Wo bleibt da die Moral?

Fan­ta­sy Film­fest Whi­te Nights, Al­len­de und ty­pisch USA

In München - - KURZ BELICHTET -

Die drit­te Ausgabe der Fan­ta­sy Film­fest Whi­te Nights ver­spricht bei ei­ner ex­qui­si­ten Aus­wahl von 10 Fil­men je­de Men­ge Su­per­la­ti­ve: „Ne­ben all den cle­ve­ren Ge­schich­ten, ver­stö­ren­den Ge­walt­ex­zes­sen und woh­li­gen Gru­sel­schau­ern, den Krea­tu­ren, Zom­bies und eis­kal­ten Mör­dern, konn­te end­lich ein­mal das Lieb­lings­gen­re des Fan­ta­sy Film­fest-Teams im Pro­gramm Platz fin­den: Nun­sploi­ta­ti­on!“Al­so auf zu The Litt­le Hours von Jeff Bae­na, ei­ner re­spekt­lo­sen Ko­mö­die mit ver­ruch­ten Non­nen, die dem Teu­fel das Hand­werk le­gen, samt An­lei­hen bei De­ka­me­ron und Mon­ty Py­thon. Die stum­me Eli­sa (Sal­ly Haw­kins) ar­bei­tet wäh­rend des Kal­ten Krie­ges in ei­nem Hoch­si­cher­heits-La­bor der US-Re­gie­rung. Und ent­deckt in ei­nem Tank ei­ne mys­te­riö­se Krea­tur. Ein emp­find­sa­mes Fi­sch­we­sen (Doug Jo­nes), dass sie, zu­sam­men mit ih­rem Nach­barn Gi­les (Richard Jenk­ins), be­frei­en will. Sehr zum Är­ger von La­bor­lei­ter Strick­land (Micha­el Shan­non). Guil­ler­mo del To­ros mär­chen­haf­tes Fan­ta­sy-Aben­teu­er The Sha­pe of Wa­ter wur­de in Ve­ne­dig mit dem Gol­de­nen Lö­wen prä­miert! (Sa/So 27./28.1., al­le Infos auf: www.fan­ta­sy­film­fest.com)

War­um ist das Le­ben ei­nes Feu­er­wehr­manns, der am 11. Sep­tem­ber 2001 in den Twin To­wers ums Le­ben kam, rund ei­ne Mil­li­on Eu­ro we­ni­ger wert als das ei­nes Bör­sen­mak­lers? Wie kann man Hun­der­te Viet­nam­ve­te­ra­nen ent­schä­di­gen, die durch den Ein­satz des hoch­gif­ti­gen Ent­lau­bungs­mit­tels Agent Oran­ge jahr­zehn­te­lang ge­lit­ten ha­ben? Und wie geht man mit Ar­bei­tern um, die er­fah­ren müs­sen, dass ein Groß­teil ih­rer Ren­te von Fonds-Ma­na­gern ver­un­treut wur­de? Fra­gen, die zy­nisch schei­nen. Ame­ri­kas be­rühm­tes­ter Ent­schä­di­gungs­spe­zia­list Ken Fein­berg, An­walt und Me­dia­tor, weiß die Ant­wort. Wer ist die­ser Mann – ein wei­ser Kö­nig So­lo­mon oder ein küh­ler „Pay Czar“? Ka­rin Jur­schick hat ihm ein Por­trät ge­wid­met. Play­ing God ist ein tie­fer Ein­blick in die See­le der ame­ri­ka­ni­schen Ge­sell­schaft. (Re­gie­ge­spräch am Mi, 7.2. im Mo­no­pol.)

Sal­va­dor Al­len­de war der ers­te de­mo­kra­tisch ge­wähl­te so­zia­lis­ti­sche Prä­si­dent Chi­les. Im Sep­tem­ber 1973 kam er bei ei­nem Mi­li­tär­putsch ums Le­ben. Es folg­ten 17 Jah­re Dik­ta­tur un­ter Au­gus­to Pi­no­chet. Für ih­ren Do­ku­men­tar­film Mein Groß­va­ter Sal­va­dor Al­len­de kehr­te En­ke­lin Mar­cia Tam­but­ti Al­len­de nach Chi­le zu­rück, um der im Dun­keln lie­gen­den Fa­mi­li­en­ge­schich­te nach­zu­ge­hen. (Ab 1.2., Thea­ti­ner)

Für ei­ne bes­se­re Welt: THE SHA­PE OF WA­TER

Viel be­wun­dert, viel ge­hasst: PLAY­ING GOD

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