PARTYZEITEN

... and all their kids

In München - - INHALT - St­an­ley Be­a­m­ish

Tech­no, Hou­se

Extra kras­ses Li­ne Up: Die De­troi­ter Tech­no-Le­gen­de Jeff Mills head­lined den Sams­tag im Blitz. 1987 be­gann die­ser be­reits un­ter dem Pseud­onym The Wi­zard in sei­ner wö­chent­li­chen Ra­dio­show mit dem Auf­le­gen und auch gut 30 Jah­re spä­ter ge­hört der mitt­ler­wei­le 55-jäh­ri­ge Star-DJ noch zur al­ler ers­ten Sah­ne, wenn es um De­troit Tech­no geht. Was’n Wun­der, hat er die­sen doch qua­si im Al­lein­gang er­fun­den ... Ihm zur Sei­te ste­hen: Si­lent Ser­vant aus L.A. und die lo­ka­len Il­li­an Ta­pe-Ar­tis­ten Zen­ker Bro­thers. Zu­dem fei­ert an sel­bi­gem Abend Mol­ton Moods-Mas­ter­mind Jo­nas Ya­mer sei­nen EPRe­lease. Sup­ports: Kes­sel Va­le, Kon­rad Wehr­meis­ter, Skee Mask. Fett! (24.3. eben­da)

Hef­tigs­te Par­ty­e­s­ka­la­ti­on steht auch auf dem Pro­gramm, wenn das Hal­li Gal­li Drecks­o­und­sys­tem wie­der 80s, 90s, 2000er und ak­tu­el­len Hit-Shit mit und oh­ne Ni­veau auf die Plat­ten­tel­ler wuch­tet. Haupt­sa­che die Mu­cke eig­net sich zur Aus­le­bung ei­nes ge­stei­ger­ten Be­we­gungs­drangs. Von HipHop und Reg­gae über Dan­ce­hall und Big­beat bis hin zu Hou­se, Elek­tro, Rock, Club­tu­nes, Mash-Ups/Re­mi­xe, Trash ist mal wie­der al­les von der Par­tie was Bei­ne macht. Und wie ge­wohnt ver­lan­gen die fit­ten Plat­ten­le­ger von ih­rer Crowd, das­sel­be wie von sich selbst, näm­lich: ab­so­lu­te Top­form! Wes­we­gen sie gleich mal ein paar hilf­rei­che Tipps für um­me pa­rat ha­ben: „Je­den Abend ein paar Knie­beu­gen und auf dem So­fa rum­hüp­fen kommt euch si­cher zu­gu­te. Wenn ihr auch noch übt, kei­nen Drink da­bei zu ver­schüt­ten, kann ei­gent­lich kaum mehr was schief ge­hen ...“Es wird ver­rückt! Es wird in­ten­siv! Es wird Hal­li Gal­li! (24.3. Muf­f­atca­fé)

Schlap­pe 13 Jah­re war das Köl­ner HipHop-Kid DNSTJ erst alt, als sein ers­tes YouTu­be-Vi­deo on­li­ne ging. Und wer hät­te da­mals ge­dacht, dass das Ding der­ma­ßen steil ge­hen wür­de? Heu­te kann er sei­ne So­ci­al Me­dia-Ak­ti­vi­tä­ten stolz als Hob­by und/oder so­gar Be­ruf be­ti­teln: 100.000 Abon­nen­ten hat er auf sei­nem Vi­deoAc­count, 300.000 Fol­lo­wer bei Ins­ta­gram und ei­ne gan­ze Dee­nis-Ar­my im Rü­cken. Doch der 17-Jäh­ri­ge will und kann noch sehr viel mehr! Ne­ben dem De­sign sei­ner ei­ge­nen Fa­shion-Kol­lek­ti­on, nahm er be­reits 2015 sei­ne ers­te Sing­le „Hy­pe“auf und konn­te Fans und Kri­ti­ker auf An­hieb be­geis­tern. Nach der „Auf dem Weg“-Tour letz­tes Jahr, ist er nun zu­rück und prä­sen­tiert nun mit Stolz ge­schwell­ter Brust sei­ne ers­te EP „Er­ror“, die er nun im Rah­men sei­ner 404-Tour 2018 li­ve­haf­tig dar­bie­ten wird. (25.3. Fei­er­werk Han­sa 39)

