KI­NO

Al­les nicht so ein­fach

In München - - INHALT -

„Ich bin nicht Sis­si“. 1981 ist Ro­my Schnei­der (Ma­rie Bäu­mer) ei­ne der be­rühm­tes­ten Schau­spie­le­rin­nen der Welt. Zu­sam­men mit ih­rer bes­ten Freun­din Hil­de (Birgit Mi­nich­mayr) gönnt sie sich ei­ne Aus­zeit in ei­nem Spa-Ho­tel an der bre­to­ni­schen Küs­te, mit Fas­ten, Al­ko­hol- und Ta­blet­ten­ab­sti­nenz. Trotz ih­rer üb­len Er­fah­run­gen mit der Pres­se wil­ligt sie in ein Interview mit dem Stern­re­por­ter Micha­el Jürgs (Ro­bert Gwis­dek) und dem Fo­to­gra­fen Ro­bert Le­beck (Char­ly Hüb­ner) ein. Das wird zu ei­nem drei­tä­gi­gen Psy­cho­du­ell. 3 Ta­ge in Qui­be­ron von Emi­ly Atif ist ein fas­zi­nie­ren­des Kam­mer­spiel mit ei­ner groß­ar­ti­gen schau­spie­le­ri­schen Leis­tung von Ma­ria Bäu­mer. In ele­gan­tem Schwarz-Weiß. (Ab 12.4., Re­gie­ge­spräch, Di 17.4. Münch­ner Frei­heit)

Auf der Flucht. Der deut­sche Exi­lant Ge­org (Franz Ro­gow­ski) ver­lässt gera­de noch recht­zei­tig Pa­ris, be­vor die Na­zis ein­mar­schie­ren. In Mar­seil­le nimmt er die Iden­ti­tät des Schrift­stel­lers Wei­del an, um mit des­sen Pa­pie­ren nach Me­xi­ko aus­zu­rei­sen. Wäh­rend er auf das Ti­cket für die Schiffs­pas­sa­ge war­tet, lernt er Ma­rie (Pau­la Beer) ken­nen, die auf ih­ren ver­schol­le­nen Ehe­mann, ei­nen Schrift­stel­ler, war­tet … Chris­ti­an Pet­zold („Pho­enix“, „Die in­ne­re Si­cher­heit“, „Bar­ba­ra“, „Ge­spens­ter“) ver­schiebt An­na Seg­hers‘ Ro­man­vor­la­ge Tran­sit in die Ge­gen­wart Frank­reichs. Die Flucht­er­zäh­lung bleibt, das Set­ting ist mo­dern. Klingt sim­pel, ist aber ein fas­zi­nie­ren­des Ex­pe­ri­ment mit Raum und Zeit und der Wahr­neh­mung des Zu­schau­ers. (Ab 5.4.)

Selbst­be­stimmt. Schwe­den, 1930er. El­le Mar­ja (Le­ne Ce­ci­lia Spar­rok) ist 14, ge­hört zum in­di­ge­nen Volk der Sa­men, geht zu­sam­men mit ih­rer Schwes­ter auf ein In­ter­nat, träumt da­von, Ren­tier­züch­te­rin zu wer­den – und die An­er­ken­nung ih­rer Leh­re­rin zu finden. Die Sa­men aber sind Op­fer von Aus­gren­zung und Ras­sis­mus. El­le ent­schei­det sich, ih­re Fa­mi­lie zu ver­las­sen und nach Upp­sa­la zu ge­hen, wo sie sich neu er­fin­det. Aman­da Ker­nells Dra­ma Das Mäd­chen aus dem Nor­den ist ei­ne fas­zi­nie­ren­de, sehr sen­si­ble Eman­zi­pa­ti­ons­ge­schich­te, mit ei­ner tol­len Haupt­dar­stel­le­rin. (Ab 5.4.).

Schla­mas­sel. Ha­rold Soy­in­ka (Da­vid Oye­lo­wo) hat ei­nen gu­ten Job, ist glück­lich mit Bon­nie (Than­die New­ton) und er­fährt auf ei­nem Bu­si­nes­s­trip nach Me­xi­ko, dass sei­ne Frau ihn be­trügt und dass sei­ne Chefs Richard (Jo­el Ed­ger­ton) und Elai­ne (Char­li­ze The­ron) ei­nen kri­mi­nel­len Coup pla­nen. Weil er nichts zu ver­lie­ren hat, in­sze­niert Ha­rold sei­ne ei­ge­ne Ent­füh­rung und for­dert ein hor­ren­des Lö­se­geld. Kei­ne so gu­te Idee für ei­nen Di­let­tan­ten wie ihn. Die Dro­gen­fahn­dung, ein me­xi­ka­ni­sches Kar­tell und ein Ex-Söld­ner wol­len sich um den Grin­go küm­mern. Nash Ed­ger­ton führt Re­gie bei die­ser schwarz-gro­tes­ken, ver­gnüg­li­chen Ac­tionko­mö­die. (Ab 5.4.)

Sa­gen­haft. 2045 ist das ir­di­sche Elend groß. Wes­halb sich die Mensch­heit lie­ber in der vir­tu­el­len Welt von OA­SIS auf­hält, ei­ner Er­fin­dung des ge­nia­len Pro­gram­mie­rers Ja­mes Hal­li­day (Mark Ry­lan­ce). Hier hat er vor sei­nem Tod ein paar Auf­ga­ben hin­ter­las­sen. Wer sie löst, mag sein un­er­mess­li­ches Ver­mö­gen und die Macht über OA­SIS er­ben. Der 18-jäh­ri­ge Wa­de Watts (Tye She­rid­an) und sei­ne Freun­de kom­men gut vor­an. Wä­re da nicht der skru­pel­lo­se Chef ei­nes Me­ga­kon­zerns, No­lan Sor­ren­to (Ben Men­delsohn) … Re­a­dy Play­er One, nach dem Ro­man von Er­nest Cli­ne, ist spek­ta­ku­lä­res Block­bus­ter-Ki­no par ex­cel­lence. Re­gie: Ste­ven Spiel­berg! (Ab 5.4.)

Ru­he!!! Nur ein paar Men­schen in New York ha­ben die Atta­cken der Ali­ens über­lebt, die auch noch vom lei­ses­ten Ge­räusch un­wei­ger­lich an­ge­lockt wer­den. Dar­un­ter ein Mann (John Kras­in­ski), sei­ne Frau (Emi­ly Bl­unt) und de­ren drei Kin­der. Beau, ei­ner der Söh­ne, kann es nicht las­sen und nimmt ein klei­nes bat­te­rie­be­trie­be­nes Raum­schiff aus ei­nem Spiel­zeug­la­den mit nach drau­ßen. Das Hor­ror­dra­ma A Qu­iet Place von John Kras­in­ski ist, bei al­ler Span­nung ob der dro­hen­den Ge­fah­ren, ein Lob auf die Fa­mi­lie und das mensch­li­che Mit­ein­an­der. (Ab 12.4.)

Je­der ist sich selbst der Nächs­te: TRAN­SIT

Ver­letz­lich, ver­traut: 3 TA­GE IN QUI­BE­RON

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