Bro­ken So­ci­al Sce­ne

Hug Of Thun­der (Ci­ty­Slang)

In München - - FRISCH GEPRESST -

Das hat ja nun ganz or­dent­lich ge­dau­ert: Sie­ben Jah­re, um ge­nau zu sein. Sie­ben lan­ge Jah­re al­so, in de­nen die Band­di­rek­to­ren Ke­vin Dr­ew und Bren­dan Can­ning ih­ren mu­si­ka­li­schen Floh­zir­kus nicht un­ter ei­nen Hut brach­ten, weil al­le Mu­si­zie­ren­den auch mit di­ver­sen an­de­ren Künst­lern und Bands wie Metric, Stars, Feist, Apost­le Of Hust­le, Ja­son Col­lett, Amy Mil­lan u.a. um die Häu­ser zie­hen. Jetzt hat’s dann aber doch wie­der mal ge­passt und ihr bis zu 19 Mu­si­ker um­fas­sen­des Kon­glo­me­rat traf sich von Fe­bru­ar 2016 bis zum sel­ben Mo­nat in 2017 im­mer wie­der mal zu den Auf­nah­men von „Hug Of Thun­der“. Und schon bald wird klar, wie sich die Umar­mung ei­nes Don­ners an­fühlt: Elek­tri­sie­rend, wär­mend, fas­zi­nie­rend. Aber zu­wei­len auch ein biss­chen ver­wir­rend und ir­ri­tie­rend. Das ka­na­di­sche Mu­si­ker­kol­lek­tiv aus To­ron­to will viel und er­reicht fast al­les, wenn gleich man sich dann schon auch mal et­was über­rollt vor­kommt, wenn die Ar­ran­ge­ments zu aus­la­dend und die In­stru­men­tie­rung zu über­bor­dend ge­wor­den sind. „Hug Of Thun­der“ist ei­ne sym­pho­nisch an­mu­ten­de In­die-Folk-Pope­ret­te, die ten­den­zi­ell mehr Freu­de spen­det, als das sie zu Trä­nen rüh­ren wür­de und so Über­mut statt Zwei­fel pro­pa­giert. Kann ja nicht scha­den in Zei­ten wie die­sen ...

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