Fran­ca hat die­ser Ta­ge wirk­lich al­le Hän­de voll zu tun. Nicht nur Nacht für Nacht, wenn sie an den Reg­lern dreht, die die Tanz­welt be­deu­ten, son­dern auch tags­über. Denn ihr Tour­ka­len­der ist ge­wis­ser­ma­ßen bumms­voll und so muss sie grad schau­en, dass sie al­le Gigs un­ter ei­nen Hut kriegt. So z.B. vor knapp ei­ner Wo­che, als sie an ei­nem Frei­tag, al­so in­ner­halb von 24 St­un­den, zwei Shows spielt und das nicht et­wa nur in ei­ner Stadt, nein, son­dern in zwei­en, näm­lich Leip­zig und Berlin. Okay, okay, sind mit dem Au­to nur ca. 2 ½ St­un­den und der ICE schafft’s so­gar in nur 1 ¼ St­un­den, den­noch: sport­lich! Das zu­dem Zü­rich, ih­re Hei­mat­stadt Köln und Ams­ter­dam re­gel­mä­ßig auf der Iti­nera­ry steht, ist nur lo­gi­sche Kon­se­quenz aus ih­ren auf­le­ge­ri­schen Fä­hig­kei­ten. „Tech­no, Hou­se and all their kids“gibt Fran­ca ger­ne zu Pro­to­koll,

wenn sie nach dem Gen­re ge­fragt wird, dem sie sich zu­ge­hö­rig fühlt. Ei­ne hüb­sche Be­schrei­bung, die sich auch die lo­ka­len Sup­por­ter Vi­vi­en­ne Vil­lain und Bob Acht­zehn­uhr ger­ne ge­fal­len las­sen. Die Bil­der­flut steu­ert VJ Hei­li­gen­blut bei. (28.3. Har­ry Klein)

Es war ein lan­ger, ein har­ter Kampf, aber der Bund für Geis­tes­frei­heit Mün­chen, al­len vor­an die un­er­müd­li­che Ass­un­ta Tam­mel­leo, hat es ge­schafft und am 27.10.2016 er­ging das Ur­teil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, dass das strikt ver­folg­te „Tanz­ver­bot an Kar­frei­tag“in Bay­ern nicht gilt, wenn der Tanz „Aus­druck ei­nes welt­an­schau­li­chen Be­kennt­nis­ses“ist. BÄMM!!! Die Freu­de war groß und die Ge­nug­tu­ung auch, als dann letz­tes Jahr im Ober­an­ger­thea­ter an be­sag­tem Kar­frei­tag ab­ge­schwoft wur­de. Und auch die­ses Jahr wird es wie­der ei­ne Hei­den­spa­ßPar­ty ge­ben, bei der nach der Film­vor­füh­rung von Mon­ty Py­thons „Das Le­ben des Bri­an“ne­ben The Sti­mu­la­tors auch di­ver­se DJ-Acts zum Tanz bit­ten. (30.3. Blitz)

Ne­ben den BritPopes Marc Liebs­cher und Hen­ning Fur­bach ist Sir Han­nes ei­ner der drei hei­li­gen In­die-Kö­ni­ge un­se­rer Stadt. Das mu­tet zwar eher weih­nacht­lich an, aber ist ja an Os­tern dann auch nicht ganz ver­kehrt ... Egal, sein Re­per­toire speist sich im Rah­men sei­nes Re­gu­lars No­va­ton re­gel­mä­ßig aus dem Feins­ten was In­die­t­ro­nic, In­die­rock und In­die­folk ak­tu­ell und re­tro­spek­tiv so zu bie­ten ha­ben. Groo­vy ist das, und catchy und über­haupt, so das Mot­to des Sir: „Mu­sik gibt es viel – wir brau­chen je­doch Än­de­rung, Ab­wechs­lung, Viel­falt. Mün­chen, lass uns was Gro­ßes star­ten und den ech­ten In­die wie­der rich­tig auf­le­ben!“Al­les klar Han­nes, bin da­bei! (31.3. Mil­la)

