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7ENN SICH DIE BAYE­RI­SCHEN 7URZELN IH­REN 7EG DURCH EI­NEN 7UST VON (IPPIE 2OMANTIK ERKªMPFEN M­SSEN

In München - - MEINE PLATTE -

Man darf von der Plat­ten­samm­lung ei­nes be­ken­nen­den Althip­pies und noch so flei­ßi­gen Mu­sik­jour­na­lis­ten kei­ne groß­ar­ti­gen Tief­gän­ge er­war­ten. Viel wich­ti­ger als die Tie­fe ei­ner Samm­lung ist ih­re Brei­te, ih­re Viel­sei­tig­keit. Mei­ne Samm­lung fängt zur Ir­ri­ta­ti­on mei­ner Freun­de und Be­su­cher kei­nes­wegs bei A (wie Abba) an, und hört auch nicht bei Z (wie Zap­pa) auf, son­dern funk­tio­niert im Ord­nungs­prin­zip ganz an­ders. Un­ter dem Buch­sta­ben A geht es los mit „Al­pen­mu­sik“, den baye­ri­schen und ös­ter­rei­chi­schen Klän­gen, die von den Wur­zeln her eins sind, über Lan­des­gren­zen hin­weg, und hört auf mit „Zu­lu“, al­so süd­afri­ka­ni­scher Mu­sik, die man ger­ne auch un­ter „Eth­no“oder so hät­te ein­ord­nen kön­nen. Je­der, der in mei­ner Plat­ten­samm­lung schnüf­feln darf, ist ir­ri­tiert von die­sem Sys­tem. ben die Jungs doch ei­nen Nerv in der baye­ri­schen See­le ge­trof­fen, der sie über all die Jahr­zehn­te in­spi­riert hat. Und der seit Ge­ne­ra­tio­nen wei­ter­lebt. Hut ab.

Zit­her-Ma­nä – Coo­le Zeid

Der Man­fred Zick ali­as Zit­her-Ma­nä ge­hört zu mei­nen al­ler­ers­ten Er­in­ne­run­gen in Sa­chen Mu­sik­kri­tik schrei­ben. Da­mals, An­fang der 80er, lief der Zit­her-Ma­nä noch un­ter der Ru­brik „Klein­kunst“: Ein Zit­her­spie­ler? Nun ja, so rich­tig be­geis­tert war ich von die­ser Auf­ga­be nicht. War aber dann schnell ver­söhnt, als das Kon­zert los­ging: Ein Land­ler, baye­risch an der Zit­her, wird im­mer hef­ti­ger und schnel­ler – und auf ein­mal war’s ein Rock’n’Roll. Oder, die der Ma­nä sag­te, ein „Rox’n’Roi“. „Scha­de, dass es kein Land­ler ge­wor­den ist“, mein­te der Künst­ler nach dem ers­ten Stück mit

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