JAZZ NOTES

Und der Bop

In München - - INHALT - Ssi­rus W. Pak­zad

Dia­lo­ge, Re­ak­tio­nen

Gä­be es die gu­te al­te Un­ter­fahrt nicht, sä­ßen wir im Au­gust in Sa­chen Li­veJazz auf dem Tro­cke­nen. Jam-Ses­si­ons sind seit je­her ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit für Mu­si­ker um fit zu blei­ben, sich spon­tan aus­zu­tau­schen, die Dia­log­fä­hig­keit, das ei­ge­ne Re­ak­ti­ons­ver­mö­gen und die Re­per­toire-Kennt­nis zu tes­ten. Die Sonn­ta­ge sind in dem im Kul­tur­zen­trum Ein­stein ge­le­ge­nen Club vom Som­mer bis zum Win­ter für sol­che lehr­rei­chen „of­fe­nen Pro­gram­me“re­ser­viert. Am 20. Au­gust wird der Gei­ger Max Grosch die Jam Ses­si­on lei­ten und Ein­stei­ger will­kom­men hei­ßen. Am 27.8. fällt die­se Auf­ga­be dann dem Sa­xo­fo­nis­ten Ralph Hei­del zu, ei­nem Schü­ler des groß­ar­ti­gen Flo­ri­an Tr­übs­bach. Wir be­fin­den uns ja ge­ra­de in ei­ner Pha­se, in der die Un­ter­fahrt mit ih­ren „Mu­nich Sum­mer Jazz Weeks“das läs­ti­ge Som­mer­loch über­brückt. Oft wird die Sau­re-Gur­ken-Zeit von ein­hei­mi­schen Bands mu­si­ka­lisch aus­ge­stal­tet, die sich über den sel­te­nen Lu­xus freu­en dür­fen, mal fünf Ta­ge hin­ter­ein­an­der auf der­sel­ben Büh­ne zu ste­hen. Vom 22. bis 26.8. aber ist Be­such aus Köln da: die Hea­vy­to­nes muss­ten bei „TV To­tal“über ei­ni­ge Jah­re auf die schrä­gen Ein­fäl­le des Mo­de­ra­tors Ste­fan Ra­ab re­agie­ren. Und was sie da al­les aus dem Är­mel schüt­tel­ten. Wenn mal pro­mi­nen­ter Be­such aus dem Mu­sik­be­reich im Stu­dio zu Gast war, zeig­te sich die For­ma­ti­on stets als per­fek­te ab­ge­stimm­te Backing-Band. Schön, dass die „Hea­vy­to­nes“jetzt im Vor­der­grund ste­hen. Die Be­set­zung: Thors­ten Skrin­ger (Sa­xo­fon), Lo­ren­zo Lu­de­mann (Trom­pe­te), Si­mon Har­rer (Po­sau­ne), Wer­ner Ne­u­mann (Gi­tar­re), Wolf­gang Nor­man Dal­hei­mer (Keys), Claus Fi­scher (Bass), Al­fon­so Gar­ri­do (Per­cus­sion) und Herb Jösch (Schlag­zeug). Bei den Bope­ra­tors, der Band des Sa­xo­fo­nis­ten Claus Koch, ist der Na­me Programm. Sein Quar­tett be­ruft sich auf ei­ne Mu­sik, die heu­te oft als Main­stream ver­stan­den wird, frü­her aber als ers­ter er­folg­rei­cher Um­sturz­ver­such des Jazz wahr­ge­nom­men wur­de. Vom 29. bis 31. Au­gust spielt der Holz­blä­ser mit Claus Rai­b­le (Pia­no), Gior­gos An­to­niou (Bass) und Xa­ver Hell­mei­er (Schlag­zeug) Ma­te­ri­al aus der Hoch­zeit des le­gen­dä­ren Blue No­te-La­bels, aber auch Ei­gen­kom­po­si­tio­nen, die in die­se Äs­t­he­tik pas­sen. Am 1. und 2. Sep­tem­ber stockt der Chef dann auf und bit­tet den Trom­pe­ter John Mar­shall (bit­te nicht ver­wech­seln mit dem gleich­na­mi­gen bri­ti­schen Schlag­zeu­ger) zu sich und sei­nen Man­nen auf die Büh­ne. Ein klei­ner Aus­blick noch: mit ei­nem Show­ca­se für den Sa­xo­fo­nis­ten Mu­lo Fran­cel en­den die „Mu­nich Sum­mer Jazz Weeks“dann bald und über­schnei­den sich für ei­nen Tag mit dem 25jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um des in­ter­na­tio­nal er­folg­rei­chen Münch­ner Jazz-La­bels ACT (bei dem Fran­cel im Ok­to­ber ver­öf­fent­li­chen wird). Die Ge­brü­der Was­ser­fuhr, Va­ter und Sohn Wa­ke­ni­us, Adam Bal­dych & Hel­ge Li­en Trio oder die Lars Da­ni­els­son Group spie­len au­ßer­dem zu Eh­ren ih­rer Plat­ten­fir­ma auf. Mehr De­tails dann in den nächs­ten Jazz­no­tes.

Im Vor­der­grund: HEA­VY­TO­NES

Im­mer jam­men: MAX GROSCH

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