Jetzt lehn ich mich mal ein biss­chen aus’m Fens­ter: Badchieff ist für mich die mo­men­tan am hells­ten strah­len­de Su­per­no­va am Ur­ban Mu­sic-Fir­ma­ment. Und um ganz ehr­lich zu sein: ihm ge­hört die Zu­kunft, da leg ich mich mal fest, nicht nur hier in Mün­chen, sei­ner Hei­mat­stadt, nein, auch und ganz be­stimmt na­tio­nal und, ja­wohl: auch in­ter­na­tio­nal. Das geht los mit sei­nem Ver­ständ­nis für Fa­shion und Li­fe­style und hört noch lan­ge nicht bei sei­nen Fä­hig­kei­ten als Pro­du­zent und DJ auf. Badchieff hat ein un­trüg­li­ches Ge­spür für gran­dio­se Sets in de­nen er die Ge­gen­wart des HipHop ge­nau­so in­te­griert wie die gol­de­ne Ver­gan­gen­heit, in de­nen er auf vor­bild­li­che Art und Wei­se Trap und R&B mit Afro­beats ver­eint und das gan­ze mit ak­tu­el­len, im­mer wie­der aber auch klas­si­schen Dan­ce­hall-Sounds ab­schmeckt. Want you plea­se wel­co­me: Badchieff, the kid from the beats! Zu Gast: Levhi. (31.3. Bob Bea­m­an)

April­scher­ze an Os­tern? No Way ... Des­we­gen: Die Event­rei­he W▸ Play spielt auch an den Fei­er­ta­gen groß auf. In der Nacht zu Os­ter­mon­tag (1.4.) schie­ben Gast­ge­ber Ge­or­ge Blei­cher, Da­vid Phil­lips, Hu­man Ri­as und Tet im Pa­lais or­dent­lich an. Hin­ter Tet ver­birgt sich Te­tya­na, die sich im Span­nungs­feld zwi­schen Deep und Tech Hou­se be­son­ders hei­misch fühlt und zu­letzt am Vor­abend der Tan­te Er­naSchlie­ßung auf dem Op­ti­mol­ge­län­de im Ja­nu­ar ih­ren Bei­trag zu ei­ner ma­gi­schen Nacht leis­te­te. An­schlie­ßend reißt dann Hu­man Ri­as das Ru­der an sich. Sei­ne Vor­lie­be gilt ten­den­zi­ell den eher düs­te­ren Hou­se- und Tech­no­k­län­gen, oh­ne da­bei in Me­lan­cho­lie zu ver­fal­len und den Dri­ve zu ver­nach­läs­si­gen. Er ist Teil des Pro­jekts Sca­red of Heights, ei­ni­gen viel­leicht aus dem Bob Bea­m­an be­kannt. DJ-Kol­le­ge Da­vid Phil­lips hat be­kann­ter­ma­ßen sei­ne Fin­ger in ganz an­de­ren Pro­jek­ten ste­cken, ist er doch fe­der­füh­rend beim Au­dio­ga­te-Fes­ti­val und beim La­bel Glo­bal Rit­mi­co ak­tiv. Der Ul­mer zählt schon seit den 90ern zur Top-Rie­ge der Mix­mas­ter und ver­öf­fent­licht sei­ne Hoch­span­nungs­klän­ge ger­ne bei hoch an­ge­se­he­nen La­bels wie Vol­ta­ge Mu­si­que und Kling Klong. Von den Spot­lights im Pa­lais lässt sich in der ös­ter­li­chen Nacht na­tür­lich auch noch Im­pres­sa­rio Ge­or­ge Blei­cher höchst­per­sön­lich er­hel­len. Im Ge­gen­zug wird er dem Pu­bli­kum wie­der mal ein Strah­len nach dem an­de­ren ins Ge­sicht zau­bern – mit de­epen, per­kus­si­ven oder tech­no­iden Rhyth­men, die mal De­troit-Luft at­men und im nächs­ten Mo­ment dem Fu­tu­ris­mus die Kro­ne auf­set­zen. Und das ist be­kann­ter­ma­ßen ganz genau nach dem Ge­schmack von ...

The Kid From The Beats: BADCHIEFF

Ihr Kin­der­lein kom­met: FRAN­CA

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