü­re von Mar­quis de Sa­de – der Wunsch wächst, je­mand an­de­rem Schmerz zu­zu­fü­gen, so­wie ein fünf­tei­li­ges Kurz­film­pro­gramm(Fr 28.4.).

Noch bis zum 3. Mai wid­met das Film­mu­se­um Da­ni­el­le Dar­rieux an­läss­lich ih­res 100. Ge­burts­tags am 1. Mai ei­ne klei­ne Hom­mage. Zur Auf­füh­rung kom­men Klas­si­ker der bild­hüb­schen fran­zö­si­schen Gran­de Da­me, dar­un­ter Mar­cel Op­hüls Ar­thur-Schnitz­ler-Ver­fil­mung Der Rei­gen (Fr 28.4.) und Jac­ques De­mys far­ben­fro­hes Mu­si­cal Die Mäd­chen von Ro­che­fort (Di 2.5.).

Ich. Du. In­klu­si­on. Wenn An­spruch auf Wirk­lich­keit trifft. Thomas Binns Lang­zeit­do­ku­men­ta­ti­on zeigt am Bei­spiel ei­ner Grund­schu­le in Nord­rheinWest­fa­len wie sich die po­li­ti­sche Ent­schei­dung, In­klu­si­on um­zu­set­zen, auf die Ent­wick­lung der Kin­der aus­wirkt, wie Leh­rer da­mit um­ge­hen und El­tern dar­über den­ken. (Ab 4.5. im Mo­no­pol)

Vol­ler Tref­fer: EAT LO­CAL

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