HEIM­SPIEL

– Plat­ten aus Mün­chen

In München - - FRISCH GEPRESST -

Schon von Kin­des­bei­nen an, war die ge­bür­ti­ge Ka­na­die­rin Cae­ro­li­ne Lan­dry in Schlag­wei­te zu den ganz gro­ßen Pop­stars. Bryan Adams war im­mer­hin auf der­sel­ben High School in Ot­ta­wa, aber noch nä­her dran war sie an Ala­nis Mo­ris­set­te, die mit ihr in die­sel­be Klas­se ging. Ob­wohl im­mer schon auch sehr mu­si­ka­lisch, schlug Lan­dry zu­nächst ei­nen an­de­ren Weg ein und stu­dier­te Psy­cho­lo­gie und Wirt­schaft. Nun aber, mitt­ler­wei­le schon ge­rau­me Zeit im Chiem­gau wahl­be­hei­ma­tet, woll­te sie es doch auch in der Mu­sik noch mal wis­sen und prä­sen­tiert mit Who Said (cae­ro­li­ne.com) nun ihr De­büt­al­bum. Zu­sam­men mit dem Gi­tar­ris­ten Phil­ipp Stau­ber, dem Or­ga­nis­ten Mat­thi­as Bu­bl­ath, Martin Käl­be­rer am Pia­no und noch ein paar (in­ter)na­tio­nal an­er­kann­ter Jazz­ha­sen aus der Um­ge­bung hat Lan­dry dar­auf durch­weg ge­ho­be­ne Pop-Bal­la­den ver­ewigt, die aber ger­ne auch mal über den Tel­ler­rand hin­aus­bli­cken und mit Aus­flü­gen in die Be­rei­che Jazz und Folk bes­tens zu un­ter­hal­ten wis­sen. (13.4. Schlacht­hof)

Bei Ip­pio Payo, dem Al­ter Ego von Jo­sip Pavlov (u.a. auch Ma­j­moon, Das Wei­ße Pferd, The Gr­ex­its, Zwin­kel­man), kom­men ei­nem nach und nach lau­ter gu­te al­te Be­kann­te in Sinn: The Sea And Ca­ke z.B. Aber auch Ame­ri­can Ana­log Set, Tor­toi­se, die frü­hen Pa­ve­ment und über­haupt so ei­ni­ges was An­fang/Mit­te der 90er den Un­der­ground un­si­cher mach­te, be­vor es „In­die“gab und die­ser schließ­lich zum Main­stream ver­kam. Dies al­les frei­lich oh­ne Ge­sang, den of­fen­sicht­lich will uns Ip­pio Payo in red­se­li­gen Zei­ten wie die­sen nichts mit­tei­len, zu­min­dest ver­bal. Denn sei­ne eben­so viel­schich­ti­gen

wie zu­wei­len po­ly­rhyth­mi­schen In­stru­men­tal­kom­po­si­tio­nen, die er zu­sam­men mit dem stadt­be­kann­ten Schlag­zeu­ger Tom Wu und Pro­du­zent To­bi­as Laem­mert (Pro­te­in) zu­sam­men er­schuf, brau­chen kei­ne Wor­te und wis­sen bei ge­naue­rem Hin­und vor al­lem Zu­hö­ren, trotz­dem so man­che Ge­schich­te zu er­zäh­len. Da­bei ent­wi­ckeln die fünf Songs von

All De­pends On Na­tu­re (Echo­kam­mer) ei­ne ge­ra­de­zu hyp­no­ti­sche An­zie­hungs­kraft, der man sich schließ­lich und end­lich we­der ent­zie­hen will noch kann. (12.4. Ka­fe Kult mit So Beast)

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